Monate: November 2015

Abb.: ICOS

ICOS misst Europas Umweltbilanz aus

Auch TU Dresden ist an Ökoforschungs-Netz beteiligt Helsinki/Dresden, 20. November 2015. Institute aus acht europäischen Ländern wollen gemeinsam ein kontinentales Überwachungssystem für Europas Umweltbilanz aufbauen. Im Fokus des „Integrated Carbon Observation System“ (ICOS ERIC) werden vor allem die Kreisläufe von Kohlenstoff und Treibhausgasen stehen, teilte das wissenschaftliche Konsortium mit. Beteiligt ist auch die TU Dresden.

Abb.: Inova

Inova zeichnet Globalfoundries als Chip-Zulieferer aus

München/Singapur, 20. November 2015. Das deutsche Autoelektronik-Unternehmen „Inova“ aus München hat den Chip-Auftragsfertiger „Globalfoundries“ mit einem Qualitätspreis („Quality Award“) ausgezeichnet. Das teilte Globalfoundries Singapur mit. Mit der Auszeichnung würdige Inova die hohe Qualität und Ausfallsicherheit der gelieferten Halbleiter.

Abb.: hw

Sachsen bleibt wirtschaftlich gespalten

Leipzig und Kreis Görlitz mit starkem BIP-Wachstum seit 2000, das Vogtland schwächelt Kamenz, 19. November 2015. Wirtschaftlich bleibt Sachsen ein in sich gespaltenes Land: Während vor allem die Großstädte und wenige Landkreise wie Görlitz seit der Jahrtausendwende ökonomisch weit überdurchschnittlich gewachsen sind, sind viele ländliche Gebiete wie etwa das Vogtland weit zurück. Das geht aus einer Aufstellung hervor, die das Statistische Landesamt im Kamenz heute veröffentlicht hat.

Nur 2 % der Seltenen Erden werden bisher recycelt. Abb.: Fraunhofer IKTS

Keramik soll strategische Rohstoffe aus Althalden filtern

Fraunhofer Dresden startet Projekt „MExEM“ Dresden/Freiberg/Aue, 19. November 2015. Dresdner Fraunhofer-Forscher wollen gemeinsam mit Partner aus der Wirtschaft neue Keramikfilter und chemische Verfahren entwickeln. Die sollen dann strategisch wichtige Rohstoffe, vor allem Seltene Erden, aus Industrieabwässern und alten sächsischen Halden im Raum Freiberg gewinnen, wie das Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme (IKTS) Dresden mitteilte, das dieses Projekt „MExEM“ koordiniert.

Korea im Fokus

Thementag in Dresden über das geteilte Land Dresden, 19. November 2015. Nord- und Südkorea stehen im Fokus eines Thementages, zu dem am 28. November die „Gedenkstätte Bautzner Straße“ in Dresden einlädt. Forscher und Filmemacher beleuchten dabei die Geschichte des asiatischen Landes während der japanischen Fremdherrschaft und nach der Teilung. Die Referate, Diskussionen und Filmvorführungen beginnen 13.30 Uhr in der ehemaligen Stasi-Bezirkszentrale Dresden. Hier das Programm:

Zu DDR-Zeiten Stahlkocher, heute Technologieleiter bei Siltronic: Rüdiger Zschoke. Foto: Zschoke, privat

Vom Stahl zum Silizium

Rüdiger Zschoke koordiniert bei Siltronic ein globales Ingenieurs-Netzwerk Freiberg, 19. November 2015. Als junger Mann, vor 35 Jahren, war Rüdiger Zschoke Stahlwerker. Er stand am Elektro-Schmelzofen in Freital nahe Dresden und entrang der über 1500 Grad heißen Glut den begehrten Werkstoff für die DDR-Industrie. Heute ist Zschoke 52 Jahre alt und dirigiert ein weltweites Netzwerk von Ingenieuren, die einen noch wertvolleren Hightech-Werkstoff veredeln: Reinstsilizium für die globale Chipindustrie. Als Linien-Technologieleiter sorgt er dafür, dass die Fabriken des deutschen Unternehmens „Siltronic“ in Freiberg, Burghausen und Singapur ganz saubere und glatt polierte Siliziumscheiben (Wafer) ausliefern. Eben so, wie es sich die Großen der Branche wünschen, damit sie auf den Scheiben dann ihre hochintegrierten Schaltkreise produzieren können.

Crystal breitet sich wie eine Seuche aus. Etwa jeder dritte User wird schon nach dem ersten Mal von der synthetischen Droge abhängig, schätzten Ärzte ein. Foto: Heiko Weckbrodt

Immer mehr Crystal-Babys

Dresdner Geburtsklinik-Direktorin Wimberger: „Crystal-Problem hat extremst zugenommen“ Dresden, 18. November 2015. Mediziner in Sachsen müssen immer häufiger Schwangere und deren Babys behandeln, die von der Synthetik-Droge Crystal abhängig sind. „Das Crystal-Problem hat extremst zugenommen“, schätzte die Gynäkologin Prof. Pauline Wimberger ein, die im Universitätsklinikum Dresden die Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe leitet. In diesem Jahr werde die Klinik wohl insgesamt rund 40 Neugeborene mit Crystal-Symptomen haben, sagte sie während einer Diskussion über „Die Droge Crystal Meth“, die der Rotary-Club „Goldener Reiter“ gestern Abend in der Dresdner „Motorenhalle“ des Vereins „riesa efau“ organisiert hatte.

"Industrie 4.0" meint meist hochautomatisierte Fabriken, in der Roboter, Maschinen, Werkstücke und Produkte durch Funkchips vernetzt und flexibel bzw. dezentral gesteuert werden. Foto: Bitkom

Wirtschaft fürchtet Cyberangriffe auf Industrie 4.0-Fabriken

Telekom: Fast 90 % der Entscheider sehen darin größtes Risiko für 4. industrielle Revolution Bonn, 17. November 2015. Fast 90 Prozent der deutschen Manager und Politiker sehen in möglichen Cyber-Angriffen das größte Risiko für die vierte industrielle Revolution für „Industrie 4.0“. Das geht aus einer Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach und vom Centrum für Strategie und Höhere Führung Bodman im Auftrag der Deutschen Telekom hervor.

Nanogummi-Forscher Dr. Amit Das. Foto: IPF

Weniger Spritverbrauch durch Nanotech-Reifen

Polymerforscher aus Dresden ausgezeichnet Dresden/San Antonio, 17. November 2015. Hochleistungsreifen-Reifen aus Nanotech-Gummi sollen in Zukunft für sparsamere und umweltfreundlichere Autos sorgen. Eine entsprechende Methode, bei der Nanopartikel in Gummi eingebracht werden, hat Dr. Amit Das vom Leibniz-Institut für Polymerforschung (IPF) Dresden entwickelt. Dafür bekommt der Wissenschaftler einen Gummi-Preis: den „Sparks-Thomas Award 2016“ der „Rubber Division“ der „American Chemical Society“ (ACS). Der mit 4000 Dollar dotierte Preis werde dem Forscher auf dem ACS Meeting im April 2016 in San Antonio in Texas, teilte das IPF mit.

Hardeware-verschlüsselter Speicher-Stick, wie er an der TU zum Transport sensibler Daten verwendet wird. Foto (freigestellt): Heiko Weckbrodt

CrypTUD: Uni Dresden führt verschlüsselte E-Mails für alle ein

Uni-Angebote für mehr Datensicherheit werden bisher zu wenig genutzt – der TU-Datenschutzbeauftragter Matthias Herber im Interview Im Zuge des Projekts „CrypTUD“ bekommen ab Anfang 2018 generell alle Studenten und Mitarbeiter der TU Dresden universitäre E-Mail-Adressen zugeteilt, die signierte und verschlüsselte Nachrichten zulassen. Diese E-Mails werden garantiert auf eigenen Uni-Servern verwaltet statt im Ausland. Das hat der TU-Datenschutzbeauftragte Matthias Herber im Interview angekündigt. „CrypTUD“ soll die Datensicherheit im universitären Alltag erhöhen und die Akzeptanz für Verschlüsselungslösungen erhöhen. Nicht zuletzt ziehen Datenschützer Matthias Herber und der IT-Sicherheitsbeauftragte Jens Syckor von der TU-Stabsstelle für Informationssicherheit damit auch Konsequenzen aus der NSA-Schnüffelaffäre und den jüngsten Entscheidungen des Europäischen Gerichtshofes, laut denen Internetdienste, die über US-Server abgewickelt werden, nicht als „sicherer Hafen“ für Daten aus Europa zu betrachten sind.

In der hochautomatisierten, vernetzten Fabrik der Zukunft (Industrie 4.0) handeln Maschinen, Roboter und Werkstücke die Fertigungsabläufe selbstständnig untereinander aus. Abb.: Silicon Germany AG

Wirtschaft rechnet mit Umsatzschub durch Industrie 4.0

Berlin, 16. November 2015. Viele Unternehmen erwarten einen Umsatzschub durch „Industrie 4.0“, also den Übergang zu hochautomatisierten, flexiblen und vernetzen Fabriken. Das geht aus einer Umfrage von „Bitkom Research“ unter 404 Geschäftsführern, Vorständen und Produktionsleitern von Unternehmen der Automobilbranche, des Maschinenbau, der chemischen Industrie sowie der Elektroindustrie hervor. Demnach erwarten 51 % der Unternehmen, die „Industrie 4.0“-Konzepte bereits einsetzen oder dies planen, dass ihre Umsätze dadurch zulegen werden.

Offenbarte zwar keine geheimen Botschaften galaktischer Prinzessinnen wie sein Bruder R2D2 aus Starwars, war aber beim Medienfestival in Dresden ein Publikumsfavorit: Der Roboter sammelte Spenden von den Festivalbesuchern ein. Konstrukteur Mirko Deutschmann hatte den künstlichen Gesellen aus Baumarkt- und Elektronikteilen gebaut. Foto (bearbeitet, freigestellt): Heiko Weckbrodt

27 % Besucherplus beim MB21-Medienfestival in Dresden

Sprecherin Mandy Ziegler„Wir sind überwältigt“ Dresden, 16. November 2015. Der Umzug in die Technischen Sammlungen Dresden (TSD) ist dem „MB21-Medienfestival“ offensichtlich gut bekommen: Rund 3800 Besucher kamen am vergangenen Wochenende zum multimedialen Spektakel in die ehemaligen Pentacon-Kamerawerke – und damit etwa ein Viertel mehr als im Vorjahr. „Wir waren überwältigt von dem Zuspruch“, schätzte Mandy Ziegler vom „Medienkulturzentrum Dresden“ ein, das das Festival mitorganisiert hatte.