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Schüler bauen in Dresden Weltantwortmaschine aus über 9000 Legosteinen nach

Links der Lego-Atlas, rechts das Original im CERN. Fotos (2): Sascha Mehlhase, CERN

Links der Lego-Atlas, rechts das Original im CERN. Fotos (2): Sascha Mehlhase, CERN

Unter Anleitung von CERN-Forschern entsteht metergroßer „Atlas“

Dresden, 1. März 2013: Jugendliche und Physiker wollen Anfang April in Dresden eine Weltantwortmaschine aus 9517 Lego-Bausteinen nachbauen. Das haben das Institut für Kern- und Teilchenphysik der TU Dresden und das Jugendhaus „Insel“, wo der Lego-Atlas montiert werden soll, angekündigt. Entstehen soll ein etwa metergroßes 1:50-Modell des Detektors „Atlas“. Dessen 45 Meter langes und 7000 Tonnen schweres Original steht tief unter dem europäischen Kernforschungszentrum CERN in der Schweiz und wird dort vom weltweit größten Ringbeschleuniger LHC beschossen, um das legendäre Masse-Superteilchen „Higgs-Boson“ zu finden (idiotischerweise oft auch als „Gottesteilchen“ bezeichnet).

Was ist eigentlich kurz nach dem Urknall passiert?

Blick in das Modell des Higgs-Detektors mit einem Lego-Arbeiter zum Größenvergleich. Foto. Sascha Mehlhase

Blick in das Modell des Higgs-Detektors mit einem Lego-Arbeiter zum Größenvergleich. Foto. Sascha Mehlhase

Gesucht werden noch Schüler ab der neunten Klasse, die mitmachen wollen. Sie können vom 2. bis 5. April täglich von 10 bis 17 Uhr an einer „Teilchenwelt-Masterclass“ teilnehmen. Dabei werten sie unter Anleitung von TU-Kernphysikern, die selbst am CERN forschen, Originaldaten vom LHC aus, vertiefen sich in die Teilchenphysik und gehen Fragen nach wie: Was ist beim Urknall passiert? Was ist dunkle Materie? Dann bauen sie den Atlas aus Lego-Bausteinen nach, um dessen Funktionsweise zu verstehen. Dies ist eine ziemlich seltene Chance: Nicht nur wegen der hochkarätigen Betreuer, sondern auch, weil der Atlas-Lego-Satz im Handel nicht frei erhältlich ist. Er wurde von Sascha Mehlhase vom dänischen Niels-Bohr-Institut speziell für die Atlas-Forschungsgemeinschaft entworfen.

Zeitraffer-Video vom Lego-Atlas-Aufbau (Uni Carleton):


Die Masterclass ist Teil der Veranstaltungsreihe „Teilchenwelt“, mit der CERN-Wissenschaftler aus ganz Europa unter Dresdner Federführung Jugendliche für die wundersame Welt der Teilchenphysik begeistern wollen. Die begabtesten Teilnehmer bekommen die Chance, selbst das CERN zu besuchen und dort mitzuforschen. Heiko Weckbrodt

„Teilchenphysik-LEGO-Woche“, Jugendhaus „Insel“ in Dresden, Meißner Landstraße 16, 2.-5. April 2013, jeweils 10-17 Uhr, Teilnahme gratis, aber nur nach Voranmeldung bis 25. März bei Birger Pfahl, Telefon 0351- 219 641 42, pfahl@ljbw.de, keine Vorkenntnisse nötig, zugelassen werden Schüler ab der 9. Klasse

 

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