Monate: September 2015

Viola Klein (links) und Peggy Reuter-Heinrich haben die Hilfe-App für Flüchtlinge heute im Rathaus symbolisch an Dresdens OB Dirk Hilbert übergeben. Foto: hw

Auch andere Städte in Deutschland wollen Flüchtlings-App wie Dresden

  Dresden, 25. September 2015. Die sächsischen Unternehmerinnen Viola Klein (Saxonia Systems) und Peggy Reuter-Heinrich (HeiReS) wollen ihre neue Dresdner Alltagshilfe-App für Flüchtlinge demnächst auch für andere Städte und Landkreise in ganz Deutschland anpassen und verbreiten. Es gebe großes Interesse von Städten und Kreisen bundesweit an der Flüchtlings-App aus Dresden. Ab 3. Oktober werde es eine „ Welcome to Germany“-Fassung mit den allgemeinen Informationen geben, die dann als Rahmen fungiert. „Sachsen mit allen Landkreisen in die App zu integrieren, wäre eine schöne Vision als Weihnachtsgruß aus Dresden. Das ist aber noch abhängig vom Grad der Nachfrage durch die sächsischen Landkreise“, wie Peggy Reuter-Heinrich betonte. Einzel-Apps für jede einzelne Stadt oder jeden Kreis werde es aber nicht geben.

Statt neue Groß-Energiespeicher (hier ein Blick in die Leitzentrale des Pumpspeicherwerks Dresden-Niederwartha) zu bauen, wollen Forscher und Energieversorger aus Ostsachsen bereits existeierende dezentrale Speicheröfen in Haushalten vernetzen, um Lastspitzen abzufangen. Foto: Heiko Weckbrodt

Sachsen vernetzen Privatöfen zu intelligenten Energiespeichern

Pilotprojekt SERVING als Beitrag zur Energiewende in Dresden gestartet Dresden, 25. September 2015. Um die Last-Schwankungen in den Stromnetzen abzufangen, die seit der Energiewende ein wachsendes Problem geworden sind, wollen Energieversorger und Hochschulen in Sachsen ein dezentrales computergesteuertes Energiespeicher-Netz aufbauen. Dabei sollen vor allem Speicherheizungen in ostsächsischen Privathaushalten umgerüstet und mit Datenleitungen vernetzt werden. Ein Zentralrechner beim Energieversorger ENSO kann dann Hunderte – später Tausende – von angeschlossenen Privat-Energiespeicher so steuern, dass sie ihre elektrischen Heizungen immer dann anwerfen, wenn zum Beispiel gerade zahlreiche Windkraft- und Solaranlagen viel Energie in die Netze drücken und dadurch Strom billig zu haben ist.

In Chipfabriken ist Präzision gefragt. Abb.: Roth & Rau / Ortner

Dresdner Automatisierer hoffen auf Aufträge in den USA

Mittelständler aus Sachsen wollen im Netzwerkverbund auf dem amerikanischen Markt punkten Hillsboro/Dresden, 24. September 2015. Mit Blick auf die erstarkende amerikanische Halbleiterindustrie, in der Fusionen im großen Stile im Gange sind, hoffen Dresdner Automatisierungs-Unternehmen auf neue Aufträge aus den USA. Sie wollen dabei einerseits mit Know-How punkten, das sie bei der nachträglichen Hochautomatisierung zum Beispiel der Chip-Fabriken von Infineon und Globalfoundries in Sachsen gesammelt haben. Andererseits haben sich die seit der Wende gewachsenen spezialisierten Mittelständler aus Dresden zu einem Netzwerk „Automation Network Dresden“ (AND) zusammengeschlossen, um im Verbund auch komplexere Automatisierungs-Aufträge akquirieren zu können.

Die Zuwächse des Bruttoinlandproduktes (BIP) in den Bundesländern im 1. Halbjahr 2015 im Vergleich. Abb.: AK VWGR

Sächsische Wirtschaft wächst um 1,7 %

Kamenz, 24. September 2015. Die sächsische Wirtschaft ist im ersten Halbjahr 2015 preisbereinigt um 1,7 Prozent gewachsen und hat sich damit spürbar dynamischer entwickelt als die ostdeutsche (+ 1,1 %) und die gesamtdeutsche Wirtschaft (+1,4 %). Das teilte das Statistische Landesamt in Kamenz heute mit und berief sich dabei auf Berechnungen des „Arbeitskreis es Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder“. Industrie war wieder mal das Zugpferd Zugpferd des Wirtschaftswachstums in Sachsen war demnach wieder einmal die Industrie. Die besondere Dynamik im Freistaat dürfte durch die im ostdeutschen Vergleich stärkere industrielle und Export-Orientierung der hiesigen Wirtschaft zu erklären sein. Zum Vergleich: Die Dresdner Außenstelle des ifo-Instituts hatte noch im Sommer ein Wachstum um 2 % für Sachsen im gesamten Jahr 2015 prognostiziert.

Abb.: hw

81,2 Millionen Einwohner: Bevölkerung in Deutschland wächst durch Zuwanderung

Bundesrepublik hatte 2014 ein positives Zuwanderungssaldo von 550.000 Migranten Wiesbaden, 214. September 2015. In Deutschland hatte zum Jahresende 2014 rund 81,2 Millionen Einwohner und damit 0,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Das hat das Statistische Bundesamt in Wiesbaden heute mitgeteilt. Damit sei im vergangenen Jahr der höchste Bevölkerungszuwachs seit 1992 erreicht worden – vor allem durch starke Zuwanderung.

Vor 9000 Jahren geköpft: Die Abbildung zeigt die Form der Bestattungsgrube (links) und die Anordnung der Hände vor dem Gesicht (rechts). Foto: André Strauss, MPI-EVA

Geköpft wurde schon vor 9000 Jahren

Leipziger Forscher analysieren Leichnam in Brasilien: Kopf wurde „durch Ziehen und Drehen abgetrennt“ Leipzig, 23. September 2015. Uns gilt das Enthaupten heute als besonders barbarische Tötung, auf die sich vorzugsweise fanatische Terroristen verlegen – obwohl gerade die Europäer noch bis vor etwa 50 Jahren gern und oft geköpft haben. Wie Leipziger Forscher nun herausgefunden haben, hat das „Kopf ab“-Prinzip aber wohl sehr weit zurückreichende Wurzeln in der Menschheitsgeschichte: Demnach wurden schon vor 9000 Jahren Menschen im heutigen Brasilien geköpft.

Abb.: hw

Sex erhöht nicht das Herzinfarkt-Risiko

Ulm, 23. September 2015. Wer herzkrank ist, kann weiter vögeln: Geschlechtsverkehr erhöht entgegen landläufigen Meinungen nicht das Herzinfarkt-Risiko, haben Mediziner der Uni Ulm herausgefunden. Sie hatten in einer Langzeitstudie mit über 500 Herzinfarktpatienten keinen Zusammenhang zwischen Sex-Häufigkeit und Herzinfarkten feststellen können.

Projektleiter Dr. Olaf Przybilski prüft, ob die vorgefertigten Komponenten für die Mira-Rakete auch zusammenpassen. Foto: Heiko Weckbrodt

Dresdner Raketenmänner greifen nach den Sternen

TU-Ingenieur Dr. Olaf Przybilski will in Sachsen den Neustart für eine deutsche Raketenindustrie wagen Dresden, 23. September 2015. Ein Forschungsprogramm der TU Dresden soll Deutschland nach über 70 Jahren den Wiedereinstieg in die Flüssigbrennstoff-Raketentechnologie ermöglichen: Im Frühjahr 2016 wollen Dr. Olaf Przybilski und sein Team vom Institut für Luft- und Raumfahrttechnik in Großenhain nördlich von Dresden die erste „Mira“-Kleinrakete zünden. „Dies wäre dann der erste Start einer Flüssigkeits-Rakete auf deutschem Boden seit dem II. Weltkrieg“, überlegt der Ingenieur und Technikhistoriker.

Bekommt in Wirklichkeit nicht mal eine Kreidezeichnung hin, schmückt sich aber gern mit fremden Federn: Walter Keane (Christoph Waltz). Foto: Studiocanal

DVD „Big Eyes“: Der Blender und die Kitsch-Malerin

Tim Burtons Kunstschwindel-Film über einen Hype der 60er In Deutschland sind sie so gut wie unbekannt, in den USA der 1960ern durften sie in keinem Haushalt und keiner Arztpraxis fehlen: Keane-Poster mit riesenäugigen Kindern. Tim Burton (“Big Fish”, “Frankenweenie“) hat der Geschichte dahinter einen Film gewidmet, der nun auf DVD und Bluray erschienen ist: „Big Eyes“ erzählt die traurig-groteske Lebens-Story der Amerikanerin Margret Keane (Amy Adams, „American Hustle“) , die diese Bilder malte, den ganzen Ruhm aber ihrem Ehemann Walter (Christoph Waltz, „Inglourious Basterds“, „Django Unchained“) überließ, der die kitschigen, aber sehr beliebten Gemälde unter eigenem Namen vertickte. Herausgekommen ist ein Drama, in dem Tim Burton fast ganz auf die seine sonst üblichen grotesken Extravaganzen verzichtet, aber dennoch einen ganz eigenen Charme entwickelt.

Willkommen in der Schweiz - im Flugsimulator-Zusatzpack "Mega Airport Zürich 2.0" sogar schon mit neuem Flughafen-Terminal, das in der Realität noch auf sich warten lässt. Abb.: BSF

Flughafen Zürich runderneuert – im Simulator

„Mega Airport Zürich 2.0“ für den Flugsimulator nimmt Terminal-Umbau vorweg Das würde sich BER-Chef Karsten Mühlenfeld sicher auch wünschen: Die Fertigstellung seines Flughafens einfach um ein paar Monate nach vorn verlegen zu können. Leider bleiben solche Utopien zumindest in der Realität unerfüllbare Wunschvorstellungen. In der Welt der Flugsimulation allerdings sind derlei Terminverschiebungen schon eher möglich: So geschehen bei der Neuauflage des „Mega Airport Zürich“ in der Version 2.0 von Aerosoft. Denn hier darf der virtuelle Passagier schon das neu gestaltete Terminal 2 nutzen – im wahren Leben muss der gestresste Vielflieger aber noch bis Mitte 2016 auf die Fertigstellung warten.

Logo: Arche nova

Arche nova gibt mehr für Flüchtlingshilfe in Sachsen aus

Hilfsorganisation unterstützt Hilfsprojekte mit 19.000 Euro Dresden, 21. September 2015. Die Dresdner Hilfsorganisation „Arche nova“ ist sonst eher für Trinkwasser-Noteinsätze in Katastrophen- und Kriegsgebieten bekannt – engagiert sich nun aber zunehmend auch für die Flüchtlingshilfe im Inland. So hat der Verein nun seinen im Februar aufgelegten Fonds für Flüchtlingshilfe in Sachsen auf 19.000 Euro aufgestockt.

Die Explosionsansicht zeigt die Sensorschicht unter dem Display im iPhone 6s, die die 3D-Gesten ausmisst. Abb.: Apple

iPhone 6s ab Freitag in Apple-Läden

Für die Nassgeschwitzten: Ab 8 Uhr startet Verkauf Cupertino, 21. September 2015. Die neuen Smartphone-Modelle „iPhone 6s“ und „6s Plus“ werden ab dem 25. September 2015 ab 8 Uhr in den Apple-Präsenzläden verkauft. Das teilte Apple heute mit. Die wohl auffälligste Neuerung der 6s-Generation sind die sogenannten 3D-Touch-Gesten, die auch die Druckstärke des Fingers auf dem Bildschirm berücksichtigen. Bei den Preisen langt der Elektronikkonzern aus Cupertino ordentlich zu: Die neuen Modelle kosten zwischen 739 und 1069 Euro.