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Uniklinik Dresden digitalisiert Krebsmedizin-Gabe

Eine Pflegerin scannt in der Uniklinik Dresden mit einem mobilen Gerät den Code eines Krebsmedikaments. Foto: Marc Eisele füpr das UKD

Eine Pflegerin scannt in der Uniklinik Dresden mit einem mobilen Gerät den Code eines Krebsmedikaments. Foto: Marc Eisele füpr das UKD

Elektronisches Therapie-Management soll Verwechselungsrisiken mindern

Dresden, 29. März 2021. Um Verwechselungen und andere Fehler bei der Vergabe von Medikamenten an Krebspatienten zu vermeiden, hat das Universitätsklinikum Dresden (UKD) diesen Prozess nun digitalisiert. Das hat das „Nationale Centrum für Tumorerkrankungen Dresden“ und Uni-Crebscentrum (NCT/UCC) heute mitgeteilt. Damit sei die Dresdner Uniklinik deutschlandweit das erste Krankenhaus, dass die gesamte Medikationskette für onkologische Therapien in eine lückenlos elektronische Software-Kette überführt habe.

45.000 Chemotherapie-Beutel pro Jahr

„Die umfassende Digitalisierung ist ein extremer Qualitätssprung und erhöht die Sicherheit für unsere Patienten“, schätzt NCT-Direktor Prof. Martin Bornhäuser ein. Zum Beispiel mindere dies die Gefahr, dass jemand die Infusionsbeutel mit den meist farblosen Chemotherapeutika verwechselt. Insgesamt bereitet die UKD-Apotheke pro Jahr rund 45.000 Chemotherapie-Mischungen zu.

Erklärvideo zum
Krebsmedikamenten-
Management vom UKD:

Pfleger vergleichen per App Medizin- und Patienten-Codes

Die neuen “BD Cato”-Computerprogramme erfassen nun den gesamten Prozess von der ärztlichen Verschreibung über die Zubereitung in der Apotheke bis hin zur Verabreichung an die Patientinnen und Patienten. Die Pflegerinnen und Pfleger können nun beispielsweise über eine spezielle App die Chemotherapie-Codes auf den Infusionsbeuteln mit den individuellen Codes auf den Patientenarmbändern vergleichen, damit die Kranken garantiert die richtige Medizin und Dosis bekommen.

Autor: Heiko Weckbrodt

Quelle: NCT/UKD

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