Alle Artikel mit dem Schlagwort: R&D

Deutsche Großunternehmen investieren besonders viel in Innovationen im Europa-Vergleich. Grafik: Zuse

Deutsche Konzerne investieren am meisten in Innovationen

Frankreich auf Platz 2 Berlin, 8. September 2020. Die deutsche Wirtschaft und speziell die Großunternehmen investieren im Europa-Vergleich besonders viel in Forschung und Entwicklung (FuE). Darauf hat die Zuse-Gemeinschaft wirtschaftsnaher Forschungsinstitute hingewiesen. Sie stützt sich dabei auf Daten der europäischen Statistikagentur „Eurostat“ und die EU-Studie EU R&D Scoreboard. “Deutschland nimmt bei Forschung und Entwicklung in der Europäischen Union eine Spitzenposition ein, nicht nur weil es der einwohnerreichste Mitgliedstaat ist, sondern auch, weil seine Großunternehmen hierzulande stark in Sachen Innovationen unterwegs sind”, betonen die Zuse-Autoren. “Augenfälligstes Beispiel ist Volkswagen mit jährlichen FuE-Ausgaben von rd. 13,6 Milliarden Euro.”

Zeiss arbeitet auch an Mikroelektronik-Zukunftstechnologien - hier eine EUV-Lithographie-Optik. Foto: Zeiss

Halbleiter-Branche kurbelt Forschung wieder an

Prognose: Weltweite FuE-Ausgaben in der Mikroelektronik steigen künftig um 4,4 Prozent pro Jahr. Scottsdale, 3. März 2020. Wegen wachsender technologischer Herausforderungen wird die Halbleiter-Branche in den nächsten Jahren deutlich mehr in Forschung und Entwicklung (FuE) investieren als zuletzt üblich. Das hat das Marktforschungs-Unternehmen „IC Insight“ aus Scottsdale in den USA prognostiziert. Demnach werden die FuE-Ausgaben der Mikroelektronik-Unternehmen weltweit um durchschnittlich 4,4 Prozent pro Jahr zulegen. Zum Vergleich: In den Jahren 2014 bis 2019 stiegen die Forschungsausgaben im Schnitt nur um 3,9 Prozent pro Jahr.

Laborräume im neuen Zentrum für Radiopharmazeutische Tumorforschung. Foto. Frank Bierstedt, HZDR

Sachsen geben mehr für Forschung aus

Insgesamt 3,4 Milliarden Euro investiert Dresden, 4. August 2019. Die Sachsen haben im Jahr 2017 mehr Geld für Forschung und Entwicklung (FuE) ausgegeben als im Vorjahr. Das hat das sächsische Wirtschaftsministerium mitgeteilt. Minister Martin Dulig (SPD) stützt sich dabei auf einen neuen Länder-Vergleich durch das statistische Bundesamt (Destatis) in Wiesbaden.

Das Archivbild zeigt einen Taxtifahrer, der das Taxameter Botax 80 aus dem WTZK Dresden testet. Foto: WTZK / VEB Taxi Dresden, Repro: Heiko Weckbrodt

WTZK Dresden: Vom Militär-Fahrtrainer bis zum Taxi-Bordrechner

Ein Forschungsbrüter für den DDR-Kraftverkehr im Überblick Dresden, 29. Januar 2019. Die Forschungslandschaft der DDR war weit weniger monolithisch, als sie gelegentlich im Rückblick erscheint: Zwischen der Grundlagenforschung in den Unis und in der Akademie der Wissenschaften auf der einen Seite und den anwendungsnahen Entwicklungsabteilungen der Kombinate gab es mit den „Wissenschaftlich-technischen Zentren“ eine Zwischenschicht. Diese Zentren erledigten jeweils für eine ganze Branche der DDR-Wirtschaft Forschungsprojekte, für die die einzelnen Betriebe keine Ressourcen hatten. Zu diesen besonderen Einrichtungen gehörte auch das „Wissenschaftlich-Technisches-Zentrum des Kraftverkehrs“ (WTZK) in Dresden, das als Volkseigener Betrieb (VEB) organisiert war. Dessen Arbeit haben Andreas Kretschmer und Eberhard Treufeld inzwischen dokumentiert, auf diese Ausarbeitungen sowie Zeitzeugenberichte stützt sich auch dieses Kurzporträt.

Die Tesla-Prozessoren von Nvidia werden heute in KI-Anwendungen eingesetzt. Foto: Nvidia

6 % mehr Ausgaben für Mikroelektronik-Forschung

F/E-Investitionen auf knapp 36 Milliarden Dollar gestiegen Scottsville, 19. Februar 2018. Die zehn besonders forschungslastigen Mikroelektronik-Unternehmen weltweit haben im Jahr 2017 insgesamt rund 35,9 Milliarden Dollar (28,9 Milliarden Euro) für Forschung und Entwicklung (F/E) ausgegeben – sechs Prozent mehr als im Vorjahr. Das geht aus einem Bericht des US-amerikanischen Marktforschungs-Unternehmens „IC Insights“ aus Scottsville hervor.

Koalition will anscheinend Steuerförderung für Industrieforschung

Berlin, 24. November 2013: Mittelständische Unternehmen, die in Forschung und Entwicklung investieren, sollen künftig diese Ausgaben künftig direkt von der Steuer absetzen können. Dies planen anscheinend Koalitions-Verhandlungspartner von CDU/CSU und SPD, wie aus einer (positiven) Stellungnahme des deutschen Hightech-Verbandes „Bitkom“ in Berlin hervorgeht. Eine solche steuerliche F/E-Förderung, wie in anderen Staaten bereits praktiziert, um die Innovationskraft der Wirtschaft zu steigern, hatte der „Bitkom“ bereits in der Vergangenheit gefordert.

High-Tech-Firmen setzen in Forschung zunehmend auf Leih-Ingenieure

DIS-Analyse: Industrie im Raum Dresden generiert hohe Nachfrage für Zeitarbeit Dresden, 7. Mai 2013. Hochtechnologie-Unternehmen setzen in wachsendem Maße hochqualifizierte Leiharbeiter ein, um Entwicklungsprojekte voranzutreiben. Das geht aus einer Analyse der Zeitarbeitsfirma DIS AG für die Region Dresden hervor. Generell ist laut dieser Auswertung die Industrie-Nachfrage für Zeitarbeiter derzeit groß. Auch daher fällt das Job-Wachstum im Leiharbeiter-Segment stärker aus als im klassischen Arbeitsmarkt.

Forschungsausgaben in Chipindustrie auf Rekordniveau

Scottsdale/Dresden, 5. September 2012: Die weltweiten Ausgaben der Halbleiterindustrie für Forschung und Entwicklung (F/E) werden in diesem Jahr voraussichtlich ein Rekordniveau von 53,4 Milliarden Dollar (42,4 Milliarden Euro) erreichen. Das hat das US-amerikanische Marktanalyse-Unternehmen „IC Insight“ in Scottsdale/Arizona errechnet. Relativ zum Umsatz kommen die F/E-Ausgaben damit einen Anteil von 16,2 Prozent – dies liegt weit über dem Niveau der Gesamtwirtschaft und auch deutlich über den sieben bis acht Prozent Umsatzanteil, der noch in den 1970er und 80ern in der Chipbranche üblich waren.

Deutsche Hightech-Firmen investieren und forschen mehr

Berlin, 31. August 2012: Die informationstechnologische und Telekommunikationsbranche (ITK) in Deutschland weitet ihre Investitionen und ihre Entwicklungsaktivitäten weiter aus. So haben im vergangenen Jahr 75 Prozent aller ITK-Firmen investiert (Vorjahr: 70 Prozent) und in diesem Jahr wollen die viele Unternehmen ihre Kapitalausgaben noch mal steigern. Das hat der Hightechverband “Bitkom” anhand einer Umfrage der KfW-Bankengruppe ermittelt.

Cluster können Technologie-Konzerne nicht ersetzen

“Silicon Saxony”: Verbünde können dennoch “selbstverstärkende Wachstumseffekte” auslösen Dresden, 27.6.2012. Forschungs- und Firmenverbünde wie die Cluster „Cool Silicon“, „Silicon Saxony“ oder „Solar Valley“ in Mitteldeutschland werden die Schlagkraft großer Technologiekonzerne in den USA und Asien nicht erreichen. Dennoch können sie helfen, die Innovationsschwäche der kleinteiligen ostdeutschen Industrie zu überwinden und für „selbstverstärkende Wachstumseffekte“ sorgen. Das haben Forscher, Unternehmer und Politiker heute auf dem „Silicon Saxony“-Tag in Dresden eingeschätzt.