News, Wirtschaft, zAufi
Schreibe einen Kommentar

Chinesen wollen Ex-Technisat Dresden ausbauen

Das voll-vernetzte Auto ist eines der Entwicklungs-Themen der Dresdner Ingenieure. Abb.: Preh car connect

Das voll-vernetzte Auto ist eines der Entwicklungs-Themen der Dresdner Ingenieure. Abb.: Preh car connect

120 neue Jobs am Hauptsitz von „Preh Car Connect“ geplant

Dresden/Ningbo/Bad Neustadt, 2. August 2016. Die Preh-Gruppe aus Bad Neustadt an der Saale und deren chinesische Automobil-Konzernmutter Joyson aus Ningbo schmieden Ausbau-Pläne für ihren neuen Standort in Sachsen: Nachdem sie Ende April 2016 die Firma „TechniSat Automotive“ übernommen hatten, wollen sie nun dessen Hauptsitz und Entwicklungszentrum unter dem neuen Firmen-Namen „Preh Car Connect“ stärken. Allein in diesem Jahr sollen 120 neue Hochtechnologie-Arbeitsplätze in der Entwicklungsschmiede für Auto-Unterhaltungselektronik entstehen, teilte Preh mit.

Entwicklungszentrum mit DDR-Wurzeln

Peter und Doris Lepper hatten die Firma „Technisat“ 1987 in Daun/ Vulkaneifel gegründet. Das Unternehmen entwickelte und produzierte anfangs vor allem Satelliten-TV-Schüsseln und wuchs dadurch rasch. 1990 übernahm Technisat zunächst 20 Mitarbeiter des DDR-Zentrums für Wissenschaft und Technik (ZWT) in Dresden und formte aus diesem Kern ein erfolgreiches Entwicklungszentrum für Unterhaltungselektronik. Ab 1997 entwickelten die Dresdner auch Autoradios und Navi-Systeme für Technisat.

Dresdner Konsumelektronik-Forschung bleibt bei Technisat

Ab Januar 2016 übernahmen die Joyson Electronic Corp. aus Ningbo in China und deren deutsche Tochtergesellschaft Preh Holding GmbH schrittweise die Automobil-Sparte von Technisat. Zentrale der neuen Preh TechniSat Car Connect GmbH wurde das „Technisat-Forschungs- und Entwicklungszentrum“ in Dresden. An diesem Standort sowie an weiteren Entwicklungsstandorten in San Carlos, Kalifornien, USA und Shanghai, China sind rund 400 Entwickler beschäftigt. Inklusive Produktion, Vertrieb und anderer Abteilungen hat die Automotive-Sparte rund 1200 Mitarbeiter. Die Konsumelektronik-Entwicklung in Dresden wurde zuvor abgespalten und bleibt als „TechniSat Dresden GmbH“ bei Technisat.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.