Alle Artikel mit dem Schlagwort: ESMC

Früher hat TSMC immer nur Fabriken in Asien - hier die Fab16 in China - betrieben. Inzwischen stehen auch Chipwerke in Japan, den USA und in Deutschland auf der Agenda. Abb.: TSMC

TSMC will auch feinere Chipstrukturen in Dresden fertigen

Taiwanesen planen auch Schaltkreise der Generation N16 Amsterdam/Dresden, 15. Mai 2024. Der taiwanesische Branchenprimus TSMC wird in seiner ersten europäischen Chipfabrik in Dresden voraussichtlich auch Schaltkreise mit etwas feineren Strukturen fertigen als zunächst angenommen – nämlich bis hinunter zur 16-Nanometer-Generation statt nur 28 nm. Das geht aus einem Hintergrundpapier hervor, das der Halbleiter-Auftragsfertiger während eines „TSMC European Technology Symposium“ in Amsterdam verteilt hat. Darin heißt es, die eigens für die Dresdner Fabrik gegründete Tochtergesellschaft „ESMC“ sei als „strategische Zusammenarbeit“ mit Bosch, Infineon und NXP zu verstehen, durch die TSMC seine europäischen Kunden mit „N28- und N16-Prozesstechnologien“ beliefern wolle.

Vor allem die modernen 300-mm-Fabriken von TSMC sind stark ausgelastet. Foto: TSMC

Dresden schmiedet regionales Bündnis für TSMC-Halbleiterfabrik

Umland-Kommunen sollen helfen, Bedarf zuziehender Chipexperten an Wohnungen, Schulen, Kitas und Kultur zu decken Dresden/Radebeul, 11. April 2024. Damit der Aufschwung der sächsischen Mikroelektronik nicht an sich selbst erstickt, will Dresden ein Bündnis mit den Umland-Kommunen und -kreisen schmieden. Ziel: Mit Blick auf die neuen Chipfabriken von TSMC, Infineon, Jenoptik und anderen Technologie-Unternehmen sollen im Speckgürtel der Landeshauptstadt Zehntausende neue Wohnungen, aber auch Kitas, Schulen und andere Infrastrukturen für die zuziehenden Halbleiter-Fachkräfte sowie deren Familien entstehen. Eigens dafür hat die sächsische Staatsregierung heute rund 120 Bürgermeister, Landräte und andere regionale Akteure zu einer TSMC-Standortkonferenz nach Radebeul einladen.

Früher hat TSMC immer nur Fabriken in Asien - hier die Fab16 in China - betrieben. Inzwischen stehen auch Chipwerke in Japan, den USA und in Deutschland auf der Agenda. Abb.: TSMC

Bosch hat TSMC-Ansiedlung in Dresden nachgeholfen

Europäischer Partner hat Interesse der Taiwanesen auf Sachsen hingelenkt Dresden, 18. November 2023. Bei der Ansiedlung des taiwanesischen Chipriesens TSMC in Dresden hat eines der europäisches Partner-Elektronikunternehmen als Vermittler agiert. Das hat Amtsleiter Steffen Rietzschel von der Wirtschaftsförderung Dresden auf konkrete Anfrage während einer Podiumsdiskussion „Taiwan comes to Dresden“ des „Marketing Club Dresden“ bestätigt. Auf konkrete Nachfrage wollte er nicht dementieren, dass es sich dabei um Bosch gehandelt hatte – im Sinne einer indirekten Bestätigung.