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Leuchtende Wache gegen den CPU-Hitzetod

Normalerweise wird das CoolRouch-R nahtlos in einen PC-Einschub montiert, hier hängt es am offenen Test-Rechner. Foto: Heiko Weckbrodt

Normalerweise wird das CoolRouch-R nahtlos in einen PC-Einschub montiert, hier hängt es am offenen Test-Rechner. Foto: Heiko Weckbrodt

„Cooltouch-R“ steuert auf Fingerzeig die PC-Lüfter

Der eine oder andere wird sich vielleicht noch an das Gigahertz-Rennen zur Jahrtausendwende zwischen Intel und AMD erinnern, als starke Lüftertechnik gefragt war: Die immer höher getakteten Prozessoren neigten zur Überhitzung und trieben damit Tempo-Nerds ständig Schweißperlen auf die Stirn, wenn sie im BIOS-Menü am PC versuchten, Lüfterdrehzahlen und Temperaturen zu optimieren. Inzwischen haben die Prozessorhersteller das Hitze-Problem zwar weit besser im Griff. Bei Benchmarks, Highend-Spielen oder anderen rechenintensiven Programmen ist aber bis heute Vertrauen gut, volle Kontrolle besser. Dafür hat sich die taiwanesische Firma „Aerocool“ hübschen Nerd-Stuff ausgedacht: Die Einschub-Lüftersteuerungen der „CoolTouch“-Reihe, mit denen man am PC Lüfterdrehzahl und Chiptemperatur überwachen und am Touch-Bildschirm per Fingerdruck beeinflussen kann.

Sieben Farben zur Auswahl

Diese Kontrolle bieten zwar längst auch Software-Lösungen, die aber sehen nicht so cool aus. Die schwarzgerahmte „CoolTouch-R“ beispielsweise, die wir im Test hatten, zeigt die Infos in sieben verschiedenen LED-Wahlfarben. Außerdem dient sie als SD-Kartenleser und USB-Hub, der die USB-Standards 2 und 3 unterstützt.

Verträgt sich nicht mit allen Ventilatoren

Links die Anschlüsse für die PC-Lüfter, in der Mitte die Wärmesensor-Leitung, rechts die Kabel für USB 2 & 3. Foto: Aerocool

Links die Anschlüsse für die PC-Lüfter, in der Mitte die Wärmesensor-Leitung, rechts die Kabel für USB 2 & 3. Foto: Aerocool

Montiert wird die Lüftersteuerung wie ein DVD-Laufwerk in einem PC-Einschub-Slot. Anzuschließen sind ein Thermo-Sensor (zwischen CPU und Lüfter zu schieben), Stromversorgung vom Netzteil (Molex mit 4 Stiften), USB-2- bzw- USB-3-Kabel und bis zu vier Lüfter-Stromanschlüsse. Das funktioniert laut unseren Tests aber nicht mit allen Lüftern. Insbesondere mit Drei-Stift-Lüftern kann die Steuerung anscheinend nicht richtig umgehen (egal, ob man dynamische oder feste Drehzahl im BIOS einstellt).

Fazit: Cool, aber nicht ganz ausgereift

In der Tablet- und Smartphone-Ära hat PC-Tuning zwar etwas an Sex-Appeal verloren. Cool sieht das CoolTouch-R aber dennoch aus und bietet mit UBS-Hub, Kartenleser und Touch-Display auch einen gewissen Mehrwert. Schade nur, dass die Kernfunktionalität – die Lüftersteuerung – einerseits nur in vier Schritten möglich ist und andererseits nicht mit allen CPU-Kühlern zusammenarbeitet. Autor: Heiko Weckbrodt

Cooltouch-R“ (Aerocool), Lüfterteuerung für den PC mit Touch-Leuchtbildschirm, USB und Kartenleser, ca. 32 Euro

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