Alle Artikel mit dem Schlagwort: Verlust

Erfurter X-Fab aus den Verlusten heraus

317 Millionen Dollar Umsatz – Nachfrage für Hochvolt-Chips steigt Dresden/Erfurt, 12.8.2011: Das Erfurter Halbleiterunternehmen X-Fab hat sich aus der Verlustzone herausgearbeitet und seine Auftragslage deutlich verbessert. Wie X-Fab-Chef Hans-Jürgen Straub heute im Interview mit dem „Computer-Oiger“ während der Jubiläumsfeier “50 Jahre Mikroelektronik in Dresden” im Dresdner Flughafen mitteilte, realisierte der Chip-Auftragsfertiger im Jahr 2010 einen Umsatz von 317 Millionen Dollar (222,4 Millionen Euro), das sind 50,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Außerdem kam das Unternehmen aus den roten Zahlen heraus und machte einen „leichten Nettogewinn“, wie Straub informierte. 2009 hatte die Gruppe noch einen Verlust von 49,4 Millionen Dollar (35,5 Millionen Euro) ausgewiesen. “Wir sehen eine große Nachfrage nach unseren Hochvolt-Spannungs-Halbleitern“, sagte Straub. Getrieben werde dies durch den steigenden Bedarf, elektrische und elektronische Lösungen miteinander zu verbinden. „Das hängt zum Beispiel mit der zunehmenden Verbreitung von batterienbetriebenen Geräten und Sensoren und dem Aufbau intelligenter Stromnetze zusammen. Dazu kommen die technologischen Herausforderungen, die die Energiewende mit sich bringt.“ Unternehmen investiert weitere 43 Millionen Euro in Dresden Straub kündigte an, in den nächsten Jahren noch einmal über …

Solarfabriken stornieren Investitionen: Roth & Rau erwartet Verluste

Hohenstein-Ernstthal, 21.7.11: Wohl ein weiteres Indiz für das Ende des Solarbooms: Weil viele Photovoltaik-Modulhersteller wegen sinkender Nachfrage ihre Ausbaupläne einfrieren, hat der sächsische Solarfabrik-Ausrüster Roth & Rau in Hohenstein-Ernstthal eine Verlustwarnung ausgeben: Statt des erwarteten Gewinns gehe man nun von einem “geringerem Konzernumsatz und einem deutlich negativen EBIT” aus, teilte das Unternehmen am Donnerstagabend mit. Zwar seien “im zweiten Quartal 2011 neue Aufträge mit einem Volumen von rund 29 Millionen Euro eingegangen, dem standen jedoch Stornierungen in Höhe von 17 Millionen Euro gegenüber”, hieß es weiter. Roth & Rau war bereits im vergangenen Jahr mit knapp 26 Millionen Euro in die roten Zahlen gerutscht, hatte jedoch nach einem Restrukturierungsprogramm, das unter anderem Entlassungen und das Ende für besonders ehrgeizige Geschäftsfelder vorsah, eine Rückkehr in die Gewinnzone in diesem Jahr erwartet. Das Unternehmen wird derzeit vom Schweizer Solarzulieferer Meyer Burger übernommen. Ein Hintergrund der schwierigen Situation deutscher Ausrüster: Der Weltmarktanteil deutscher Solarfabriken ist in den fünf vergangenen Jahren drastisch gesunken, von 50 auf 21 Prozent. Dafür stieg der Anteil Chinas – das deutlich billiger anbietet – …