Alle Artikel mit dem Schlagwort: Universität

Hardeware-verschlüsselter Speicher-Stick, wie er an der TU zum Transport sensibler Daten verwendet wird. Foto (freigestellt): Heiko Weckbrodt

CrypTUD: Uni Dresden führt verschlüsselte E-Mails für alle ein

Uni-Angebote für mehr Datensicherheit werden bisher zu wenig genutzt – der TU-Datenschutzbeauftragter Matthias Herber im Interview Im Zuge des Projekts „CrypTUD“ bekommen ab Anfang 2018 generell alle Studenten und Mitarbeiter der TU Dresden universitäre E-Mail-Adressen zugeteilt, die signierte und verschlüsselte Nachrichten zulassen. Diese E-Mails werden garantiert auf eigenen Uni-Servern verwaltet statt im Ausland. Das hat der TU-Datenschutzbeauftragte Matthias Herber im Interview angekündigt. „CrypTUD“ soll die Datensicherheit im universitären Alltag erhöhen und die Akzeptanz für Verschlüsselungslösungen erhöhen. Nicht zuletzt ziehen Datenschützer Matthias Herber und der IT-Sicherheitsbeauftragte Jens Syckor von der TU-Stabsstelle für Informationssicherheit damit auch Konsequenzen aus der NSA-Schnüffelaffäre und den jüngsten Entscheidungen des Europäischen Gerichtshofes, laut denen Internetdienste, die über US-Server abgewickelt werden, nicht als „sicherer Hafen“ für Daten aus Europa zu betrachten sind.

Sachsens Hightech-Gründer leiden unter Risikokapital-Lücken. Foto: Heiko Weckbrodt

Jeder Uni-Prof wirbt im Schnitt 255.000 Euro Drittmittel ein

Drei Unis aus Sachsen in Top 10 Wiesbaden, 11. November 2015. Rechnet man den Sonderfall „medizinische Einrichtungen“ heraus, hat jeder deutsche Universitäts-Professor im Jahr 2013 durchschnittlich 255.000 Euro Drittmittel aus der Industrie oder anderen Quellen eingeworben. Das waren fünf Prozent mehr als im Vorjahr. Dies hat das Statistische Bundesamt (Destatis) in Wiesbaden heute mitgeteilt.

Ein Ko-Chirurg sitzt während der OP die ganze Zeit am Patienten und beim Roboter, um dort einzugreifen, wo der Roboter an seine Grenzen stößt. Foto: Heiko Weckbrodt

„Der Roboter macht hier gar nichts selbstständig“

Die Fortschritte der Mikroelektronik machen hochpräzise Eingriffe möglich, bei denen der Arzt bis zu sechs Roboterarme fernsteuert – seit 2006 setzt auch das Uniklinikum Dresden solche OP-Roboter ein Dresden. Der OP-Saal ist angenehm temperiert, vom heißen, hellen Sommertag draußen dringt kaum etwas durch die Fenster hinein. Kleine Scheinwerfer leuchten Tische mit blitzenden Instrumenten und Geräte mit bunten Anzeigen aus. Das Innere eines pochenden rosa Brustkorbs füllt einen großen Flachbildschirm in Augenhöhe aus. Doch die sieben Männer und Frauen in ihren blauen Kitteln haben kaum einen Blick dafür, schauen konzentriert auf Sinuskurven – und den übermannshohen Roboter in der Mitte des Saals, der mit seinen sechs Armen über dem OP-Tisch thront. „Saugen!“, befiehlt eine Stimme aus dem Hintergrund. Sie kommt von Professor Jürgen Weitz und der sitzt ganz hinten in der Ecke. Er hat sich über die Sichtfenster eines Terminals gebeugt. „Die Falte bitte etwas zur Seite drehen!“ Ein zweiter Chirurg direkt neben dem OP-Tisch greift zu seinen Instrumenten, hilft dort aus, wo der Roboter nicht so richtig herankommt. Auf dem Monitor erscheint ein Greifer, der …

Auch Nanoelektronik-Professor Dr. Oliver G. Schmidt (vorn) wird im Nanomembran-Zentrum forschen. Foto: Christian Schenk, TU Chemnitz

TU Chemnitz bekommt Nanomembran-Zentrum

33 Millionen Euro teurer Komplex soll 2016 fertig sein Chemnitz, 28. August 2015. Innovative Nano-Membranen, die dünnere und biegsame Elektronik und Sensoren ermöglichen, wollen Forscher der Technischen Universität Chemnitz in einem neuen „Zentrum für Materialien, Architekturen und Integration von Nanomembranen“ (MAIN) entwickeln. Der sächsische Finanzminister Georg Unland (CDU) legte heute den Grundstein für das 33 Millionen Euro teure Gebäude an der Rosenbergstraße.

Tatiana Sandoval-Guzman (l.) aus Mexiko und Dipyjoti Deb aus Indien forschen und leben in Dresden. Sie spürt im CRTD Selbstheilungskräften von Lurchen nach, er konstruiert am cfaed Computerchips aus Silizium-Nanoröhrchen. Und TU-Rektor Hans Müller-Steinhagen ist überzeugt: Von der Expertise solcher internationalen Spezialisten kann Dresden gar nicht genug bekommen. Foto: Heiko Weckbrodt

TU Dresden: In Zukunft jede vierte Vorlesung auf Englisch

Rektor will mehr Studienfächer auf die lingua franca der Neuzeit umstellen Dresden, 4. Juni 2015. Professor Hans Müller-Steinhagen macht ernst mit der geforderten stärkeren Internationalisierung und der Zweisprachigkeit in Dresden: Der Rektor will, dass Vorlesungen, Seminare und andere Veranstaltungen für 20 bis 25 Prozent aller Studiengänge an der TU Dresden durchweg in Englisch gehalten werden. Nicht gleich morgen, aber doch in naher Zukunft. Betreffen werde das vor allem Masterstudiengänge in den Natur-, Ingenieur- und Lebenswissenschaften, aber auch Wirtschafts- und Jura-Fächer, kündigte der TU-Rektor heute an. Er habe den Fakultäten bereits entsprechende Zielvorgaben gemacht.

Die natürliche Ressource Wasser soll einer der neuen Forschungs-Schwerpunkte der TU Dresden werden. Foto: Heiko Weckbrodt

TU Dresden stürzt sich auf Software und Wasser

Uni baut zwei neue Forschungsschwerpunkte neben Mikroelektronik und Biomedizin auf Dresden, 20. Mai 2015. Um sich als Hort exzellenter Forschung kerniger zu profilieren, wird die TU Dresden zusätzlich zur Mikroelektronik und Biomedizin nun zwei weitere Forschungsschwerpunkte aufbauen: Software-Entwicklung und Wasser-Ressourcenforschung. Das hat Prof. Hans Müller-Steinhagen anlässlich seiner Wiederwahl als TU-Rektor angekündigt. Er will damit die Chancen der Uni verbessern, auch in der nächsten milliardenschweren Verteilrunde von Bundes-Exzellenzfördergeldern zum Zuge zu kommen.

Mit einem Welcome-Center und anderen Aktivitäten versucht die TU Dresden seit Jahren, internationalen Studenten und Forschern das Gefühl zu geben, in Dresden willkommen zu sein. Doch die Pegida-Demos haben diese Bemühungen stark zurückgeworfen, warnt Rektor Prof. Hans Müller-Steinhagen. Foto: Heiko Weckbrodt

Pegida-Effekt: Spitzenforscher wollen TU Dresden verlassen

Dresden, 20. Mai 2015. Mit Blick auf die Demonstrationen der asylkritischen Pegida-Bewegung, eine wachsende „verbale und physische Gewalt gegen ausländische und ausländisch aussehende“ Studenten und Uni-Mitarbeiter sowie die „gefühlte Ausländerfeindlichkeit“ in Dresden haben mehrere Spitzenwissenschaftler damit gedroht, die TU Dresden zu verlassen. Das teilte Uni-Rektor Prof. Hans Müller-Steinhagen heute mit. Es handele sich hier nicht um vage Annahmen, sondern um „konkrete Ansagen“, betonte der Rektor auf Oiger-Anfrage. Namen nannte er allerdings nicht.

Sachsens Hightech-Gründer leiden unter Risikokapital-Lücken. Foto: Heiko Weckbrodt

Nur jedes 3. öffentliche Unternehmen legt Manager-Bezüge offen

Wirtschaftsforscher der Uni Leipzig mahnen nach Studie nun Transparenz-Debatte in Sachsen an Leipzig/Dresden, 27. April 2015: Die meisten öffentlichen Unternehmen in Deutschland veröffentlichen nicht, welche Gehälter sie ihren Managern zahlen – obwohl sie letztlich im Regelfall durch Steuern, Abgaben beziehungsweise Gebühren der Bürger finanziert werden. Das geht aus einer Studie von Wirtschaftswissenschaftlern der Universität Leipzig hervor. Demnach informiert kaum ein Drittel der 320 untersuchten Stadtwerke, Nahverkehrsbetriebe, kommunalen Krankenhäuser und anderen öffentlichen Betrieben öffentlich über ihre Manager-Gehälter.

Befristete Stellen sind für wissenschaftliche Mitarbeiter an Hochschulen nicht die Ausnahme, sondern die Regel. Foto: TUD/Eckold, Montage: hw

Die dauerbefristete Uni

Wanka-Appell: Länder sollen Bafög-Millionen für mehr unbefristete Uni-Wissenschaftler einsetzen Dresden, 18. April 2015: Bundesforschungsministerin Johanna Wanka (CDU) hat an die Bundesländer appelliert, die jüngst vom Bund bereitgestellte Bafög-Milliarde für mehr unbefristete Wissenschaftler-Stellen an den Unis und Hochschulen zu verwenden. „Befristete Projektstellen wird es immer geben und sie sind in vielen Fällen auch sinnvoll“, betonte Wanka in dieser Woche während einer CDU-Veranstaltung in Dresden. „Aber inzwischen ist das Verhältnis zwischen befristeten und unbefristeten Stellen an den Unis aus der Balance geraten.“

Blick auf das Hörsaalzentrum und den Beyerbau-Turm der TU Dresden. Foto: Foto: TUD/Eckold

CDU-Ulbig will Pegida-Institut an TU Dresden

OB-Kandidat plädiert zudem für Wohnungsbau auf dem Uni-Campus Dresden, 15. April 2015. Der christdemokratische Kandidat Markus Ulbig will Wissenschaft zur Chefsache machen, wenn er als Oberbürgermeister gewählt wird. Das hat der Politiker heute auf einer von der CDU organisierten Diskussionsveranstaltung über den „Wissenschaftsstandort Dresden“ im Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik (IWU) in der sächsischen Landeshauptstadt angekündigt. Er sprach sich in diesem Zusammenhang einerseits für eine Art Pegida-Institut an der TU Dresden aus, andererseits für Wohnungsbau auf dem Hauptcampus der Uni. Er könne sich 500 bis 1000 neue Wohnungen dort vorstellen.

Für ihre Studie über Zivilisationskrankheiten wie Diabetes und Krebs haben die LIFE-Forscher Bioproben von 21.500 Leipzigern genommen. Foto: Uni Leipzig

4 % haben womöglich unentdeckte Diabetes

Sachsen will für Leipziger Großforschungsprojekt an Zivilisationskrankheiten weitere 5 Millionen Euro geben Leipzig, 8. April 2015: Etwa vier Prozent der Bevölkerung könnten eine bisher noch nicht erkannte Diabetes (Zuckerkrankheit) in sich tragen. Darauf weisen erste Auswertungen von Datensätzen hin, die das Leipziger Forschungszentrum für Zivilisationserkrankungen (LIFE) in den vergangenen sechs Jahren erhoben hat.

Hat ein "Multitasking"-fähiges "Arbeitsgedächtnis": das Gehirn. Abb.: MPI-CBS

Bauplan-Gene für Gehirn gefunden

Über 30.000 Hirn-Scans ausgewertet – Dresdner Mediziner koordinierten Teil der Forschung Dresden, 22. Januar 2015: Das internationale Forscherkonsortium „ENIGMA“ hat fünf Gene identifiziert, die mutmaßlich entscheidende Baupläne für die Größe des menschlichen Gehirns enthalten. Das teilte das Universitätsklinikum Dresden mit, das an dem Projekt beteiligt ist. Die Wissenschaftler hoffen, dadurch die molekularen Grundlagen psychiatrischer Erkrankungen entschlüsseln und letztlich neue Therapien entwickeln zu können.

3D-Modell eines CPCR-Rezeptor-Moleküls. Abb.: S. Jähnichen, Wikipedia, CC1-Lizenz, Public Domain

Bioschalter gegen Nervenkurzschlüsse gefunden

Leipziger Biochemiker „reparieren“ bei Zebrafischen Isoliermantel um Nervenbahnen Leipzig, 16. Januar 2015: Leipziger Biochemiker haben Mechanismen entschlüsselt, die gefährliche „Kurzschlüsse“ im menschlichen Gehirn und Nervensystem unterbinden. Ihre Rezeptorforschungen könnten vielleicht im Kampf gegen „Multiple Sklerose“, Adipositas (Fettleibigkeit) einige Krebsarten und angeborene Fettleibigkeit helfen. Die „Deutsche Forschungsgemeinschaft“ (DFG) hat zwei Millionen Euro zugesagt, um diese neuen Ansätze in Leipzig, Erlangen, Würzburg und Main in den nächsten drei Jahren genauer zu untersuchen, teilte die Uni Leipzig heute mit.

Die Bergakadmie und Uni Freiberg ist seit 250 Jahren eng mit den Geschicken der Stadt Freiberg verflochten. Foto: Uni Freiberg

Freiberg ist jetzt Universitätsstadt

Innenminister verleiht mittelsächsischer Kommune Ehrentitel Freiberg, 11. Januar 2014: Die Bergakademie Freiberg existiert zwar schon seit 250 Jahren und ist damit die – laut eigenen Angaben – „älteste montanwissenschaftliche Hochschule der Welt“. Doch erst seit heute darf sich das mittelsächsische Freiberg auch „Universitätsstadt“ nennen: Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU) verlieh der Kommune nun zum Auftakt des Jubiläumsjahrs offiziell diesen Beinamen.

Auch humanoide Roboter lassen sich mit den Mindstorms-Baukästen bauen - ganz billig sind sie jedoch nicht. Abb.: Lego

Roboter erlegen Mammuts

Rund 400 Studenten zur Eurobot in Dresden erwartet Dresden, 1. Juni 2014: Ein recht ungewöhnliches Szenario haben sich die Organisatoren des Roboterwettbewerbs „Eurobot“ für das Finale Anfang Juni in Dresden ausgedacht: Rund 400 Studenten aus 21 Ländern werden darum wetteifern, wessen Roboter am Besten in der Welt der urzeitlichen Jäger und Sammler zurecht kommt. Die künstlichen Intelligenzien müssen dabei ein Mammut mit Speeren und Netzen jagen, Feuer machen und Früchte von einem Baum pflücken.