Alle Artikel mit dem Schlagwort: Lithium

Am Fraunhofer-Keramikinstitut IKTS in Dresden fertigt eine Pilotlinie neue Elektroden für Lithium-Batterien. Foto: Fraunhofer IKTS

Fraunhofer Dresden eröffnet Batteriezentrum am Erfurter Kreuz

Land Thüringen schießt 13,5 Millionen Euro für die Ansiedlung zu Erfurt/Dresden/Arnstadt, 10. Juli 2020. Das Fraunhofer-Keramikinstitut IKTS aus Dresden hat am Erfurter Autobahnkreuz in Arnstadt ein neues „Batterie-Innovations- und Technologie-Center“ (BITC) eröffnet. Die Wissenschaftler wollen dort Technologien für eine möglichst energieeffiziente und ressourcenschonende Batterieproduktion in Deutschland entwickeln. Die Landesregierung in Erfurt hat den Dresdnern über 13,5 Millionen Euro zugeschossen, damit die die Forschungsstätte in Thüringen statt in Sachsen einrichten.

Batteriezell-Markt weiter fest in chinesischer Hand

IDTechEx warnt: Überangebot besteht teils aus Batterien, die für Elektroautos ungeeignet sind Cambridge, 13. April 2020: Auch wenn sich große Konzerne wie LG, CATL und Samsung seit Monaten mit immer neuen Ankündigungen neuer Batterie-Fabriken in Europa überbieten: Der Markt für Batteriezellen, die jeder Auto-Akku braucht, ist und bleibt auf absehbare Zeit fest in asiatischer Hand. Das geht aus der Analyse „Li-ion Batteries 2020-2030“ des englischen Marktforschungs-Unternehmens IDTechEx aus Cambridge hervor. „Trotz der Eile, Lithium-Ionen-Kapazitäten in Europa aufzubauen, befinden sich über 50 Prozent der Zellproduktion in China und wird von chinesischen Unternehmen kontrolliert, was die wichtige Rolle des Landes unterstreicht“, haben die Analysten ausgerechnet.

Am Fraunhofer-Keramikinstitut IKTS in Dresden fertigt eine Pilotlinie neue Elektroden für Lithium-Batterien. Foto: Fraunhofer IKTS

Mehr Kraft für deutsche Batterien

Im Projekt „Kasili“ entwickelt Fraunhofer Dresden neue Elektroden für mehr Energiedichte Dresden, 11. November 2019. Künftige Elektrofahrzeuge sollen mit einer Batterieladung bis zu 700 Kilometer weit fahren, Smartphones deutlich seltener aufgeladen werden. Mit diesem Ziel vor Augen wollen deutsche Wissenschaftler nun in der „Forschungsfabrik Batterie“ neuartige Batterien entwickeln, die bei gleichem Volumen mindestens 70 Prozent mehr Energie für Elektrofahrzeuge und Smartphones speichern können als herkömmliche Lithium-Ionen-Lösungen. Im Teil-Projekt „Kasili“ (Strukturmechanische Kathodenadaption für Silizium- und Lithiumwerkstoffe) steuern Experten aus Dresden Schlüsselkomponenten für diese neue Batterie-Generation bei. Die Forscher von Fraunhofer, TU Dresden und Leibniz arbeiten dafür seit dem 1. November 2019 gemeinsam an innovativen Batterie-Elektroden mit hauchdünnen Silizium- oder Lithiumschichten. Die Federführung hat das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) übernommen.

Projektmanager Thomas Dautert prüft die Einschub-Akkus im Batterie-Großspeicher der Drewag in Dresden-Reick. "Notfalls könnten wir damit einen Vier-Personen-Haushalt 200 Tage lang mit Strom versorgen", sagt er. Foto: Heiko Weckbrodt

Batteriespeicher zu teuer für die Energiewende

IDTechEx: Thermo- und Pumpspeicher sind weit billiger Cambridge, 14. Oktober 2019. Netzschwankungen sind eine besonders schwer beherrschbare Nebenwirkung der „Energiewende“: Da Solarkraftwerke nur bei Tageslicht und Windkraftwerke nur bei windigem Wetter liefern, speisen sie Strom viel unstetiger in die Netze ein als Kohle- oder Kernkraftwerke. Hinzu kommt, dass zum Beispiel Offshore-Windkraftparks viel Energie liefern, die großen Verbraucher in Deutschland aber eher im Süden liegen. Um Stromlieferspitzen auszugleichen, setzen einige Versorger auf Großbatterien der Megawatt-Klasse. Doch nüchtern durchgerechnet, ist das eine eher teure Variante – viele klassische Technologien sind weit preiswertere Speicher. Darauf hat das Technologiemarkt-Forschungsunternehmen „IDTechEx“ aus Cambridge hingewiesen.

Die Designskizze zeigt den geplanten Audi Aicon. Er soll das erste autonom fahrende Elektroauto des Konzerns werden. Foto: Audi

125.000 Tonnen Batterie-Rohstoff Lithium liegen im Erzgebirge

Deutsche Lithium GmbH stellt Erkundungsergebnisse vor Zinnwald/Freiberg, 8. November 2018. Im deutschen Teil des Erzgebirges bei Zinnwald lagern rund 125.000 Tonnen des Batterie-Metalls Lithium unter der Erde. Das haben Erkundungen der ehemaligen Solarworld-Tochter „Deutsche Lithium GmbH Freiberg“ ergeben, wie das Sächsische Oberbergamt heute mitgeteilt hat.

Lithium-Schwefel-Energiespeicher und andere Batterien mit hoher Energiedichte sind ein Forschungsschwerpunkt am Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) Dresden, an dem Kaskel auch tätig ist. Foto: Fraunhofer IWS

Höllischer Schub fürs Elektroauto

Fraunhofer-Ingenieure aus Dresden entwickeln Schwefel-Batterien für mehr Reichweite Dresden, 27. Juli 2018. Um Elektroautos mehr Reichweite und Raumschiffen mehr elektrische Lebenszeit zu geben, setzen sächsische Fraunhofer-Forscher auf Schwefel. Genauer gesagt: Die Ingenieure am Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) Dresden haben besonders leistungsstarke Batterien aus den Elementen Lithium und Schwefel entwickelt, außerdem besonders preiswerte Energiespeicher aus Natrium und Schwefel. Einige davon kommen in der Raumfahrt zum Einsatz, um Satelliten, die sehr lange im lichtlosen Erdschatten umhergondeln, den Energietod zu ersparen.

Batteriezelle von Litarion, die später zu kompletten Batterien gestapelt werden. Die Zellen der Kamenzer galten zwar - ähnlich wie die von Li-tec - als hochwertig, aber wirtschaftlich waren sie nicht erfolgreich genug. Foto: Litarion.

Aus für Batteriefirma Litarion in Kamenz

Insolvenzverwalter kündigt 120 verbliebenen Mitarbeiten Kamenz, 11. Mai 2018. Aus der Traum von der kompletten Batterieproduktion von A bis Z in Sachsen: In der pleite gegangenen Litarion GmbH in Kamenz geht nun endgültig das Licht aus. Die letzten 120 Mitarbeiter bekommen in den nächsten Tagen ihre Kündigungen. Das hat Insolvenzverwalter Rüdiger Wienberg heute angekündigt. „Für die Beschäftigten, die bis zuletzt gehofft hatten, ist das natürlich eine herbe Enttäuschung“, betonte Wienberg. „Allerdings lässt das Insolvenzrecht hier keinen Handlungsspielraum.“ Traum von eigener Auto-Batterieproduktion von A bis Z “Made in Germany” gescheitert Damit ist der Versuch, in Deutschland eine komplette Wertschöpfungskette in Konkurrenz zu den dominierenden Anbietern aus Asien aufzubauen, fürs erste gescheitert. Dahinter hatte die Idee gestanden, vor allem die deutsche Autoindustrie unabhängiger von Samsung, Panasonic und LG zu machen. Die Vorgeschichte: Litarion war ursprünglich Teil des – 2006 mit großen Hoffnungen gegründeten – Gemeinschaftsunternehmen „Li-Tec“ von Daimler und Evonik gewesen. Als Evionik bei Li-Tec ausstieg, entstand 2007 die Litarion GmbH. Diese stellte zunächst als Tochter des Evonik-Energiekonzerns in Kamenz nördlich von Dresden Elektroden und Separatoren für …

Liacon setzt für seine Batterien auf Lithium-Titanat-Polymer-Zellen. Foto: Liacon

Liacon startet Mitte 2018 neue Batteriefabrik in Sachsen

Unternehmen investiert rund 50 Millionen Euro in Ottendorf-Okrilla Ottendorf-Okrilla/Itzehoe, 18. April 2018. Der Stromspeicher-Hersteller Liacon aus Itzehoe in Schleswig-Holstein will Mitte 2018 mit der Produktion von Lithium-Titanat-Polymer-Batterien in einer neuen Fabrik in Ottendorf-Okrilla nördlich von Dresden beginnen. Das Unternehmen hatte bereits angekündigt, bis zu 160 Mitarbeiter zu beschäftigen und rund 50 Millionen Euro in ein aufgekauftes Werks-Gelände zu investieren. Offizielle Baustart war im März 2018.

Geophysikalische Messungen untertage. Foto: GeoSax / Olaf Hellwig

Geosax: Mit Schall und EM-Feldern auf Schatzsuche

Unis Freiberg und Chemnitz beauftragen Jungforscher damit, Erz in der Tiefe aufzuspüren Freiberg, 5. April 2018. Sächsische Geologen wollen Lithium, Kupfer, Zinn und andere Metalle künftig mit Tönen und elektromagnetischen Feldern im Boden ausfindig machen. Dazu haben die Bergakademie Freiberg und die TU Chemnitz eine gemeinsame „Geosax“-Nachwuchsforschergruppe eingerichtet. Die fünf jungen Wissenschaftler sollen neueste Technologien aus der Erdölsuche sowie Computermodelle für die Erzfahndung nutzbar machen. Das hat heute die Bergakademie Freiberg mitgeteilt.

Fraunhofer-Testproduktion von neuartigen Batterien - darunter auch Lithium-Schwefel-Speicher - in Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Fraunhofer testet Schwefelbatterien-Produktion mit Laser

30 % mehr Energiedichte in Batterien der nächsten Generation Dresden, 5. November 2017. Elektroautos wie auch Notebooks und Smartphones verwenden heute meist Lithium-Ionen-Batterien als Energiespeicher. Als mögliche Nachfolge-Technologie gelten Lithium-Schwefel-Batterien. Erste Muster kommen auf fast ein Drittel Prozent mehr Speicherdichte. Das heißt, die speichern bei gleichem Gewicht rund 30 Prozent mehr Energie – wobei da noch Spielraum nach oben ist, glaubt man den Experten. Dresdner Fraunhofer-Forscher haben nun ein lasergestütztes Verfahren entwickelt, um Elektroden für diese neuen Batterien hochautomatisiert zuzuschneiden.

Die Lithiumverbindung Lithiumcarbonat. Foto: Bergakademie Freiberg

Freiberger saugen Lithium aus Alt-Akkus

Neues Verfahren gewinnt strategisch wichtigen Industrierohstoff für die Energiewende Freiberg, 18. Mai 216016. Forscher der Bergakademie Freiberg haben ein Verfahren entwickelt, um das begehrte Energiespeicher-Metall Lithium sowohl aus zerkleinerten Alt-Akkus wie auch aus dem Glimmerstein Zinnwaldit zu gewinnen, das im sächsischen Erzgebirge recht häufig zu finden ist. Laut Uni Freiberg kann durch diese Technologie das Vorprodukt Lithium-Karbonat zu konkurrenzfähigen Preisen wiedergewonnen werden.

Professor Michael Stelter und sein Team haben eine eigentlich schon lange bekannte Batterie-Technik mit Keramik-Hightech so weiterentwickelt, dass diese Salz-Nickel-Batterien zu einem preiswerten Energiespeicher für den Massenmarkt werden könnten. Foto (bearbeitet): Heiko Weckbrodt

„Missing Link für die Energiewende”

Fraunhofer-Forscher aus Sachsen und Thüringen entwickeln leistungsstarke Billig-Batterie – und hoffen nun auf Giga-Fabrik in Mitteldeutschland Dresden, 3. Februar 2016. Fraunhofer-Forscher aus Sachsen und Thüringen haben eine alte Batterie-Technik mit modernen Keramiktechnologien zu einem besonders preisgünstigen Energiespeicher weiterentwickelt. Und diese verbesserte Salz-Nickel-Batterie könnte viele Zwischenspeicher-Probleme mit Solar- und Windkraftanlagen in Deutschland lösen, ist Professor Michael Stelter vom Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme (IKTS) Dresden überzeugt: „Das könnte der Missing Link, also das fehlende Glied für unsere Energiewende sein“, sagt er.

Abb.: IAV GmbH

1000 km Reichweite für Elektroauto avisiert

Ingenieure wollen Chassis als Energiespeicher nutzen Dresden, 13. Januar 2016. Auf bis zu 1000 Kilometer Reichweite soll eine neue Generation Elektroautos kommen, in denen Batterien mit hoher Energiedichte direkt ins Chassis integriert werden. Dies ist eines der Ziele des Entwicklungs-Projekts „EMBATT“, in dem sich das Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme (IKTS) Dresden, die thyssenkrupp System Engineering GmbH und die IAV GmbH zusammengeschlossen haben und das die Projektpartner heute in Dresden vorgestellt haben.

Vor dem Aus: Li-Tec in Kamenz war die einzige deutsche Fabrik für Lithium-Akkuzellen. Fotos (modifiziert): Litec, Montage: hw

Daimler schließt Ende 2015 Batteriezellen-Werk Li-Tech in Kamenz

Großteil der Mitarbeiter soll zu ACCUmotive wechseln Kamenz, 17. November 2014: Der Autokonzern „Daimler“ wird die Batteriezellen-Fertigung für Elektroautos in seinem Tochterunternehmen „Li-Tec“ in Kamenz voraussichtlich im Dezember 2015 einstellen und das Werk schließen. Einen entsprechenden „Spiegel“-Bericht bestätigte Daimler-Sprecher Matthias Krust auf Oiger-Anfrage.

Verbraucherzentrale warnt vor „Brandsatz“ Lithium-Batterie

Explodierende Knopfzelle setzte Speisekammer in Sachsen in Brand Leipzig, 26. Oktober 2014: Alte Lithium-Batterien und -Akkus, wie sie allerorten in Handys, Uhren, Laptops und Hörgeräten eingesetzt werden, können wie Brandbomben wirken, hat die sächsische Verbraucherzentrale aus aktuellem Anlass gewarnt: Bei einer Familie aus Sachsen war kürzlich eine alte Lithium-Zelle explodiert und hatte die Speisekammer in Brand gesetzt.