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Windkraft in Deutschland und Sachsen

Die Hauptachsen heutiger Windkraftanlagen drehen sich heuet oft schon in Höhen deutlich über 100 Metern - wo oft andere Strömungen herrschen als in Bodennähe. Weil Turbinen auf höheren Masten einen deutlich höheren Energieertrag bringen, ersetzen viele Betreiber derzeit durch Repowering-Programme alte Anlagen durch größere. Foto: Bundesverband Windenergie

Die Hauptachsen heutiger Windkraftanlagen drehen sich heute oft schon in Höhen deutlich über 100 Metern., Dort herrschen oft andere Strömungen als in Bodennähe. Weil Turbinen auf höheren Masten einen deutlich höheren Energieertrag bringen, ersetzen viele Betreiber derzeit durch Repowering-Programme alte Anlagen durch größere. Foto: Bundesverband Windenergie

Berlin/Dresden, 11. August 2017. Windkraftanlagen sind eine der wichtigsten Quellen für erneuerbare Energien – vor allem in Norddeutschland. Die Masten dafür sind oft umstritten, wachsen immer mehr in die Höhe, liefern aber auch immer höhere Ausbeuten. Hier ein paar Zahlen und Fakten zur Windkraft in Deutschland und in Sachsen:

  • Anlagenbestand: deutschlandweit 27.914 Windkraftanlagen mit 48 Gigawatt Leistung (5 % mehr als vor einem Jahr).
    – davon in Sachsen: 889 Anlagen mit 1,2 GW (entspricht 2,5 % der deutschen Windkraft-Leistung)
  • Neuinstallierte Anlagen im 1. Halbjahr 2017: 790 Anlagen mit 2,2 GW Leistung
    – davon 151 ersetzte beziehungsweise aufgerüstete Anlagen („Repowering“) mit 450 MW Leistung
    – die meisten neuen Anlagen entstanden in Niedersachsen (203 Anlagen mit einer Leistung von 577 MW), gefolgt von NRW und Brandenburg. Sachsen kommt auf Platz 13 (gemessen an der Leistung aller neuinstallierten Windanlagen).
  • Was ist Repowering? Weltweit ersetzen derzeit viele Betreiber ihre Windkrafträder der ersten Generation durch neue Anlagen. Oft setzen sie dabei auf leistungsstärkere Generatoren und höhere Masten (100 bis 200 Meter) mit mehr Windertrag. Dieses „Repowering“ (deutsch: Kraftsteigerung) führt oft zu einer Verdreifachung der Leistung am jeweiligen Standort.

    Seit 1980 haben sich die Nabenhöhen von Windkraftanlagen vervierfacht. Quelle: Bundesverband Windenergie

    Seit 1980 haben sich die Nabenhöhen von Windkraftanlagen vervierfacht. Quelle: Bundesverband Windenergie

  • Masthöhe wächst: Waren frühe Windkraftanlagen in den 1980er Jahren oft nur 30 bis 50 Meter hoch, liegt die durchschnittliche Nabenhöhe heutiger Windkraftanlagen in Deutschland bei 127 Metern. Hintergrund: In Höhen der 100 Meter bläst der Wind meist stärker, zudem haben dort kleinere Bodenhindernisse wie Häuser oder Bäume nur noch wenig Wirkung auf den Wind.

(Stand: Sommer 2017)

1 Kommentare

  1. Danke für den Beitrag!
    Hab mal eine nette Formulierung gelesen, als es um die Begründung einer Repowering-Aktion ging. Da wurden in der Windschneise einer Anlage weitere Anlagen gebaut, und es hieß: Da es in Deutschland den Straftatbestand des Windklaus nicht gibt, müssen wir repowern.

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