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Globalfoundries‘ US-Chipfabrik startet Massenproduktion im 2. Halbjahr 2012

Reinraumarbeiter bereiten in der neuen Globalfoundries-Fabrik in Saratoga County, New York, die Anlagen für den ersten großen Prozessor-Produktionsauftrag vor. Abb.: IBM

Reinraumarbeiter bereiten in der neuen Globalfoundries-Fabrik in Saratoga County, New York, die Anlagen für den ersten großen Prozessor-Produktionsauftrag vor. Abb.: IBM

New York, 10.1.2012: Die Chipfabrik Nummer 8 des US-Auftragsfertigers „Globalfoundries“ (GF) wird im zweiten Halbjahr 2012 die Massenproduktion starten. Das teilten GF und der US-Elektronik-Konzern IBM heute mit, die dem neuen Werk in Saratoga County bei New York gemeinsam fertigen wollen.

Die Fab 8 wird das Dresdner Werk in der Stellung als modernste Chipfabrik im GF-Verbund ablösen. Allerdings hatte der Konzern in den vergangenen Monaten auch seinen sächsischen Standort milliardenschwer modernisiert (Der Oiger berichtete).

In der New Yorker Fabrik sollen als erstes 32-Nanometer-Chips in SOI-Technologie gefertigt werden, die bereits in IBMs Forschungs-Fab im 180 Kilometer entfernten East Fishkill in der Produktion sind. Die Fab 8 ist aber auch für 28-Nanometer-Halbleiter ausgerüstet. Ihr Bau war zunächst noch unter AMD-Regie begonnen worden, der als GF ausgegliederten AMD-Werkverbund übernahm das Projekt aber dann.

Das neue Werk bei New York gilt als eine der modernsten Chipfabriken weltweit. Es verfügt über rund 30.000 Quadratmeter Reinraumfläche und ist für eine Kapazität von 60.000 Waferstarts (Siliziumscheiben) pro Monat ausgelegt. Die 4,2 Milliarden Dollar teure Investition wurde GF durch staatliche Zusagen versüßt, bis zu eine Milliarde Dollar direkt und indirekt beizusteuern.

Zum Vergleich: Nach Abschluss der Modernisierung wird die Dresdner GF-Fabrik 52.000 Quadratmeter Reinraumfläche umfassen und bis zu 80.000 Waferstarts schaffen. Die Dresdner und die New Yorker Fabrik werden insofern innerhalb des Konzerns in einem gewissen Konkurrenzverhältnis um die lukrativsten Aufträge stehen. Zuletzt war die einst so hochgelobte Dresdner Fabrik wegen mangelnder Ausbeute bei den modernsten Prozessoren in die Kritik des Hauptkunden AMD geratenHeiko Weckbrodt

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