Alle Artikel mit dem Schlagwort: Simulation

Die Überlebenden von "This War of mine" können nun eine größere Hausruine nach Essen und Feuerholz durchforsten. Abb.: BSF/11 Bit

„This War of Mine“-Patch: Jetzt wählen wir die Überlebenden aus

In der ungewöhnlichen Überlebens-Simulation „This War of mine“, die die zivilen Opfer des Krieges in den Mittelpunktes stellt, kann der Spieler nun auch die Startbedingungen beeinflussen: Das polnische Entwicklerstudio „11-Bit-Studios“ hat einen Patch (digitales Pflaster) nachgeschoben, durch den man zum Beispiel nun auswählen kann, welche Gruppe von Zivilisten man durch die Kriegswirren leiten will.

Hätten wir nur unsere Antibiotika weggegeben: Katja ist gestorben. Abb.: BSF

„This War of Mine“: Krieg aus Sicht der zivilen Opfer

In der schockierenden PC-Simulation geht’s ums nackte Leben Stellt ein Videospiel Krieg in den Mittelpunkt, ist das Muster meist klar: Wummen sammeln, Abzug durchdrücken und soviel Feinde wie möglich umnieten. Nicht so „This War of Mine“: Diese ungewöhnliche und auf eine ganz andere Art harte Simulation zeigt Krieg aus der Perspektive der Opfer, der Zivilisten, die in all dem Getöse der Militärs nur eines wollen: Überleben!

Der Dresdner Professor Roger Grundmann hat nach der Emeritierung neue Forschungspfade eingeschlagen. Foto: TUD/UJ/Eckold

Mit „Roger’s Code“ in 14 Stunden 140 Millionen Jahre zurück

Dresdner Luftfahrt-Prof sattelt im Ruhestand auf Urzeit um – und gilt nun in Australien als Simulations-Star Dresden/Bannewitz/Sydney, 6. August 2014: Was macht ein Professor, wenn er „emeritiert“ wird (auf professorisch soviel wie: In Rente gehen, seine Verdienste genießen)? Rasenmähen? Bunte Falter für eine private Schmetterlingssammlung erlegen? Täglich übers Fernsehprogramm nörgeln? Nicht Roger Grundmann: Ein Arbeitsleben lang berechnet der Luftingenieur Flugzeuge, Instrumente und Turbomaschinen, baut an der TU Dresden das Institut für Luft- und Raumfahrttechnik mit auf, wird mit 65 mit wohlklingenden Worten verabschiedet. Doch statt sich am wohlverdienten Ruhestand zu laben, setzt er sich 2008 an sein Notebook daheim in Bannewitz. Und fängt noch mal ganz von vorne an. Er schreibt und recherchiert, programmiert und liest sich in immer neue Fachgebiete ein – und am Ende steht ein Computerprogramm, das das Rad der Zeit um 140 Millionen Jahre zurückdreht, ihm im Ausland einen phänomenalen Ruf einbringt. „In Australien nennt man mein Programm nur noch ,Roger’s Code’“ berichtet der heute 71-Jährige. „Die Australier hoffen wohl, damit Erdöl und andere Bodenschätze zu finden.“

Grafik-Hirne schauen in Sterne und Schmelzen

Dresden ist Hochburg in Europa für GPU-Computing Dresden, 17. Dezember 2013: Immer mehr Forscher weltweit setzen GPU-Supercomputer ein, um zu simulieren, welche Prozesse sich zum Beispiel in kosmischen schwarzen Löchern, in glühend heißen Schmelzen oder im Verkehrschaos urbaner Metropolen abspielen – und Dresden zählt in dieser noch jungen Disziplin zu den Hochburgen in Europa. Das hat Physiker Michael Bussmann vom Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) eingeschätzt, der selbst solch eine darauf spezialisierte Nachwuchsforscher-Gruppe leitet. International mische Sachsen da ganz vorne mit, betonte er.

Dresdner TU-Forscher wollen neue Hightech-Werkstoffe errechnen

Zentrum für computergestützte Materialforschung gegründet Dresden, 26. Dezember 2013: Nanowissenschaftler, Informatiker, Chemiker und weitere Forscher haben gestern – wie angekündigt – im Zeuner-Bau der TU Dresden das „Dresden Center for Computational Materials Science“ (DCCMS) gegründet. Dieses Zentrum für computergestützte Materialforschung soll durch Rechnersimulationen neuartige Werkstoffe für die deutsche Industrie der Zukunft erkunden.

TU Dresden sucht mit Computerhilfe nach neuen Werkstoffen

DNA trifft Graphen: Uni gründet Exzellenzzentrum DCCMS Dresden, 20. November 2013: Als weiteren Baustein ihrer Exzellenz-Strategie richtet die TU Dresden in der kommenden Woche ein neues Zentrum für computergestützte Materialwissenschaft ein. Die Uni-Leitung will durch das „Dresden Center for Computational Materials Science“ (DCCMS) Dresdens Ruf als eine europäische Forschungs-Hochburg für innovative Werkstoffe ausbauen. Finanziert wird das auf zunächst vier Jahre ausgelegte Zentrum durch einen Teil der Exzellenz-Fördergelder, die der Bund der TU Dresden zugesprochen hatte.

IBM setzt für Supercomputer auf Nvidias Grafikkraft

Denver, 19. November 2013: IBM will in seine Supercomputer künftig verstärkt Tesla-Grafikprozessoren von Nvidia einsetzen statt klassische Rechenprozessoren. So sollen die Funktionen der Tesla-Prozessoren – die eigentlich für Grafikkarten entwickelt wurden – in IBMs nächste Prozessorgeneration „Power8“ integriert werden, wie Nvidia und IBM heute zur Supercomputer-Konferenz in Denver mitteilten.

Junge Rossendorfer simulieren kosmische Hochenergie-Spucke

Rekordverdächtige Computerrechnung für Bell-Preis nominiert Manchmal wirken Wolken am Himmel ganz seltsam, als ob ein Kind dort spiralige Wellen malen würde. Was einfach aussieht, ist das Produkt komplizierter Prozesse, bei denen zwei Strömungen aufeinandertreffen und eine „Kelvin-Helmholtz-Instabilität“ erzeugen. Die entsteht auch, wenn sich Meer und Wind zu Gischt vereinen. Selbst auf dem Riesenplaneten Saturn haben Astronomen solche Formationen ebenfalls schon ausgemacht.

Franzosen spielen Apollo-Mondmission unterm Mittelmeer nach

Marseille, 11. September 2013: Französische Astronauten der europäischen Raumfahrtbehörde ESA haben auf dem Grund des Mittelmeers die Mondmission von Neil Armstrong und Buzz Aldrin nachgespielt – als Unterwasser-Simulation. 44 Jahre nach der echten Apollo-11-Reise zum Mond übernahmen Jean-François Clervoy und Hervé Stevenin die Rollen der früheren NASA-Astronauten.

Menschlicher Verstand in Silizium: „Human Brain Project“ berichtet auf Supercomputerkonferenz ISC

Leipzig/Lausanne/Dresden, 21. Februar 2013: Das europäische Forschungsvorhaben „The Human Brain Project“, das mit milliardenschwerer EU-Förderung den menschlichen Verstand im Computer simulieren und schließlich zu gehirnähnlichen Silizium-Chips führen soll (Der Oiger berichtete), wird ab sofort seine Fortschritte jährlich auf der Supercomputerkonferenz ISC vorstellen. Das kündigte Prof. Martin Meuer vom ISC-Organisationskomitee an. Der federführende Neurowissenschaftler Henry Markram von der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne will das Projekt erstmals auf der ISC 2013 am 18. Juni in Leipzig präsentieren.

„Stellarium“: Luxus-Planetarium für daheim

Die Zeiten, in denen man den Gang den Sterne nur mit sauteuren Zeiss-Planetarien simulieren konnte, sind vorbei: Die Fortschritte der Digitaltechnik erlauben heute kosmische Projektionen mit Heimmitteln, die zwar nicht die Brillanz eines echten Optik-Planetariums erreichen, aber doch deutlich über bloße Astro- und Alien-Show-Effekte hinaus gehen. Per „Erweiterter Realität“ (Augmented Reality) ermöglichen inzwischen sogar Computertelefone planetariums-ähnliche Projektionen. Wer es ein bisschen anspruchsvoller und genauer braucht, kann derweil auf Gratis-Programme wie „Stellarium“ zugreifen, die recht komplexe, realistische und vor allem auch mit Beamer-Technik koppelbare Simulationen des Sternenhimmels hergeben.

Europäische Forscher wollen Gehirn simulieren – TU Dresden macht mit

Brüssel/Dresden, 29. Januar 2013: Die EU-Kommission will zwei „Flaggschiff“-Forschungsprojekte mit je einer Milliarde Euro innerhalb von zehn Jahren fördern. Besonders ambitioniert ist das „Human Brain Project“, das mit einem ähnlichen Projekt von IBM konkurriert: Dabei wollen 250 Wissenschaftler aus 23 Ländern das menschliche Gehirn mit künstlicher Hard- und Software simulieren. Ein zweites Projekt widmet sich dem „Wundermaterial“ Graphen, das härter als Stahl ist und schneller als Silizium rechnen kann. An beiden sind auch Dresdner Forscher beteiligt.

Mondnazi-Simulation „Iron Sky – Invasion“: Die Reichsflugscheiben greifen wieder an

Wer geglaubt hat, der Angriff der Mond-Nazis sei im April durch das US-Kriegsraumschiff „G. W. Bush“ abgeschmettert worden, hat sich gründlich geschnitten: Die Reichsflugscheiben rasen wieder gen Erde und setzen in der Weltraum-Simulation „Iron Sky – Invasion“ die bizarre Story der finnischen Nazi-Groteske „Iron Sky“ fort. Mit an Bord sind unter anderen die süße Fascho-Erdexpertin Renate Richter (Julia Dietze) und die beliebt-unfähige US-Präsidentin, die so verdächtig der Tea-Party-Anführerin Sarah Palin ähnelt. Und da macht es doch gleich doppelt so viel Spaß, als Erdverteidiger mit Lasern und Raketenwerfern in Kosmo-Zeppeline und „Walküre“-Ufos bei Wagner-Musik reinzuholzen.