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Millionenumsätze mit geraubten virtuellen Spielfiguren

verkaufsseite mit WoW-Accounts. Abb.: BSF
Verkaufsseite mit WoW-Accounts. Abb.: BSF

Moskau, 18.8.2011: Cyberkriminelle nehmen immer öfter Spieler ins Visier, um deren Zugangsdaten zu Online-Spielen auszuspähen. Mit diesen Pässen rauben sie dann die virtuellen Charaktere aus und verhökern deren Ausrüstungsgegenstände gegen Cash bei E-Bay und auf anderen Marktplätzen. Das geht aus einer Analyse „Kapersky Lab“ hervor. Wie die Moskauer Sicherheitssoftware-Firma mitteilte, hat sie bisher 2,4 Millionen Schadprogramme identifiziert, die sich speziell gegen Spieler richten. Vor einem Jahr waren „nur“ 1,8 Millionen solcher Schädlinge in der Kaspersky-Datenbank erfasst.

„Die meisten Schadprogramme im Gaming-Bereich attackieren Online-Rollenspiele“, erklärte Christian Funk, Virenanalyst bei Kaspersky Lab. „Über gestohlene Accounts können Spielecharaktere sowie deren Ausstattungsgegenstände wie virtueller Güter gekapert und für bares Geld verkauft werden“.  Laut einer Kaspersky-Hochrechnung werden allein über eBay im Jahr circa 11,5 Millionen Euro mit dem Verkauf von legalen und illegalen Gaming-Gegenständen umgesetzt. Mit einem gekaperten „World of Warcraft“-Account können die Kriminellen zum Beispiel im Schnitt 132 Euro erlösen.

Die ausführliche Präsentation (Englisch) hier

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

Heiko Weckbrodt hat Geschichte studiert, arbeitet jetzt in Dresden als Wirtschafts- und Wissenschaftsjournalist und ist Chefredakteur und Admin des Nachrichtenportals Oiger. Er ist auch auf Facebook, Twitter und Google+ zu finden.

Ein Kommentar zu „Millionenumsätze mit geraubten virtuellen Spielfiguren

  • Bernhard

    Unfassbar, was in der virtuellen Welt mittlerweile für Beträge auf den Tisch gelegt werden… Ich hätte nicht erwartet, dass ein Account WoW im Schnitt so eine Wert hat…

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