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Deutsche Konzerne investieren am meisten in Innovationen

Deutsche Großunternehmen investieren besonders viel in Innovationen im Europa-Vergleich. Grafik: Zuse

Deutsche Großunternehmen investieren besonders viel in Innovationen im Europa-Vergleich. Grafik: Zuse

Frankreich auf Platz 2

Berlin, 8. September 2020. Die deutsche Wirtschaft und speziell die Großunternehmen investieren im Europa-Vergleich besonders viel in Forschung und Entwicklung (FuE). Darauf hat die Zuse-Gemeinschaft wirtschaftsnaher Forschungsinstitute hingewiesen. Sie stützt sich dabei auf Daten der europäischen Statistikagentur „Eurostat“ und die EU-Studie EU R&D Scoreboard. “Deutschland nimmt bei Forschung und Entwicklung in der Europäischen Union eine Spitzenposition ein, nicht nur weil es der einwohnerreichste Mitgliedstaat ist, sondern auch, weil seine Großunternehmen hierzulande stark in Sachen Innovationen unterwegs sind”, betonen die Zuse-Autoren. “Augenfälligstes Beispiel ist Volkswagen mit jährlichen FuE-Ausgaben von rd. 13,6 Milliarden Euro.”

72,1 Milliarden Euro in FuE investiert

Demnach hat die deutsche Wirtschaft im Erhebungsjahr 2018 rund 72,1 Milliarden Euro in Innovationen investiert, die französische Wirtschaft landete mit 33,9 Milliarden Euro auf Rang 2 und Großbritannien mit 28,5 Millionen Euro auf Rang 3. Die Unterschiede zwischen den Zahlen aus der Studie und von Eurostat erklären sich daraus, dass die Studienautoren nur besonders große Unternehmen berücksichtigten. Eurostat andererseits schlug nur die FuE-Ausgaben einem Land zu, die dort wirklich getätigt worden – die Budgets internationaler Großkonzerne, die zum Beispiel in Irland stark vertreten sind, flossen nicht ein.

Unternehmen aus USA und EU besonders innovationsfreudig – aber auch Chinas Konzerne rücken auf

Generell weißt die Studie besonders starke Innovationsausgaben in europäischen Ländern und in den USA aus. Insgesamt berücksichtigt die Untersuchung 2500 Unternehmen mit den höchsten FuE-Ausgaben weltweit – mit insgesamt 823,4 Milliarden Euro Forschungsinvestitionen. „Dazu gehören 551 EU-Unternehmen mit einem Anteil von 25 %, 769 US-Unternehmen mit 38 %, 318 japanische Unternehmen mit 13 %, 507 chinesische Unternehmen mit 12 % und 355 aus dem Rest der Welt mit 12 %“, heißt es da – was auch zeigt: China ist längst nicht mehr nur ein Plagiator, wie oft gesagt, sondern auch ein Innovator.

Autor: hw

Quelle: Zuse, EU-Studie