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Textilindustrie fordert Abnahmegarantie für Corona-Masken

Viele ostdeutsche Textilbetriebe haben viel Geld und Mühe investiert, um eine Maskenproduktion zu etablieren. Hier zum Beispiel prüft Mitarbeiterin Carola Seifert an einer Produktionslinie die neuen OP-Masken in der „TEG Textile Expert GmbH“ in Heinsdorfergrund. Foto. Wolfgang Schmidt für den VTI
Viele ostdeutsche Textilbetriebe haben viel Geld und Mühe investiert, um eine Maskenproduktion zu etablieren. Hier zum Beispiel prüft Mitarbeiterin Carola Seifert an einer Produktionslinie die neuen OP-Masken in der „TEG Textile Expert GmbH“ in Heinsdorfergrund. Foto: Wolfgang Schmidt für den VTI

Verband: Sächsische Betriebe haben auf allgemeinen Wunsch die Maskenproduktion hochgefahren – nun darf man sie nicht im Regen stehen lassen.

Chemnitz, 22. Mai 2020. Die sächsische Textilindustrie fordert Abnahmegarantien für die Masken, deren Produktion die hiesigen Betriebe auf allgemeinen Wunsch in der Corona-Krise aufgebaut hatten. „Unsere Firmen haben sich in sensationell kurzer Zeit auf die Anforderungen eingestellt, die sich aus der Corona-Krise ergaben“, argumentierte Hauptgeschäftsführer Jenz Otto vom „Verband der Nord-Ostdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie“ (VTI) aus Chemnitz. „Nun liegt es an Politik und Behörden, am einschlägigen Medizinfachhandel und an den Einkaufsentscheidern im Gesundheitswesen, diese Produkte zu ordern.“

70 ostdeutsche Unternehmen haben in der Krisen auf Masken umgestellt

Laut Otto hatten seit Beginn der Corona-Epidemie im März rund 70 ostdeutsche Hersteller die Produktion von Mund-Nasen-Masken, Schutzmasken und andere Gesundheitstextilien gestartet oder ausgebaut. Dies sei mit der Entwicklung spezieller Technologien, kostspieligen Tests und Zertifizierungen verbunden gewesen, so der VTI-Hauptgeschäftsführer. Daher sei es nur fair, wenn Behörden, Krankenhäuser und andere Institutionen ihren Maskenbedarf demnächst wieder in China decken, wie vor der Krise, sondern die gewünschte einheimische Produktion unterstützen – auch wenn die wegen der ganz anderen Auflagen und Rahmenbedingungen in Europa teurer sei als in Fernost.

Auch Zulieferer hängen an der neuen Masken-Produktion

Zudem hängen an der neuen Maskenproduktion nicht nur die Textilbetriebe selbst, sondern auch Maschinenbau-Unternehmen und andere Zulieferer, die die Fertigung erst möglich gemacht haben. Ein Beispiel dafür ist der Anlagenbauer „Xenon“ aus Dresden, der während der Corona-Krise für das Textilunternehmen „Norafin“ aus Mildenau eigens eine hochautomatisierte Masken-Produktionslinie entwickelt hatte.

VTI: Wer Qualität aus der Region haben will, muss auch bereit sein, den Preis dafür zu zahlen

„Wer Qualität und zuverlässigen Lieferservice quasi in persönlicher Reichweite will, der muss sich mit dem hiesigen Preisniveau und mit Mindestabnahmemengen arrangieren“, betonte der Verband. „Die Beschaffer von Bundes-, Landes- und Landkreisbehörden sollten hierbei mit gutem Beispiel vorangehen und jetzt entsprechende Verträge abschließen.“

Autor: Oiger

Quelle: VTI

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger