Alle Artikel mit dem Schlagwort: Flüchtlinge

Die meisten ostdeutschen Maschinenbau-Unternehmer können sich vorstellen, Flüchtlinge einzustellen. Viele sind sich jedoch unsicher, wie es um die fachlichen und Sprachkenntnisse der Einwanderer bestellt ist. Foto: Rittal GmbH

Ostdeutsche Maschinenbauer uneins über Flüchtlings-Jobs

84 % können sich vorstellen, Einwanderer einzustellen – wenn es Hilfe vom Staat gibt Leipzig, 27. Oktober 2015. So richtig sicher sind sich die ostdeutschen Maschinenbau-Unternehmer noch nicht, was sie mit den Flüchtlingen anfangen sollen, die in den vergangenen Monaten nach Deutschland gekommen sind: 84 Prozent können sich prinzipiell vorstellen, künftig Asylbewerbern einzustellen oder Lehrstellen zu geben – wenn der Staat hilft und „berufsbezogene Sprachkurse sowie spezielle Ausbildungs-, Berufsvorbereitungs- und Integrationsprogramme“ auflegt. Aber nur die Hälfte der Betriebs-Chefs glaubt, dass die Flüchtlinge zur Fachkräftesicherung des eigenen Unternehmens beitragen können. Dies teilte der Branchenverband „VDMA Ost“ mit und berief sich dabei auf eine Umfrage unter seinen 350 Landesverbands-Mitgliedsunternehmen.

Seit 1. Januar 2015 gilt in Deutschland ein Mindestlohn von 8,50 je Stunde - mit einigen Übergangs- und Ausnahmereglungen. Foto (bearbeitet): Heiko Weckbrodt

Ifo-Chef Sinn: Mindestlohn für Zuwanderer absenken

Grund: Zu viele geringe Qualifizierte unter Flüchtlingen München, 13. September 2015. Um die in Deutschland eintreffenden Flüchtlinge mit Jobs zu versorgen, sollte der erst zu Jahresbeginn eingeführte Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde abgesenkt werden. Das hat Hans-Werner Sinn, der Chef des Wirtschaftsforschungs-Instituts ifo aus München in der „Wirtschaftswoche“ gefordert.

Dresdens amtierender OB Dirk Hilbert. Abb.: LHD Dresden

OB Hilbert: Dresden muss sich international öffnen, Flüchtlinge brauchen Jobs

Dresden, 3. September 2015. Mehr Offenheit nach außen, mehr Internationalität hat der neue Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) als zentrale Aufgabe für Dresden mit Blick auf die eintreffenden Flüchtlinge formuliert. Wichtig sei es auch, für die Asylbewerber Sprachkurse, Arbeits- und Ausbildungsmöglichkeiten zu schaffen, um sie „in unser gesellschaftliches Leben besser zu integrieren“.

Abb.: Freistaat Sachsen

Heime überfüllt: Sachsen richtet Notunterkünfte ein

Turnhalle in Schneeberg und Polizeigebäude in Görlitz werden eilends für Flüchtlinge hergerichtet Schneeberg/Görlitz, 6. Februar 2015: Weil weit mehr Flüchtlinge als erwartet nach Sachsen gekommen sind, hat die Landesdirektion Sachsen kurzfristig zwei Notunterkünfte in Schneeberg und Görlitz eingerichtet, da die Asylbewerber sonst im Freien schlafen müssten.

Frank Richter, der Direktor der sächsischen Landeszentrale für politische Bildung. Foto: Heiko Weckbrodt

Behörden mitschuld am Hass der Pegidisten

Landeszentralen-Direktor Richter macht emotionale Angst-Traumata, ostdeutsche Transformation und Sturheit von Politikern mitverantwortlich für Anti-Flüchtlings-Reflexe Dresden, 31. Dezember 2014: Für die völlig aus dem Ruder gelaufene Asyldebatte und den „Pegida“-Zulauf in Dresden sind Angst-Traumata aus dem ostdeutschen Transformationsprozess, ein Versagen örtlicher Verwaltungsvertreter sowie kulturelle Missverständnisse mitverantwortlich. Das hat Frank Richter, der Direktor der sächsischen Landeszentrale für politische Bildung, eingeschätzt. Zugleich kündigte er neue Versuche für einen Dialog mit der – im Tenor fremdenfeindlichen – „Pegida“-Bewegung („Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“) an.

In Syrien ist die Winterversorgung der kriegsgebeutelten Menschen nicht gesichert, warnt arche noVa. Foto: arche noVa

Hilfsorganisation „arche noVa“: 2014 war humanitäres Katastrophenjahr

Dresdner Helfer schlagen wegen dramatischer Lage in Syrien Alarm Dresden, 30. Dezember 2014: Als ein „humanitäres Katastrophenjahr“ hat die Dresdner Hilfsorganisation „arche NoVa“ das Jahr 2014 eingestuft. Weil es keine spektakulären „neuen“ Naturereignisse wie seinerzeit das Erdbeben in Haiti gegeben habe, seien die menschlichen Tragödien aus andauernden Konflikten und nachwirkenden Katastrophen etwas aus dem Blickpunkt der Öffentlichkeit geraten. Tatsächlich aber sei der Hilfebedarf größer denn je: „Nie zuvor waren die Herausforderungen, vor denen humanitäre Helfer stehen, so groß wie im Moment“, schätzte „arche noVa“-Vorstand Sven Seifert ein.