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ERP-Programme sorgen für effiziente Produktionsplanung

Montage eines Akkus für Hybrid-Autos im ACCUmotive-Werk Kamenz. Die runden Zellen kommen teils aus den USA, teils aus Korea. Foto: Heiko Weckbrodt

Foto: Heiko Weckbrodt

Mehr und mehr Unternehmen planen ihre Fertigung mit spezieller Planungs-Software

Um ein Auto, einen TFT-Fernseher oder ein ähnliches Technologie-Produkt herzustellen, muss ein Unternehmer zahlreiche Ressourcen in seinem Betrieb rechtzeitig einsetzen und koordinieren: Personal, Material, Kapital, Informationen und dergleichen mehr. Und je hochwertiger die Erzeugnisse sind, desto komplexer ist auch dieser Ressourcen-Einsatz zu organisieren. Weil der einzelne Mensch diese komplexen Planungsprozesse kaum noch überblicken kann, setzen mehr und mehr Unternehmen aus der Industrie und dem Mittelstand sogenannte ERP-Systeme ein. ERP ist hier eine Abkürzung für „Enterprise Resource Planning“, also Ressourcenplanung für Unternehmen – und wird heute in aller Regel durch Rechner erledigt, also durch ein spezialisiertes ERP-Programm.

Lokale oder web-basierte Lösungen möglich

Dabei kann es sich einerseits um ERP-Software handeln, die lokal im Betrieb installiert wird. Eine Alternative sind Cloud- beziehungsweise Web-basierte Lösungen, die über Internet-Browser bedient und dann oft von einem ganzen Zuliefer- und Abnehmer-Netzwerk mitgenutzt werden.

ERP auch für den Mittelstand wichtig

Dabei setzen inzwischen längst nicht mehr nur Konzerne und andere Großunternehmen ERP-Systeme ein: Auch der Mittelstand hat die Vorteile einer rechnergestützten Ressourcen-Planung entdeckt – ja sie ist aber einer gewissen Betriebsgröße auch nahezu unverzichtbar. Zudem verlangen die großen Player am Markt von ihren Zulieferer-Firmen besondere professionelle Standards in der Ressourcen-Planung. Insofern kann es auch von daher zwingend notwendig sein, im Betrieb auf ein bewährtes ERP-System zu setzen.

Teilpakete wie das PPS koordinieren Produktionsabläufe

Ein ERP-Programm kann wiederum spezialisierte Teilkomponenten haben oder mit anderen Software-Paketen, die bereits im Unternehmen installiert sind, gekoppelt werden. Ein Beispiel für solch eine Teilkomponente ist ein sogenanntes „Produktionsplanungs- und Steuerungssystem“ (PPS), das die Produktionsplanung im engeren Sinne übernimmt. In Abgrenzung dazu ist das ERP-System für das Große und Ganze zuständig: Das ERP erledigt über die PPS-Aufgaben hinaus zum Beispiel auch die Finanz- und Schichtplanung und kann beispielsweise bei Bedarf fortlaufend Informationen über Ausgaben und Auftragsabarbeitung an die Controlling-Abteilung übergeben.

Weitere Module, die sich an das ERP andocken, können zum Beispiel CRM-Systeme für den Vertrieb beziehungsweise die Entwicklung der Kundenbeziehungen („Customer Relationship Management“) sein. Koppelt man beide Systeme, kann dies helfen, Bestands-Kunden enger an das Unternehmen zu binden und neue Kunden zu gewinnen.

ERP ist zentrales System für Übergang zur Industrie 4.0

Moderne ERP-Systeme gewinnen darüber hinaus eine wachsende Rolle als zentrale Scharnierstelle für die hochautomatisierten und vernetzten Fabriken der „Industrie 4.0“: Ohne rechnergestützte ERP-Programme, die möglichst kompatibel zu anderen Software-Paketen ist, wären die Selbstaushandlungsprozesse zwischen Mensch, Maschine, Werkstück und Roboter unmöglich zu vermitteln. Es ist daher damit zu rechnen, dass ERP-Software künftig noch an Funktionsumfang und Bedeutung gewinnen wird.

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