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Heliatek will führender Zulieferer für Solarenergieglas werden

Visualisierung einer Scheibenlösung mit aufgetragenen Organiksolarzellen. Abb.: Heliatek

Visualisierung einer Scheibenlösung mit aufgetragenen Organiksolarzellen. Abb.: Heliatek

Dresden, 14.6.2012: Die auf organische Solarzellen (OPV) spezielisierte Firma „Heliatek“ in Dresden arbeitet derzeit mit Glasanbietern und Gebäudeausrüstern zusammen, um Architekturglas auf den Markt zu bringen, das Sonnenlicht in Strom wandelt. Dabei werden die Scheiben mit transparenten OPV-Folien beschichtet und ähneln dann leicht getöntem Isolierglas.

Bisher erreicht Heliatek mit seinen organische Solarfolien Transparenzraten von 40 Prozent (Verhältnis durchfallendes zu absorbiertem Licht). Bis zur Markteinführung werde man wohl 50 Prozent erreichen, gab sich Heliatek-Chef Thibaud Le Séguillon zuversichtlich. Die durchsichtigen Folien erreichen derzeit Energieausbeuten bis sieben Prozent und damit weniger als herkömmliche Siliziumsolarzellen. Allerdings „behalten die Folien ihre volle Leistungskraft, ob morgens oder abends, an einem bewölkten Tag oder bei einer nicht idealen Ausrichtung nach Norden“, betonte Technikchef Martin Pfeiffer. Die Effizienz klassischer Solarzellen ist hingegen von einer guten Südausrichtung abhängig – und sie sind eben nicht durchsichtig.

„Mit unserem Geschäftsmodell haben wir uns daher zum Ziel gesetzt, führender Lieferant maßgeschneiderter Solarfolien für die Bauindustrie zu werden“, kündigte Le Séguillon an. hw