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Dresden subventioniert Innovationen

Martin Wesner und Richard Vetter von "Carl und Carla" erproben im Inkubator der VW-Manufaktur Dresden neue Geschäftsmodelle für ihren Nutzfahrzeug-Carsharing-Dienst. Foto: Anja Schneider
Martin Wesner und Richard Vetter von „Carl und Carla“: Ihr Nutzfahrzeug-Carsharing-Dienst gehört zu den Innovationen „Made in Dresden“, die die kommunalen Wirtschaftsförderer unterstützen wollen. Foto: Anja Schneider

Dresden, 19. März 2018. Direkte Wirtschafts-Subventionen vergeben normalerweise nur große Institutionen wie Bund, Land oder EU. In Dresden geht man da einen eigenen Weg: Damit mehr Hightech-Erfindungen in der Mikroelektronik-Stadt gemacht werden, hat Dresden einen eigenen Innovationsfonds aufgelegt. Bewerben können sich Start-Ups und Erfinder um das Geld daraus bis zum 20. April 2018 bei der Wirtschaftsförderung Dresden.

Fonds ist mit ½ Million € dotiert

Der Fonds ist zwar nur mit einer halben Million Euro dotiert und damit viel zu klein, um Großinvestoren anzulocken. Aber um jungen Firmengründern den Gedanken zu versüßen, ihre Innovationen in Dresden zu realisieren, können 100.000 Euro mehr oder weniger durchaus ausschlaggebend sein.

Industrie 4.0, Smart City, Werkstoffe und Energie im Fokus

Subventionieren wollen die kommunalen Wirtschaftsförderer insbesondere Innovationen und Firmengründungen rund um ausgewählte Zukunftsthemen. „Denkbar sind beispielsweise Vorhaben in den Gebieten Industrie 4.0, Smart City, neue Materialien, zukünftige Energiesysteme oder Mobilität“, erklärte Chef-Wirtschaftsförderer Robert Franke. „Unsere Förderung soll helfen, Zukunftstechnologien aus Dresden international verfügbar zu machen. Diese sollen auch in der Stadt zur Anwendung kommen. So können wir die Innovationskraft des Wirtschafts- und Wissenschaftsstandortes stärker sichtbar machen und schließlich weitere Gründer und Investoren anlocken.“ Gefördert werden zum Beispiel der Bau von Demonstratoren und Pilotprojekte im Stadtgebiet Dresden, Produktinnovationen, Schlüsseltechnologien und Smart-City-Lösungen.

So kann man sich bewerben:

(Quelle: LHD)

„Anträge sind mit dem Betreff ,Innovationsförderung’ bis zum 20. April 2018 (Posteingang) an folgende Postanschrift zu richten: Landeshauptstadt Dresden, Amt für Wirtschaftsförderung, Abteilung Smart City, Postfach 12 00 20, 01001 Dresden. Die Förderung ist eine Anteilsfinanzierung und wird als nicht rückzahlungspflichtiger Zuschuss gewährt. Es besteht kein Rechtsanspruch auf Gewährung der Zuwendung. Ein Fachgremium bewertet die Anträge und erarbeitet einen Entscheidungsvorschlag. Über die Vergabe der Förderung entscheidet letztlich der Ausschuss für Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt Dresden.“

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger

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