Alle Artikel mit dem Schlagwort: Entdeckung

Kosmische Wiege für riesiges Planetensystem entdeckt

Sternbild Hydra, 31. Januar 2013: Das europäische Weltraumobservatorium „Herschel“ hat die mögliche Geburtsstätte eines riesigen Planetensystems entdeckt, das sich nach kosmischen Maßstäben gleich „um die Ecke“ von unserer Sonne befindet. Das teilten ESA und NASA mit. Dabei handelt es sich um eine proto-planetare Gas- und Staubscheibe, die sich um den Stern „TW Hydrae“ dreht, 176 Lichtjahre von der Erde entfernt. Diese Scheibe hat nach Einschätzung der Astrophysiker das Zeug, um bis zum 50 Riesenplaneten der Jupiter-Klasse zu „gebären“. Zum Vergleich: Unsere Sonnensystem hat (ohne Pluto) acht Planeten, darunter nur vier Riesen.

Gewaltige Ölvorkommen im Pferdekopf-Nebel entdeckt

Kosmische Raffinerie spaltet Kohlenwasserstoff-Moleküle Sternbild Orion/Pico del Veleta, November 2012: Astronomen haben riesige Mengen Erdöl entdeckt, die ganze Ozeane füllen können. Leider befinden sich die Vorräte zu weit weg, um damit unsere Energieprobleme zu lösen: Nämlich rund 1300 Lichtjahre von der Erde entfernt im Pferdekopfnebel im Sternbild Orion. Und das Öl wabert anscheinend nicht nur einfach vor sich hin, vielmehr ist der Pferdekopfnebel wohl auch eine Art kosmische Ölraffinerie, wo durch energiereiche Strahlen naher Sterne die Wasserstoff-Kohlenstoff-Verbindungen stetig aufgespalten werden, wie die Max-Planck-Gesellschaft mitteilte.

ESA-Astronauten finden neues insektoides Leben

Sardinien, 24. November 2012: ESA-Astronauten haben neues Leben entdeckt und auf die Erdoberfläche gebracht. Es handelt sich (Tätäh!) – um eine Wasserassel, wie die ESA nun mitteilte. Die fanden die Kosmonauten aber nicht im All, sondern tief unter der Erde: Bei einem einwöchigen Höhlentraining (“CAVE 2012”) unter der italienischen Insel Sardinien, wo die europäische Raumfahrtagentur ESA ihre Astronauten auf den beengten Multikulti-Einsatz auf der Internationalen Raumstation ISS vorbereitet.

Kurz nach dem Urknall geboren: Astronomen entdecken Uralt-Galaxis

Washington, 15. November 2012: Mit Hilfe einer riesigen kosmischen Gravitationslinse und der Weltraum-Teleskope „Hubble“ und „Spitzer“ der NASA haben Astronomen jetzt die wohl älteste und am weitesten von der Erde entfernte Galaxis entdeckt, die bisher gesichtet wurde: Der Sternenhaufen mit dem prosaischen Katalognamen „MACS0647-JD“ ist 13,3 Milliarden Jahre alt und wurde demnach – nach kosmischen Maßstäben – „kurz nach dem Urknall“ geboren, als das Universum gerade einmal 420 Millionen Jahre alt war. Zudem ist diese Galaxis – ebenfalls wieder nach astronomischen Maßstäben – mit weniger als 600 Lichtjahren* Durchmesser ein regelrechter Winzling und zeigt uns damit wohl eine Kindheitsform von Galaxien. Zum Vergleich: Unsere Milchstraße misst über 100.000 Lichtjahre im Durchmesser.

Astronomen entdecken erdähnlichen Planeten

Teams aus Hertfordshire, Dresden und Göttingen an Fund beteiligt Hertfordshire/Dresden, 8. November 2012: Astronomen der Unis Hertfordshire, Dresden und Göttingen haben 40 Lichtjahre von uns entfernt im Sternbild “Maler” einen halbwegs erdähnlichen Planeten entdeckt. Das teilte die TU Dresden mit. Der Planet umkreist seinen Stern mit dem lyrischen Namen “HD 40307” innerhalb der “habitablen Zone”, was heißt: In einem Abstand zu seiner Sonne, der flüssiges Wasser und letztlich Leben ermöglicht.

Zweite Erde „gleich um die Ecke“ entdeckt

Alpha Centauri/Erde, 17. Oktober 2012: Astronomen der europäischen Südsternwarte „ESO“ haben einen spektakulären Fund gemacht: Sie haben einen Exo-Planeten mit erdähnlicher Größe gefunden und zwar – nach kosmischen Maßstäben – gleich vor unserer Haustür: Der Planet umkreist den sonnenähnlichen Stern Alpha Centauri B. Dieser ist Teil des Drei-Sonnen-Systems „Alpha Centauri“, das nur 4,3 Lichtjahren von uns entfernt und damit das erdnächste Sternensystem ist.

CERN-Antwortmaschine findet Hinweis auf Higgs-Boson

Genf, 4.7.2012: Ist die große (letzte?) Frage nach dem Universum und dem ganzen Rest jetzt endlich beantwortet? Der weltweit größte Protonen-Beschleuniger „LHC“ unter dem europäischen Teilchenphysikzentrum CERN bei Genf ist nun jedenfalls möglicherweise dem Ursprung von Masse und Materie auf die Spur gekommen: Wie die Max-Planck-Gesellschaft (MPG) heute mitteilte, haben zwei der Groß-Detektoren am LHC, nämlich „ATLAS“ und „CMS“ eventuell das Higgs-Boson entdeckt, für dessen Suche die milliardenschwere Forschungsanlage vor allem gebaut worden war. Laut dem Standardmodell der Physik soll das bisher nicht nachgewiesene Higgs-Boson Träger eines Feldes sein, das das gesamte Universum durchzieht und Materie erst Masse verleiht – statt einer Energiehölle nach dem Urknall also die Welt, wie wir sie kennen, hervorgebracht hat.