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Infineon-Geschäfte schwächeln

Abb.: Infineon

Abb.: Infineon

Neubiberg/Dresden, 31. Januar 2013: Eine schwache Chip-Nachfrage aus der Automobil- und Sicherheitsbranche und der allgemeinen Industrie, aber auch der schwächelnde Dollar vermiesen dem deutschen Halbleiterhersteller Infineon die Geschäfte. Im vergangenen Quartal machte das Unternehmen nur noch 851 Millionen Euro Umsatz, zehn Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Der Gewinn fiel um 80 Prozent auf 19 Millionen Euro. Das teilte Konzernvorstand Reinhard Ploss heute mit.

Das Ergebnis entspreche in etwa den Erwartungen, betonte Ploss. Die jüngsten Sparmaßnahmen würden greifen. Und die Börsianer sahen das ähnlich: Die Infineon-Aktie bewegte sich sogar im Plus, die Analysten hatten wohl schlechtere Werte erwartet. Für das aktuelle Quartal erwartet Infineon nun leicht steigende Umsätze, für das gesamte Geschäftsjahr 2013 (Herbst 2012 bis Herbst 2013) einen Umsatzrückgang von fünf bis zehn Prozent.

Um die rückläufige Nachfrage auszugleichen, hatte Ploss einigen Konzernstandorten in den vergangenen Monaten Kurzarbeit verordnet. Das hatte die Chipwerke in Dresden zwar nicht betroffen, hier wurden aber zunächst geplante Erweiterungen der 200-Millimeter-Linien auf Kupferbasis aufgeschoben. Der Ausbau des neuen 300-mm-Werkes für Leistungshalbleiter geht weiter, allerdings etwas gebremst. In Dresden beschäftigt Infineon rund 2000 feste Mitarbeiter und 180 Leiharbeiter. Heiko Weckbrodt

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