Alle Artikel mit dem Schlagwort: Cloud

Programmieren und entwickeln im Ambiente einer ehemaligen Maschinenfabrik - und wer will, darf auch von zu Hause aus arbeiten: Das Sofware-Entwicklungszentrum SID von VW nach dem Umzug in die Universellen Werke Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

VW-Softwarezentrum in Dresden wächst

Entwickler für Rechnerwolken, Roboterlehrer und das neue, digitale Produzieren sind in die Universellen Werke umgezogen Dresden, 7. Juni 2022. Weil seine Aufgaben und Teamstärke seit der Gründung 2018/2019 deutlich gewachsen sind, ist das Dresdner Entwicklungszentrum von Volkswagen von der gläsernen Manufaktur mittlerweile in die „Universellen Werke Dresden“ umgezogen. Von einer kleinen Startmannschaft ist das Zentrum mittlerweile auf 50 Beschäftigte expandiert und soll in den nächsten Jahren auf etwa 80 Köpfe weiterwachsen. Das hat Uwe Wieland mitgeteilt, der das „Software Innovation Development“-Zentrum (SID) in der sächsischen Landeshauptstadt leitet.

Programmieren über den Dächern von Dresden: In der ehemaligen Maschinenfabrik "Universelle Werke" haben sich die kollaborativen Kreativen für einen "Thin[gk]athon" breit gemacht. Foto: Smart Systems Hub

Roboter und Cloud überwachen „Made in Germany“-Niveau im Karosseriebau

HTW-Team löst Zeiss-Herausforderung aus dem Automobilbau beim Denkmarathon des Smart Systems Hub Dresden Dresden, 5. Mai 2022. Bei einem viertägigen Denk- und Entwicklungsmarathon in den Universellen Werken Dresden haben 25 Programmierer, Elektronikspezialisten und andere Tüftler neue Lösungen gefunden, um die bei diesen Qualitätskontrollen eingesetzten Methoden und generierten Datenströme nachhaltiger, effizienter und auch branchenübergreifend zu nutzen. Organisator dieses „Thin[gk]athons“ war der Smart Systems Hub Dresden. Die konkrete Herausforderung samt Preisgeldern hatte diesmal die Zeiss Digital Innovation (ZDI) ausgelobt.

Produktions-Neustart für die Elektrogolfs in der gläsernen Volkswagen-Manufaktur Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Kreative Lösungen für Autospalte gefragt

Zeiss hat 2000 Euro für Schwarmteams ausgeschrieben, die binnen 3 Tagen eine automatische Qualitätskontrolle konzipieren Dresden, 9. April 2022. Kaum etwas ist ärgerlicher für den Käufer eines Autos, wenn er sich für deutsche Qualitätsarbeit entschieden hat und dafür auch etwas mehr Geld auf den Tisch gelegt hat – und dann hängen womöglich beim neuen Wagen die Türen leicht schief und die Heckklappe sieht aus, als ob sie von einem ganz anderen Fahrzeug notdürftig ummontiert wurde. Deshalb legen hiesige Autohersteller auch so großen Wert auf genau definierte, millimeter-schmale Spalte zwischen allen Bauteilen, damit das Fahrzeug gleich auf den ersten Blick Wertigkeit ausstrahlt. Um diese Qualitätskontrolle schon in der Fabrik stärker als bisher zu automatisieren, hat das Dresdner Unternehmen „Zeiss Digital Innovation“ für Hightech-Tüftler nun eine Herausforderung – neudeutsch „Challenge“ genannt ausgeschrieben: Binnen drei Tagen soll ein spontan gebildetes Team in einem sogenannten „Thin[gk]athon“ eine Lösung und einen Demonstrator für die „Spalt-Bündigkeitsmessung im Karosseriebau“ entwickeln. Das hat der „Smart Systems Hub“ Dresden mitgeteilt, der solche Schwarm-Entwicklungsprojekte bereits seit geraumer Zeit organisiert.

Sensoren und KIs sollen durch "Vorausschauende Wartung" dafür sorgen, dass Straßenbahnen in Sachsen künftig seltener ausfallen und Wartungskosten sparen. Foto: DVB

Industrie 4.0 für Sachsens Straßenbahnen

Vorausschauende Überwachung durch Sensoren soll Ausfallquote und Kosten der Verkehrsbetriebe senken Dresden/Leipzig, 30. März 2022. Moderne „Industrie 4.0“-Technologien sollen in Dresden und Leipzig künftig dafür sorgen, dass die Straßenbahnen seltener ausfallen, drohende Gleisschäden prophylaktisch behoben werden können und die Wartungskosten für die Verkehrsbetriebe spürbar sinken. Das geht aus einer Ankündigung der Technischen Universität Dresden (TUD) hervor.

Speziell gesichertes Cloud-Rechenzentrum der T-Systems. Foto: Telekom

Nahe Rechnerwolken am beliebtesten

Comarch rechnet aber mit einer gewissen Verschiebung des Cloud-Geschäfts gen Asien München, 29. November 2021. Die meisten europäischen Unternehmen, die ihre elektronische Datenverarbeitung (EDV) an Externe auslagern, bevorzugen dafür Dienstleister im eigenen Land. Das hat eine Umfrage des polnischen Unternehmens „Comarch“ ergeben, das selbst solche Auftrags-Rechenzentren betreibt. Dies trifft demnach auf 35 Prozent der befragten Unternehmen zu. Jeweils rund 18 Prozent setzen auf Nachbarländer oder auf das außereuropäische Ausland. Knapp 29 Prozent nutzen eine Standort-Kombination.

Lars Janitz leitet den Unternehmensbereich "Global Managed Services" innerhalb der "NTT Data Business Solutions" AG. Foto: André Wirsig für die NTT Data Business Solutions AG

NTT-Tochter konzentriert Innovationsmanagement in Dresden

Software-Berater der „NTT Data Business Solutions“ setzen für Rechnerwolken, Industrie 4.0 und Smart City auf Ko-Innovationen aus Sachsen Dresden/Bautzen, 28. Oktober 2021. Angesichts der anziehenden weltweiten Nachfrage für Digitalisierungslösungen und Rechnerwolken („Clouds“) für Unternehmen und ganze Städte baut der japanische Informationstechnologie-Konzern NTT seine Innovationsaktivitäten und Software-Beratungsteams in Sachsen aus. Das hat Lars Janitz mitgeteilt, der in der NTT-Tochter „NTT Data Business Solutions“ die global gesteuerten Dienste („Global Managed Services“) leitet. „Der Unternehmensstandort Sachsen entwickelt sich hervorragend“, betonte er. Nach einer Durststrecke während der Coronazeit habe sich die Auftragslage inzwischen kräftig erholt.

Überschüssiges Gas aus der Erdöl-Förderung und -Verarbeitung - hier eine Aufnahme von einer Raffinerie in Hemmingstedt - lässt sich effektiv nutzen, wenn man es nicht abfackelt, sondern damit zum Beispiel Rechenzentren speist. Foto: Dirk Ingo Franke, Wikimedia, CC2-Lizenz, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Hemmingsedt_raffinerie_turm_ganz_nah.jpg

Gasfackeln treiben Rechenzentren und Entsalzer an

Cloud & Heat Dresden liefert Computer-Container an “Earth Wind & Power” in Norwegen Oslo/Dresden, 19. Oktober 2021. Die Zeit der ewigen Gasfackeln über Ölfördertürmen könnte bald vorbei sein: Der norwegische Energiekonzern „Earth Wind & Power“ (EW & P) aus Oslo will künftig mit der Energie aus dem überschüssigen Gas, das bei der Erdölförderung frei wird, Computertechnik antreiben. Dafür haben die Norweger nun bei „Cloud & Heat Technologies“ (C & H) aus Dresden ein erstes mobiles Container-Rechenzentrum bestellt. Das geht aus Mitteilungen von C & H und EW & P hervor.

Chris Schläger vom Amazon (rechts), Ministerpräsident Michael Kretschmer (Mitte) und US-Generalkonsul Ken Toko schneiden das Band zum neuen Amazon-Entwicklungszentrum durch. Foto: Anja Schneider

Amazon-Softwarezentrum Dresden expandiert

Cloud und Hypervisoren im Trend: Entwickler-Team kann sich am neuen Standort verdreifachen Dresden, 25. August 2021. Amazon hat sein Software-Entwicklungszentrum in Dresden in ein neues Domizil verlagert und vergrößert: Die 120-köpftige Mannschaft um den Betriebssystem-Experten Chris Schläger ist vom Waldschlösschen-Areal an die Großenhainer Straße umgezogen – in einen Neubau, der in seiner Kubatur der früheren Schreibmaschinen-Fabrik an diesem Standort nachempfunden ist. „Wir wollen hier weiter wachsen“, kündigte Chris Schläger heute während der Eröffnungsfeier an. „Platz ist hier für etwa 340 Leute.“

Live-Demo bei Wandelbots Dresden: Künftig wird es möglich sein, Roboter für neue Arbeiten anzulernen, indem man ihnen den passenden QR-Code zeigt. Foto: LHD

Der Miet-Roboter übernimmt die Nachtschicht

Dresdner Konsortium entwickelt Künstliche Intelligenz, die gelangweilte Fabrikroboter mit „Zwischendurch“-Aufträgen kleiner Betriebe versorgt Dresden, 6. Juli 2021. Ähnlich wie viele Elektronikfirmen ihre Chips nicht mehr in eigenen Fabriken bauen, sondern bei großen Auftragsfertigern („Foundries“) herstellen lassen, können kleine Betriebe künftig ganze Produktionsschichten an Roboter-Foundries weiterdelegieren. Eine typische Konstellation: Ein wichtiger Kunde schickt kurzfristig einen eiligen Auftrag, für den der Betrieb auf die Schnelle gar nicht genug Leute hat. Dann könnten gelangweilte Roboter in einem anderen Unternehmen oder in einer spezialisierten Roboter-Foundry die Order über Nacht abarbeiten. Als Vermittler dient dabei eine „Künstliche Intelligenz“ (KI), die ein Unternehmensverbund im „Smart Systems Hub“ in Dresden entwickelt. Beteiligt sind die Softwareschmiede SAP, die Roboteranlerner von Wandelbots, das Halbleiterunternehmen Infineon in Dresden sowie die Digitalisierer von „Objective Partner“ aus Weinheim.

Ingenieur Harald Heinrich von Infineon führt im Wandelbots-Studio in Dresden die neue Mensch-Erkennung für mobile Roboter vor. Heiko Weckbrodt

Roboter ergründen die Wege der Menschen

Infineon rüstet seine Reinraum-Kobots mit KI und moderner Sensorik auf, um Vollbremsungen überflüssig zu machen Dresden, 5. Juli 2021. Neuartige Sensoren und „Künstliche Intelligenz“ (KI) aus Dresden helfen Roboter und Mensch künftig, in Fabriken enger zusammenzuarbeiten, ohne sich gegenseitig zu behindern. Eine Beispiellösung dafür haben Infineon, Wandelbots, der Smart Systems Hub Dresden, SAP und „Objective partner“ in einer gemeinsamen „Digital Product Factory“ (DPF) entwickelt. Dadurch können selbstständig durch Chipfabriken rollende Roboter, die zum Beispiel das Reinraumwetter messen oder Siliziumscheiben (Wafer) in entlegene Hallenecken transportieren, nun flexibler Menschen ausweichen.

Die Dresdner Wissenschaftsnacht findet am 9. Juli 2021 virtuell statt. Grafik: LHD

Dresden rechnet mit Zehntausenden zur virtuellen Wissenschaftsnacht

Primzahlen, Obstroboter und Sim City: Forscher schnüren kleineres , aber buntes Paket im 2. Corona-Jahr Dresden, 24. Juni 2021. Mikroplaste in der Elbe, die Ostmoderne, obsterntende Roboter, Störattacken im Internet der fahrenden Dinge und die Verkehrsströme in der Computerspielwelt von „Sim City“ – für die Wissenschaftsnacht 2021 hat die Dresdner Forschergemeinde ein buntes und diesmal ganz und gar digitales Überraschungspaket geschnürt: 16 Institute und Tech-Unternehmen aus der Landeshauptstadt wollen am 9. Juli 2021 ab 17 Uhr Zehntausenden Neugierigen in über 130 virtuellen Veranstaltungen zeigen, mit welchen Plänen zur Weltverbesserung sie sich gerade beschäftigen.

Die Gaia-X-Gründer haben sich eine Art digitalen Weltenbaum als Sinnbild für ihre europäische Cloud gewählt. Szenenfoto aus: Gaia-X - Driver of digital innovation in Europe

Jedes dritte deutsche Unternehmen nutzt Rechnerwolken

Cloud-Nutzung hat in Deutschland deutlich zugelegt, nordische Länder aber weiter vorn Wiesbaden, 21. Mai 2021. Immer mehr Unternehmen setzen Rechnerwolken ein: 2020 nutzten bereits 33 Prozent der deutschen Betriebe Cloud-Dienste – drei Jahre zuvor waren es erst 22 Prozent. Das geht aus einer Erhebung des statistischen Bundesamtes (Destatis) in Wiesbaden hervor.

René Schädlich (links), Helmut Geilert und Gerrit Raddatz (rechts) von der CBApply. Foto: TGFS

Chemnitzer KI sucht nach optimaler Öko-Lieferkette

Logistiksoftware-Firma „CBApply“ bekommt Geld vom Technologiegründerfonds Sachsen Chemnitz/Leipzig, 27. April 2021. Selbst viele kleine und mittlere Unternehmen aus Deutschland haben sich inzwischen die Vorteile einer global vernetzten Wirtschaft zunutze gemacht: Sie haben Lieferketten rund um den Erdball aufgebaut – um preisgünstig Autoteile zu fertigen, weit entfernte Märkte durch eine Vor-Ort-Produktion zu erschließen oder um den kapitalzehrenden Bau von Großfabriken herumzukommen. Komplexe globale Lieferketten mit Excel-Tabellenwirtschaft kaum noch zu beherrschen Aber: Dabei alle Zulieferer im Auge zu behalten, Störungen durch Seuchen, havarierte Suez-Frachter oder texanische Kälteeinbrüche auszubügeln, dabei auch noch ökologisch zu wirtschaften und neue Lieferkettengesetze zu beachten, ist mit reiner Excel-Tabellenwirtschaft so gut wie unmöglich geworden. Ein junges Unternehmen aus Chemnitz schickt dafür nun „Künstliche Intelligenzen“ in die Spur: Diese KI suchen und überwachen für die Kunden von „CBApply“ die optimale Lieferketten, die für das rechte Gleichgewicht aus Profit, Qualität und Nachhaltigkeit sorgen. Der „Technologiegründerfonds Sachsen“ (TGFS) hält dieses Konzept für zukunftsweisend – und investiert nun in die „CBApply GmbH“. Den Umfang der Geldspritze bezifferte der teilstaatliche Risikokapitalist allerdings nicht.