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Krolikowski wollte Robotron im Königsschloss

Zwei Ingenieure testen einen "EC 1055"-Rechner im VEB Robotron-Elektronik Dresden. Abb.: Ulrich Häßler, Bundesarchiv, Wikipedia

Zwei Ingenieure testen einen “EC 1055”-Rechner im VEB Robotron-Elektronik Dresden. Abb.: Ulrich Häßler, Bundesarchiv, Wikipedia

Vom Hochtechnologie-Dreieck der DDR bis zum „Silicon Saxony“

Dresden, 21. Februar 2019. Die ostdeutsche Wirtschaftsführung hatte im Süden der DDR ab Ende der 1960er Jahre ein Hochtechnologie-Dreieck geschaffen, das bis heute nachwirkt. Das hat Rechentechnik-Kustos Dr. Ralf Pulla von den Technischen Sammlungen Dresden (TSD) beim Lingnerpodium „50 Jahre Robotron“ in Dresden eingeschätzt. In diesem Dreieck stellte Carl Zeiss Jena die anspruchsvollen Anlagen für die Chipproduktion her. Das Kombinat Mikroelektronik mit Hauptsitz in Erfurt und dem Entwicklungszentrum ZMD in Dresden entwickelte und stellte die Prozessoren und Speicherchips her. Und das Kombinat Robotron konstruierte daraus die Computer, die zumindest im Ostblock reißenden Absatz fanden. „Der Umstand, dass wesentliche Teile dieses Dreiecks im Raum Dresden konzentriert waren, spielte später eine wichtige Rolle dafür, dass sich hier das heutige Silicon Saxony entwickeln konnte“, meint Dr. Pulla.

Beim Lingnerpodium 2019 über "50 Jahre Robotron" diskutierten im Lingnerschloss Dresden (von links nach rechts): CooolCase-Chef Christian Michel, Rolf Heinemann von der obotron Datenbank-Software GmbH, SZ-Journalistin Bettina Klemm, Kustos Ralf Pulla von den Technische Sammlungen Dresden und der langjährige Robotron-Forschungsdirektor Gerhard Merkel. Foto: Heiko Weckbrodt

Beim Lingnerpodium 2019 über “50 Jahre Robotron” diskutierten im Lingnerschloss Dresden (von links nach rechts): CooolCase-Chef Christian Michel, Rolf Heinemann von der obotron Datenbank-Software GmbH, SZ-Journalistin Bettina Klemm, Kustos Ralf Pulla von den Technische Sammlungen Dresden und der langjährige Robotron-Forschungsdirektor Gerhard Merkel. Foto: Heiko Weckbrodt

50 Jahre nach der Gründung erinnerte der „Förderverein Lingnerschloss“ in Dresden an das DDR-Computerkombinat

Mit dieser Einschätzung wusste er sich weitgehend einig mit den anderen Akteuren im Podium, die auf die eine oder andere Weise eben diese Entwicklung in Dresden mitgeformt hatten: Gerhard Merkel war jahrelang Forschungsdirektor und in anderen leitenden Positionen bei Robotron und dem ZFTM Dresden tätig gewesen. Rolf Heinemann hatte vor der Wende wesentliche Teile der Software-Entwicklung bei Robotron geleitet und gründete danach die bis heute sehr erfolgreiche Datenbank-Firma „Robotron Datenbank-Software GmbH“ (RDS) in Dresden. Christian Michel wiederum leitete nach der Privatisierung die ehemalige Gehäusefertigung von Robotron – zunächst in Dresden-Gruna, dann in Dresden-Kaditz. Inzwischen hat er die Firma unter dem Namen „Coool Case“ selbst übernommen.

Zahlreiche Gründungen auf den Trümmern des Kombinats

Und diese Protagonisten stehen beispielhaft für viele Nachwende-Unternehmungen, die nach der Wende auf den Robotron-Trümmern aufbauten: Die Treuhand schloss zwar das Kombinat, aber dessen Konstrukteure, Programmierer und andere Spezialisten gründeten nach der Wende Firmen wie RDS, Xenon, Comped, ECD, Dresden-Elektronik, SMT & Hybrid, Bus Elektronik und viele andere. Nicht alle haben bis heute wirtschaftlich überlebt, aber einige sind zu Vorzeige-Unternehmen des technologie-orientierten Freistaats geworden.

Mit Design-PCs machte der ehemalige Robotron-Betrieb unter der Marke Compedd von sich reden - doch dies rettete das PC-Geschäft nicht. Foto: Heiko Weckbrodt

Mit Design-PCs machte der ehemalige Robotron-Betrieb unter der Marke Comped von sich reden – doch dies rettete das PC-Geschäft nicht. Foto: Heiko Weckbrodt

Robotron-Gehäusewerk Dresden wurde erst Comped, dann Schäfer, dann Coool Case

Beispiel Comped: Dahinter stand das erst kurz vor der Wende modernisierte Computergehäuse-Werk von Robotron Dresden an der Bodenbacher Straße. Die Ex-Robotroner entwickelten nach der Wende interessante Design-PCs und -Laptops, bekamen aber ihre Kosten nicht in den Griff und fassten im Markt nicht Fuß. Zudem mussten sie den Namen „Comped“ wegen der Ähnlichkeit mit „Compaq“ wieder abgeben. Selbst der Einstieg von drei Investoren – darunter dem Escom-Chef – mit guten Marktverbindungen half nicht mehr. „Das Personal wurde zwar von 2000 auf 500 Leute abgebaut und auch noch einmal 20 Millionen D-Mark investiert“, erinnert sich Christian Michel, der den Werkzeugbau am Standort übernommen hatte. Aber dieser Kapitaleinsatz für eine Einzelstück-Fertigung habe sich als Fehlinvestition erwiesen, die Lohnkosten explodierten, zwischen 1993 und 1996 habe die Fabrik 50 Millionen Mark de facto „verbrannt“. Nur der Einstieg der Schäfer-Gruppe habe den Robotron-Nachfolgebetrieb vor dem Aus bewahrt: Die Siegerländer bauten eine neue Fabrik in Dresden-Kaditz, konzentrierten sich auf die Massenproduktion von PC-Gehäusen – bis der PC-Markt zusammenbrach und die nächste Metamorphose anstand. Heute gehört das Werk – stark verkleinert – Michel und ist auf Sondergehäuse spezialisiert.

Walter Ulbricht. Foto: Heiko Weckbrodt

Walter Ulbricht. Foto: Heiko Weckbrodt

Kybernetik-Fan Ulbricht sorgte für einen Schub

Die Wurzeln dieser und vieler weiterer Robotron-Nachwende-Stories reichen weit in die Vergangenheit zurück: Schon im 19. Jahrhundert stellten Unternehmen zum Beispiel in Chemnitz und Glashütte Buchungs- und Rechenmaschinen her. Aber erst unter dem computer- und kybernetik-verliebten SED-Chef Walter Ulbricht gelang der Sprung hin zu elektronischer Rechentechnik, Transistortechnik und damals sogenannter „Molekularelektronik“.

Die Version 152 des DDR-Düsenfliegers. Foto: EFW

Die Version 152 des DDR-Düsenfliegers. Foto: EFW

Nach Aus für Flugzeugbau zog ZIA von Jena nach Dresden um

Dabei begünstigten andere wirtschaftspolitische Desaster die Konzentration der Computerentwicklung im Raum Dresden: Weil die SED-Führung ihre ehrgeizigen und teuren Flugzeugbau-Pläne in Klotzsche Anfang der 1960er beerdigte, mussten in Dresden neue Jobs für die arbeitslosen Akademiker gefunden werden. Und so verlagerten die kommunistischen Wirtschaftslenker 1961 unter anderem das – mit 370 Mitarbeitern ohnehin zu schwach ausgestattete – Zentralinstitut für Automatisierung (ZIA) von Jena nach Dresden. Dort wuchs das Institut auf rund 1000 Mitarbeiter und wurde zu einem Baustein für das 1969 gegründete Robotron-Kombinat. Bereits ab 1948 hatte an der Technischen Hochschule Dresden Mathe-Professor Nikolaus Joachim Lehmann begonnen, Computer zu entwickeln – darunter mit dem D4a den ersten PC-ähnlichen Transistor-Rechner dere DDR, der dann im ZIA weiterentwickelt wurde. Ebenfalls 1961 konnte Prof. Werner Hartmann in Dresden endlich seine „Arbeitsstelle für Molekularelektronik Dresden“ gründen – die Keimzelle für das wichtigste Chip-Entwicklungszentrum der DDR, das ZfTM, später ZMD genannt. Als 1969 schließlich Robotron gegründet wurde, habe er den D4a-Entwickler N. J. Lehmann als Forschungschef des Kombinats vorgeschlagen, erinnert sich Gerhard Merkel. Aber Lehmann wollte nicht, habe sich eher als Mathematiker gesehen und sich dann auf die Software-Entwicklung gestürzt.

Der Tischrechner D4a von N. J. Lehmann aus Dresden war der erste Transistor-Rechner der DDR - hier ein Exemplar in den Technischen Sammlungen Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Der Tischrechner D4a von N. J. Lehmann aus Dresden war der erste Transistor-Rechner der DDR – hier ein Exemplar in den Technischen Sammlungen Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Sogar Kohlebetrieb für EDV-Zwecke umprofiliert

Bereits ab 1966 hatten die SED-Granden die Genese eines eigenen DDR-Computerkombinats forciert: Sie ordneten 1966 für Rafena Radeberg einen Schwenk von der Fernseh- zur Rechentechnik-Produktion an, verlagerten das erwähnte ZIA, profilierten mit Betrieben wie dem VEB Steinkohlenwerk Oelsnitz sogar vollkommen branchenfremde Unternehmen in Richtung Elektronische Datenverarbeitung (EDV) um – die Liste der Umprofilierungen und Umstrukturierungen ließe sich fortsetzen. Vor nun mittlerweile 50 Jahren, am 1. April 1969, entstand jedenfalls das Kombinat Robotron.

Werner Krolikowski war 1960 bis 1973 SED-Bezirkschef in Dresden. Foto: ADN, Bundesarchiv, Wikipedia, CC3-Lizenz

Werner Krolikowski war 1960 bis 1973 SED-Bezirkschef in Dresden. Foto: ADN, Bundesarchiv, Wikipedia, CC3-Lizenz

SED-Bezirkschef bestand auf Ansiedlung im Zentrum von Dresden

Und da hatten wiederum nicht nur zentrale Wirtschaftslenker, sondern auch die SED-Provinzfürsten ihre Hand im Spiel: Das späterer Pilotbüro-Mitglied Werner Krolikowski war damals 1. Sekretär der SED-Bezirksleitung Dresden und damit de facto der mächtigste Satrap Ulbrichts im Bezirk Dresden. Die Nachwirkungen von Krolikowskis damaligen Weichenstellungen sorgen bis heute für viele Diskussionen in der Dresdner Städtebaupolitik. „Wir wollten eigentlich einen Standort an der Peripherie von Dresden, damit wir Erweiterungsmöglichkeiten hatten“, erinnert sich der inzwischen 90-jährige Merkel. Aber die Suche wollte einfach nicht vorwärtsgehen, bis Krolikowski mit seinem Vorschlag herausplatzte: Er wollte das neue Computerkombinat in das zerstörte Residenzschloss in der Stadtmitte einquartieren.

Gerhard Merkel war u.a. Forschungsdirektor bei Robotron - hier beim Lingnerpodium 2019 im Lingnerschloss Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Gerhard Merkel war u.a. Forschungsdirektor bei Robotron – hier beim Lingnerpodium 2019 im Lingnerschloss Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Es sei ihm zwar gelungen, dem SED-Sekretär diese Idee auszureden, weil die Vorbereitungen viel zu lange gedauert hätten, so Merkel. „Aber Krolikowski wollte Robotron unbedingt im Stadtzentrum, damit sich dort endlich etwas tat.“ Und so kam es, dass der Uni-Professor Kurt Schwabe den bereits begonnenen Neubau für sein Chemieinstitut gegenüber vom Rathaus verlor und an die Computerfritzen abgeben musste. Und so entstand der riesige Kombinatshauptsitz im Stadtzentrum, der nun gerade wieder zugunsten eines Wohnviertels abgerissen wird.

Akademikerschmiede TU

Die Wahl des Standorts Dresden selbst bewährte sich indes für die junge DDR-Computerindustrie: Hier entstand an der Technischen Hochschule (heute TU) einer der ersten Informatik-Studiengänge in ganz Deutschland. Bis heute gilt der Strom insbesondere technischer und naturwissenschaftlicher Absolventen, die TU, HTW und andere Bildungseinrichtungen in Dresden hervorbringen, als einer der wichtigsten Standortfaktoren für Hightech-Ansiedlungen.

Unter Honecker Investitionen halbiert

Der größte Rückschlag für das Kombinat war dann allerdings der Wechsel an der SED-Sitze von Ulbricht zu Erich Honecker 1971: Die Ressourcen für Robotron wurden zusammengekürzt, die Investitionen von rund 400 auf etwa 200 Millionen DDR-Mark halbiert – trotz der zentralen Bedeutung, die das Kombinat für den Ostexport und den Erdöl-Bezug aus der SU für die DDR hatte. Dies war natürlich für ein Konglomerat aus zuletzt 21 Betrieben mit 68.000 Mitarbeitern, die etwa 13 Milliarden Mark Industrielle Warenproduktion (IWP, ähnelt dem Umsatz) erwirtschafteten, viel zu wenig. Auch mit Blick auf die zu schwache Chip-Versorgung hatte die Ostdeutschen eigentlich nie eine Chance, mit ihren Computern auch im Westen zur Spitze aufzuschließen. Und so blieben oft nur Nachentwicklungen von Computer von IBM, DEC und anderen US-Konzernen.

Ein Produkt unter vielen Rechnern mit ganz unterschiedlichen Architekturen: Hier der PC K8915 von Robotron mit externen Disk-Laufwerken. Foto. Heiko Weckbrodt

Ein Produkt unter vielen Rechnern mit ganz unterschiedlichen Architekturen: Hier der PC K8915 von Robotron mit externen Disk-Laufwerken. Foto: Heiko Weckbrodt

Verzettelt zwischen Intel, ESER, Zilog und ESER

Dabei verzettelten sich die Robotroner wegen politischer Vorgaben, Partikularinteressen und Ostblockvereinbarungen auf viel zu vielen technischen Plattformen: In einigen Rechnern steckte der Ostblock-Standard „ESER“, in anderen IBM-Intel-Technik, in vielen werkelten aber auch kopierte und weiterentwickelte Zilog-Prozessor-Klone. Und für den riesigen 32-Bit-Superminicomputer K1840, den Robotron noch „auf die letzten Meter“ vor dem Zusammenbruch der DDR entwickelte, standen die dazu vollkommen inkompatiblen VAX-Rechner von DEC Pate, die die Stasi unter Umgehung von Embargobedingungen als Bau-Vorlage aus dem Westen besorgte.

Der nach VAX-Vorbild konstruierte 32-Bit-Rechner "K 1840" der DDR - hier ein Exemplar, das heute das Zuse-Museum in Hoyerswerda aufbewahrt. Foto: Heiko Weckbrodt

Der nach VAX-Vorbild konstruierte 32-Bit-Rechner “K 1840” der DDR – hier ein Exemplar, das heute das Zuse-Museum in Hoyerswerda aufbewahrt. Foto: Heiko Weckbrodt

Etwa 25 VAX-Klone ausgeliefert

„Dafür mussten wir dann in aller Eile noch ein Datenbank-Programm entwickeln“, erinnert sich Rolf Heinemann, der damals für die Software-Entwicklung im Kombinat zuständig gewesen. Unter diesem Zeitdruck habe man sich für eine illegale Nachprogrammierung einer Oracle-Lösung entschieden – was sich später, als seine Nachwende-Firma RDS legale Vertragsbeziehungen zu Oracle aufbaute, noch als segensreich erweisen sollte, weil die ostdeutschen dadurch den Amerikanern einzigartiges Know-How für den deutschen und den russischen Markt bieten konnte. Insgesamt seien jedenfalls 1988/89 noch etwa 20 bis 25 der K1840-Rechner an DDR-Betriebe ausgeliefert worden, erinnert sich Heinemann. Danach wollte niemand mehr die illegalen Nachentwicklungen haben – zudem der Stern der DEC-Supercomputer bereits zu sinken begann.

Abstand im Software-Sektor geringer

Überhaupt sollte sich der einstige Robotron-Nebenzweig „Software“ nach der Wende als der nachhaltigere erweisen, obwohl die „Hardware“-Leute im Kombinat immer ein wenig auf die Programmierer herabzuschauen pflegten: Hardware war schwierig zu kopieren, erforderte hohen Kapitaleinsatz, spezielle Bauelemente, teure Produktionstechnik. Und so konnte Robotron seine Computer im Ostblock zwar mit hohen Gewinnen absetzen, hatte aber gegenüber dem Hardware-Stand im Westen einen Rückstand von fünf bis zehn Jahren. Anders in der Software-Sparte, die eher von fähigen Programmierern als von Kapital und Lieferketten abhängt: Dort entwickelten die Ostdeutschen durchaus konkurrenzfähige Lösungen, an die viele ehemalige Robotroner nach der Wende anknüpften.

Der sächsische Wirtschaftsminister Martin Dulig (l.), Robotron-RDS-Gründer Rolf Heinemann (r.) und dessen Sohn Ulf Heinemann in der Mitte. Foto: Heiko Weckbrodt

Der sächsische Wirtschaftsminister Martin Dulig (l.), Robotron-RDS-Gründer Rolf Heinemann (r.) und dessen Sohn Ulf Heinemann in der Mitte.
Foto: Heiko Weckbrodt

Wollen Namen Robotron moralisch erhalten

„In der Datenbank-Entwicklung bewegten wir uns schon damals nahe am Weltstand“, schätzt Rolf Heinemann ein. Und darauf baute auch er nach der Wende auf: Er gründete mit 26 Mitarbeitern eine eigene Datenbank-Firma, kooperierte fortan ganz offiziell mit Oracle und entwickelte eigene Lösungen. Heute hat sein Unternehmen 582 Mitarbeiter, hat Autoriesen, Energiekonzerne, Polizei. Verwaltungen ebenso als Kunden wie Museen und expandiert langsam aber stetig in Dresden. Schließlich sicherte er sich sogar die Namensrechte am alten Kombinatsnamen „Robotron“: „Zuerst hatte ich bei der Treuhand wegen der Namensnutzung gefragt – aber die haben mir gesagt: Das wird so teuer, das können Sie mit ihrer winzigen Firma niemals bezahlen“, “, erzählt er mit einem listigen Lächeln. „Aber als die zehn Jahre abgelaufen waren, für die noch das Kombinat für die Registrierung beim Patentamt in München bezahlt hatte, habe ich die Marke 1999 einfach für 200 oder 300 Mark kaufen können“, berichtet er. „Wir sind zwar nicht das, was Robotron mal war, aber wir wollen den Namen wenigstens moralisch erhalten.“

Robotron RDS in Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Robotron RDS in Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Und damit erntete er lauten Applaus von den rund 100 Besuchern der Podiumsdiskussion im Lingnerschloss, unter denen offensichtlich eben auch viele ehemalige Robotroner waren. Weitere Veranstaltungen sollen im Robotron- und deutschen Informatik-Jubiläumsjahr 2019 in Dresden folgen.

Autor: Heiko Weckbrodt