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Kaspersky: Mit abgeschaltetem WLAN ist das Smartphone sicherer unterwegs

Öffentliche kostenlose WLAN-Netze sind zwar beliebt, bergen teils aber auch einige gefahren. Manche dieser Netze werden als Falle von Cyberkriminellen ausgeworfen, um Zugang auf dei Geräte von Passanten zu bekommen. Abb.: Kaspersky
Öffentliche kostenlose WLAN-Netze sind zwar beliebt, bergen teils aber auch einige gefahren. Manche dieser Netze werden als Falle von Cyberkriminellen ausgeworfen, um Zugang auf die Geräte von Passanten zu bekommen. Abb.: Kaspersky

Sicherheits-Softwarefirma warnt von „Man-in-the-Middle-Attacken“

Moskau/Ingolstadt, 30. Dezember 2015. Wer mit seinem Smartphone in der Stadt unterwegs ist, sollte besser die WLAN-Funktion auf dem Computertelefon deaktivieren. Das hat die russische Sicherheits-Softwarefirma Kaspersky empfohlen. „So werden Daten vor illegalem Zugriff geschützt und die Akkulebensdauer verlängert“, raten die Kaspersky-Mitarbeiter. „Nutzer sollten ihr Gerät so einstellen, dass es sich nicht automatisch mit unbekannten WLAN-Netzen verbindet.“

Gratis-WLAN-Netze oft schlecht gesichert

Vorsicht sei vor allem geboten, wenn man sich mit einem öffentlichen kostenlosen WLAN-Netz verbindet: „Da diese oft schlecht geschützt sind, kann die darüber erfolgte Kommunikation über sogenannte Man-in-the-Middle-Attacken abgefangen werden. Wer auf öffentliche WLAN-Verbindungen nicht verzichten möchte, sollte eine virtuelle private Netzwerkverbindung (VPN) nutzen“, empfiehlt die deutsche Kaspersky-Niederlassung in Ingolstadt. Unter dem Konzept „Man-in-the-Middle“ (Mann in der Mitte) versteht die Szene Ausspäh-Aktionen, bei denen sich der Angreifer logisch oder physisch zwischen zwei Kommuikationspartner positioniert, deren Datenverkehr zwar passieren lässt, aber dabei mithört. Dabei gaukelt er oder sie jedem Gesprächsteilnehmer vor, dieser sei direkt mit dem Partner verbunden.

Besondere Obacht sei geboten, wenn in der Stadt WLAN-Netze ohne Passwortschutz anliegen: Das mutet zwar zunächst nach einer bequemen Möglichkeit an, ins Internet zu kommen. „Cyberkriminelle richten solche Netzwerke ein, um persönliche Daten der Nutzer auszuspionieren“, warnt Kaspersky.

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

Heiko Weckbrodt hat Geschichte studiert, arbeitet jetzt in Dresden als Wirtschafts- und Wissenschaftsjournalist und ist Chefredakteur und Admin des Nachrichtenportals Oiger. Er ist auch auf Facebook, Twitter und Google+ zu finden.

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