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Deutschland in EU auf Platz 6 bei Arbeitskosten

Leichtbauroboter tragen im BMW-Werk Leipzig Kleber auf Scheiben auf. Künftig sollen noch mehr Industrieroboter eingesetzt werden. Foto: BMW

Foto: BMW

Jede Arbeitsstunde im Industriesektor kostet die Arbeitgeber im Schnitt 35 Euro

Wiesbaden, 29. April 2019. Jede geleistete Arbeitsstunde in Industrie und im wirtschaftlichen Dienstleistungssektor kostet deutsche Unternehmen im Schnitt 35 Euro. Damit lagen die Arbeitskosten in Deutschland im Jahr 2018 rund ein Drittel über dem EU-Durchschnitt. Dies entspricht Platz 6 innerhalb der EU – hinter Dänemark, Luxemburg, Belgien, Schweden und Frankreich. Das geht aus einer Übersicht des statistischen Bundesamtes (Destatis) in Wiesbaden hervor.

Arbeitskosten in der Industrie und bei wirtschaftsnahen Dienstleistern im EU-Vergleich. Tabelle: Destatis

Arbeitskosten in der Industrie und bei wirtschaftsnahen Dienstleistern im EU-Vergleich. Tabelle: Destatis

Starke Unterschiede innerhalb der EU

Demnach sind die Arbeitskosten-Unterschiede im Unionsraum weiter erheblich: Während dänische Arbeitgeber im Schnitt 44,70 Euro pro Industriearbeitsstunde zahlen müssen, sind es beim Schlusslicht Bulgarien nur 5,30 Euro.

Erklärvideo der
Bundesstatistiker (destatis):

Angleichsprozess im Gang

Allerdings verweisen die Bundesstatistiker auf Angleichungsprozesse: „Insgesamt betrugen die Arbeitskosten in der Spitzengruppe mehr als das Vierfache (427 %) des Wertes der aufholenden Länder. Dieser Abstand hat sich seit dem Jahr 2004, als erstmals vergleichbare Zahlen für alle relevanten Mitgliedstaaten vorlagen, allerdings mehr als halbiert“, hieß es vom Destatis. „Damals betrugen die durchschnittlichen Arbeitskosten in der Spitzengruppe mit 28,00 Euro noch fast das Achtfache (772 %) des Niveaus der Kontrastgruppe von 3,60 Euro.“

Autor: hw