Alle Artikel mit dem Schlagwort: Cloud

René Schädlich (links), Helmut Geilert und Gerrit Raddatz (rechts) von der CBApply. Foto: TGFS

Chemnitzer KI sucht nach optimaler Öko-Lieferkette

Logistiksoftware-Firma „CBApply“ bekommt Geld vom Technologiegründerfonds Sachsen Chemnitz/Leipzig, 27. April 2021. Selbst viele kleine und mittlere Unternehmen aus Deutschland haben sich inzwischen die Vorteile einer global vernetzten Wirtschaft zunutze gemacht: Sie haben Lieferketten rund um den Erdball aufgebaut – um preisgünstig Autoteile zu fertigen, weit entfernte Märkte durch eine Vor-Ort-Produktion zu erschließen oder um den kapitalzehrenden Bau von Großfabriken herumzukommen. Komplexe globale Lieferketten mit Excel-Tabellenwirtschaft kaum noch zu beherrschen Aber: Dabei alle Zulieferer im Auge zu behalten, Störungen durch Seuchen, havarierte Suez-Frachter oder texanische Kälteeinbrüche auszubügeln, dabei auch noch ökologisch zu wirtschaften und neue Lieferkettengesetze zu beachten, ist mit reiner Excel-Tabellenwirtschaft so gut wie unmöglich geworden. Ein junges Unternehmen aus Chemnitz schickt dafür nun „Künstliche Intelligenzen“ in die Spur: Diese KI suchen und überwachen für die Kunden von „CBApply“ die optimale Lieferketten, die für das rechte Gleichgewicht aus Profit, Qualität und Nachhaltigkeit sorgen. Der „Technologiegründerfonds Sachsen“ (TGFS) hält dieses Konzept für zukunftsweisend – und investiert nun in die „CBApply GmbH“. Den Umfang der Geldspritze bezifferte der teilstaatliche Risikokapitalist allerdings nicht.

Blick in das eisige Comarch-Rechenzentrum in Dresden, wo die ersten Server-Racks nun in Betrieb sind. Foto: Comarch

89 % der Unternehmen haben IT-Dienste bereits ausgelagert

Mehrheit setzt aber laut einer Umfrage von Comarch und IDC auf nahe Rechenzentren Warschau/Dresden, 11. März 2021. Die allermeisten Unternehmen in Deutschland und Westeuropa unterhalten längst keine eigenen Rechenzentren oder informationstechnologischen Abteilungen mehr: 89 Prozent haben ihre IT-Prozesse entweder vollständig oder teilweise an externe Dienstleister ausgegliedert. Über ein Drittel (35 Prozent) der Firmen legt allerdings Wert darauf, dass ihre Daten nicht ins Ausland transferiert, sondern bei IT-Dienstleistern im eigenen Land verarbeitet werden. Das hat eine Umfrage der „International Data Corporation“ (IDC) und der polnischen Softwareschmiede „Comarch“ unter 130 westeuropäischen Unternehmen ergeben.

Dezentrale Rechnerwolken ("Edge-Clouds"), die mit 5G-Mobilfunk vernetzt sind, könnten viele Probleme mit mangelnder Rechenkraft vor Ort lösen. Grafik: hw

Grapes will jedem Smartphone Superrechnerkraft verleihen

Dortmunder holen sich für ihre Cloud-Geschäftsidee Hilfe vom „5G Lab“ in Dresden und von Samsung Dresden/Dortmund, 18. August 2020. Forscher aus Dortmund wollen die besondere Reaktionsschnelligkeit von 5G-Funk nutzen, um über dezentrale Rechnerwolken („Edge Clouds“) auch einfach gestrickten Smartphones, Tablets und Notebooks die Rechenkraft und Speicherkapazität von Supercomputern verfügbar zu machen. Zu den Gründern gehören Jaime Burbano, Mobin Pourreza, Jithin Reju, Nilabhra Patra und Aly Sakr. Ihr Projekt „Grapes“ soll in eine Unternehmensgründung münden.

Blick in den Reinraum der ehemaligen Plastic-Logic-Fabrik, der nun für das Fraunhofer CNT 2.0 und das Zentrum für neuromorphes Computing umgebaut wird. Foto: Heiko Weckbrodt

Fraunhofer richtet Zentrum für künstliche Neuronen in Dresden ein

Forscher stecken 77 Millionen Euro in stillgelegte Digitalpapier-Fabrik Dresden, 1. Juli 2020. Fraunhofer richtet für 77 Millionen Euro ein Zentrum für neuromorphe Computertechnologie in einem ehemaligen Digitalpapier-Werk im Dresdner Norden ein. Die Forscher wollen dort neuartige Chips mit „künstlicher Intelligenz“ (KI) entwerfen. Das haben der sächsische Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow (CDU) und Prof. Hubert Lakner vom Fraunhofer-Photonikinstitut IPMS bei einem Besuch in der früheren „Plastic Logic“-Fabrik angekündigt.

Speziell gesichertes Cloud-Rechenzentrum der T-Systems. Foto: Telekom

Cloud & Heat Dresden simuliert gehärtete Rechnerwolke „Gaia-X“

Sachsen wollen deutschen und französischen Ministern zeigen, wie die neue Europa-Cloud funktionieren kann Dresden, 29. Mai 2020. Um die deutsch-französische Rechnerwolke „Gaia-X“, mit der sich Europa unabhängiger von US-amerikanischen Internetriesen wie Amazon oder Microsoft machen will, war es nach der lauten Ankündigung zuletzt etwas still geworden. Nun aber hat das Dresdner Mobilrechenzentrum-Unternehmen „Cloud & Heat“ zusammen mit Projektpartnern einen ersten Demonstrator entworfen. Die Simulation soll zeigen, wie die Europa-Cloud künftig praktisch funktionieren könnte. Am 4. Juni 2020 wollen die Sachsen die „Gaia-X“-Demo auf einer internationalen Videokonferenz dem deutschen Wirtschaftsminister Peter Altmaier und der Forschungsministerin Anja Karliczek (beide CDU) sowie dem französischen Wirtschaftsminister Bruno Le Maire (LEM) vorführen.

So etwa sehen die Container-Rechenzentren von Cloud & Heat Dresden für Vattenfall aus. Damit jeder sieht, dass sie umweltfreundlicher sind als andere Rechenzentren, sind sie grün lackiert. Montage: Cloud & Heat

Vattenfall kauft Öko-Rechenzentren bei „Cloud & Heat“ Dresden

Schweden wollen mit diesem Pilotprojekt neue Geschäftsfelder erproben Dresden, 9. März 2020. Digitalisierung soll eigentlich vieles effizienter machen, seien es nun Fabriken, Behörden, Einkäufe oder der Straßenverkehr. Dies wird aber durch sehr leistungsstarke Rechnerwolken („Clouds“) gesteuert, die mehr und mehr Strom verbrauchen und „Abfallwärme“ in die Umwelt blasen. Laut einer Prognose des Magazins „Nature“ wird sich der Stromverbrauch von Rechenzentren weltweit bis zum Jahr 2030 auf dann über 2000 Terawattstunden vervierfachen. Um diesen Trend abzufedern, setzt Vattenfall nun auf Technologien aus Sachsen: Der schwedische Energieversorger hat als Pilotprojekt bei der Dresdner Uni-Ausgründung „Cloud & Heat“ zwei transportable Öko-Rechenzentren bestellt. Die verwerten ihre Computer-Abwärme automatisch, indem sie sie in Heizkreisläufe einspeisen.

Manager Marius Feldmann, Geschäftsführer Nicolas-Röhrs und Technikchef Jens-Struckmeier von Cloud & Heat. Foto: Cloud & Heat

„Cloud & Heat“ Dresden als besonders wachstumsstark ausgezeichnet

Deloitte-Wirtschaftsprüfer verweisen auf über 21.000 Prozent Umsatzwachstum Dresden/Hamburg, 11. November 2019. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft „Deloitte“ hat das Dresdner Rechenzentren-Unternehmen „Cloud & Heat“ als wachstumsstärkste Technologiefirma im Wettbewerb um den „Deloitte Technology Fast 50 Award“ als Ersplatzierten ausgezeichnet. Demnach habe die Dresdner Uni-Ausgründung seine Umsätze in den vergangenen vier Geschäftsjahren um über 21.000 Prozent gesteigert.

Der Trend geht zum Cloud-Gaming, meinen nicht nur Branchenvertreter, sondern auch viele Spieler. Grafik: Game-VerbandDer Trend geht zum Cloud-Gaming, meinen nicht nur Branchenvertreter, sondern auch viele Spieler. Grafik: Game-Verband

Rechnerwolke liefert die Spiele

Umfrage: Trend geht zum „Cloud Gaming“ Berlin/Köln, 13. August 2019 Immer mehr digitale Spiele werden künftig in Rechnerwolken (Cloud) generiert und gestartet, so dass die Spieler keine leistungsstarken Computer mehr brauchen. Die Branche verspricht sich große Perspektiven vom „Cloud Gaming“ – und auch die Nutzer selbst sehen einen klaren Trend hin zu diesen rechnerwolken-gestützten Games: 52 Prozent der Spieler in Deutschland rechnen damit, dass Cloud-Gaming künftig zum Standard wird. Dies geht aus einer Umfrage von “YouGov Deutschland” unter 2101 Menschen in Deutschland hervor. Darauf hat der Branchenverband „Game“ aus Berlin im Vorfeld der Spielemesse „Gamescom“ (20.-24. August 2019) in Köln hingewiesen.

Alexander Krock von Google. Foto: Claudius Pflug

KI ist schon heute allgegenwärtig

„Silicon Saxony Day“ im Flughafen: Google-Experte Alexander Krock skizziert vorab die Trend Dresden, 18. Juni 2019. Akteure aus der deutschen Hochtechnologie-Szene treffen sich heute zum „Silicon Saxony Day 2019“ im Dresdner Flughafen. Sie wollen sich unter dem Motto „Connect. Exchange. Grow“ über Künstliche Intelligenz, die Arbeit mit internetgestützten Rechenzentren („Clouds“) und Automatisierung, digitale Geschäftsmodelle austauschen. Zu Gast ist auch der Google-Manager und Cloud-Experte Alexander Krock. Oiger-Reporter Heiko Weckbrodt hat ihn im Vorfeld über die neuesten Trends in diesem Sektor schriftlich befragt. Was sind die großen Cloud- und KI-Trends für 2019/20? Künstliche Intelligenz (KI) wird sicherlich in den nächsten Jahren in den meisten, wenn nicht sogar in allen, Unternehmen ein wesentlicher Bestandteil sein. Sie übernimmt zunehmend komplexe Prozesse und Analysen, die manuell kaum möglich wären und unterstützt so als Werkzeug die tägliche Arbeit. Strategische Entscheidungen werden durch sie gestützt, es bleibt mehr Zeit für Kreativität, Forschung und die tatsächlichen Kernaufgaben.

"Coool Case"-Chef Christian Michel feiert mit "seinem" Bauherrn Aurelis Real Estate und den Bauarbeitern das Richtfest für seine künftige Elektronikgehäuse-Fabrik am Seidnitzer Weg in Reick. Foto. Heiko Weckbrodt

Ära der PC-Fabriken endet nun auch in Dresden

Die neue „Coool Case“-Fabrik in Dresden-Reick ist rohbaufertig – und mit dem Umzug stampft der Chef die letzte, bis auf Robotron zurückreichende PC-Linie ein Dresden, 6, Juni 2019. Christian Michel wird zum Jahresende 2019 einen ganzen Dresdner Industriezweig beerdigen, wenn er mit seinem Unternehmen „Coool Case“ von Kaditz nach Reick umzieht. „Kurz vorher wollen wir in Kaditz ein letztes PC-Gehäuse fertigen. Dann stellen wir diesen Geschäftszweig komplett ein“, kündigte der Geschäftsführer gestern beim Richtfest für seine neue Fabrik am Seidnitzer Weg an. „Damit geht eine Ära für diese Stadt und vielleicht auch für ganz Deutschland zu Ende.“

Kai Martius (links) und Marius Feldmann wollen mot "OpenStack"-Lösungen" auch für besonders sicherheitssensible Kunden transparente und hochabgesicherte Clouds anbieten. Foto: SecuStack

Transparente Sicherheit für die Behörden-Cloud

Cloud & Heat und Secunet gründen Gemeinschaftsunternehmen SecuStack in Dresden Dresden, 15. Mai 2019. Damit Behörden und besonders sicherheitssensible Unternehmen eine deutsche Hochsicherheits-Cloud anzubieten, haben Cloud & Heat Technologies aus Dresden und die Secunet Security Networks AG ein neues Gemeinschaftsunternehmen in der sächsischen Landeshauptstadt gegründet: SecuStack soll solchen Kunden besonders abgesicherte Rechen- und Speicherdienste anbieten. Das haben die Gründer des Joint Ventures nun mitgeteilt.

Ein Kuka-Roboter schiebt einen Dachhimmel in einen Elektrogolf in der VW-Manufaktur Dresden ein. Foto: VW Sachsen

Softwarezentrum in Dresden entwickelt neue VW-Cloud mit

Entwicklungszentrum in der gläsernen Manufaktur ist Teil der Cloud-Kooperation von Volkswagen und der Amazon-Tochter AWS Dresden, 2. Mai 2019. Führende deutsche und US-amerikanische Technologiekonzerne stärken den Software-Standort Dresden: Volkswagen, die Amazon-Tochter AWS und Siemens werden in einem Forschungszentrum in der gläsernen VW-Manufaktur gemeinsam neuartige Computerprogramme für die Prozesssteuerung im Autokonzern und darüber hinaus entwickeln. Das hat VW-Softwareentwicklungschef Peter Garzarella gestern am Rande der Technologiemesse „Connect ec“ in Dresden mitgeteilt. Die Softwarelösungen sollen die gesamte Prozesskette vom Autoentwurf bis zur Auslieferung digital erfassen und für mehr Produktivität sorgen.

In den Computer-Containern von "Cloud & Heat" Dresden sind Rechentechnik, Kühlung unn Überwachungssysteme schlüsselfertig vorbereitet. Foto: Cloud & Heat

Rechenzentrumspreis 2019 für „Cloud & Heat“ aus Dresden

Jury würdigt Software für Rechenlast-Verteilung Dresden/Flörsheim am Main, 14. April 2019. Für Energiespar-Lösungen im Computersektor hat die „Cloud & Heat Technologies“ aus Dresden nun in Flörsheim am Main den „Deutschen Rechenzentrumspreis 2019“ in der Kategorie „Ressourceneffiziente Rechenzentren“ gewonnen. Das haben das Dresdner Unternehmen sowie der Preis-Ausrichter, die „dc-ce RZ-Beratung“ aus Frankfurt am Main, mitgeteilt.