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Sachsen geben mehr für Forschung aus

Laborräume im neuen Zentrum für Radiopharmazeutische Tumorforschung. Foto. Frank Bierstedt, HZDR
Laborräume im neuen Zentrum für Radiopharmazeutische Tumorforschung in Dresden-Rossendorf. Foto. Frank Bierstedt, HZDR

Insgesamt 3,4 Milliarden Euro investiert

Dresden, 4. August 2019. Die Sachsen haben im Jahr 2017 mehr Geld für Forschung und Entwicklung (FuE) ausgegeben als im Vorjahr. Das hat das sächsische Wirtschaftsministerium mitgeteilt. Minister Martin Dulig (SPD) stützt sich dabei auf einen neuen Länder-Vergleich durch das statistische Bundesamt (Destatis) in Wiesbaden.

FuE-Ausgaben um sechs Prozent gewachsen

Demnach legten die FuE-Ausgaben im Freistaat um sechs Prozent beziehungsweise 200 Millionen Euro auf insgesamt 3,4 Milliarden Euro zu. Die freie Wirtschaft brachte etwa 1,48 Milliarden Euro auf, die Hochschulen gaben dafür rund 960 Millionen Euro aus, die die staatlichen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen etwa ebenso viel.

Gemessen am Bruttoinlandsprodukt legten die FuE-Quote von 2,7 auf 2,78 Prozent zu. Sachsen nimmt damit eine führende Position in Ostdeutschland ein, abgesehen von Berlin. Zum Vergleich: In Sachsen-Anhalt lag diese FuE-Quote im gleichen Jahr bei 1,49 Prozent, in Thüringen waren es 2,19 Prozent, in Brandeburg 1,68 Prozent und in Meck-Pomm bei 1,79 Prozent.

Auf ganz andere Werte kommt die alten Bundesländer: Baden-Württemberg  investiert 5,64 Prozent seiner Wirtschaftskraft in die Forschung und Entwicklung, in Bayern sind es 3,09 Prozent und in Berlin3,41 Prozent.

Minister: Sachsen soll zu führenden Standort in Europa werden

„Damit kommen wir unserem Ziel immer näher, den Freistaat Sachsen zu einem in Wirtschaft und Wissenschaft führenden Standort in Europa zu entwickeln“, kommentierte Wirtschaftsminister Dulig die Entwicklung. Dies sichere Beschäftigung im Land und die Wettbewerbsfähigkeit der sächsischen Wirtschaft.

Vor allem Entwicklungsausgaben der Wirtschaft hinken Westen hinterher

Bereits in der Vergangenheit hatte die sächsische Regierung über die Hochschulen, die Forschungsförderung und andere Instrumente im ostdeutschen Vergleich recht viel in FuE investiert. Allerdings lagen und liegen die FuE-Ausgaben der Wirtschaft noch immer auf einem niedrigerem Niveau als im Westen und Süden Deutschlands: auch 30 Jahre nach der Wende dominieren im Osten und auch in Sachsen eher die ganz kleinen Betriebe, deren FuE-Aktivitäten mit den Forschungsabteilungen großer Dax-Konzerne kaum zu vergleichen sind.

Autor: hw

Quelle: SMWA

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger