Alle Artikel mit dem Schlagwort: Leipzig

Koloriertes Porträt des Orang-Utans Max aus dem Jahr 1895. Als Vorlagen für die Abbildung nutzte der Zeichner Adolphe Philippe Millot Beobachtungen an den lebenden Tieren, Fotografien der toten Körper und Moulagen. Foto: Universitätsbibliothek Leipzig

Unheimliche Nähe: Menschenaffen & Menschen

Neue Ausstellung in Leipzig Leipzig, 31. März 2016. In der neuen Ausstellung „Unheimliche Nähe. Menschenaffen als europäische Sensation“ gehen die Universitätsbibliothek und der Zoo Leipzig der Frage nach, wie die Europäer der Neuzeit Gorillas, Schimpansen, Orang-Utans und andere Menschenaffen gesehen haben: Als Verwandte? Als Tiere? Als Launen der Natur?

Ein Adipositas-Patient lässt sich von einem Mediziner in Leipzig beraten. Foto: IFB Adipositas

Leipzig will neues Helmholtz-Institut für Stoffwechsel-Forschung

Leipzig, 23. Februar 2016. Die Uni Leipzig will weitere Medizinforschung in Sachsen konzentrieren und sich beim Bund um die Ansiedelung eines neues Helmholtz-Instituts bewerben. Das außeruniversitäre Institut soll Fettgewebs-, Stoffwechsel- und Gefäßerkrankungen wie beispielsweise Adipositas untersuchen. Als Kooperationspartner ist das Deutschen Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (HMGU) in München vorgesehen.

Auf der Dreamhack in Leipzig können am Wochenende maximal 1000 Spieler bis zu 56 Stunden lang zocken. Hier eine Archivaufnahme von einer schwedischen Dreamhack. Foo: AdelaSznajder, Dreamhack

eSport-Festival DreamHack feiert Premiere in Leipzig

Veranstalter hoffen auf Zehntausende Computerspiel-Fans aus ganz Deutschland Leipzig, 19. Januar 2016. Das größte eSport-Festival in Deutschland hat am Freitag Premiere in Sachsen: Die Leipziger Messe richtet erstmals eine „DreamHack“ nach schwedischem Vorbild aus. Auf dem Programm stehen vom 22. bis zum 24. Januar 2016 eine riesige LAN-Party für bis zu 1000 Computerspieler, hochdotierte eSport-Turniere, eine Hardware-Ausstellung und ein Cosplay-Verkleidungswettbewerb. Die Organisatoren rechen mit mehreren Tausend Besuchern aus ganz Deutschland, hoffen aber insgeheim auf Zehntausende. Denn wenn die deutsche „DreamHack“-Ausgabe ankommt, soll sie künftig jährlich in Leipzig stattfinden – und könnte dort indirekt das Erbe der an Köln verlorenen Computerspiele-Messe „Games Convention“ antreten.

Kaleidoskop der Nationen: Spiegelspiele im Erlebnisland Mathematik. Foto. Heiko Weckbrodt

Sachsens Unis prüfen, ob sie Flüchtlingshilfe als Studienleistung anerkennen

Bisher aber eher verhaltene Resonanz auf Vorstoß von Wissenschaftsministerin Stange Dresden/Freiberg/Chemnitz/Leipzig, 12. Januar 2016. Die sächsischen Universitäten beziehungsweise deren Fakultäten prüfen derzeit, ob sie den Einsatz ihrer Studenten für die Flüchtlingshilfe als Studienleistungen oder Praktika anerkennen. Allerdings äußerten sie sich auf Oiger-Anfrage eher zurückhaltend über einen entsprechenden Vorschlag der sächsischen Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD). Tenor: Wenn zum Beispiel sozial- oder sprachwissenschaftliche Studenten Sprachkurse oder Kulturangebote für Asylbewerber ehrenamtlich organisiert haben, sei eine Anerkennung als Praktikum prinzipiell vorstellbar – aber kaum für alle Studenten bis hin zu den technischen Fachrichtungen.

Damit auch jeder gleich sieht, dass das SpinLab ein innovatioves Unternehmen ist, hat das Termin einen Saal der früheren Leipziger Baumwollspinnerei zu einem Großraum-Büru umfungiert. Spezialisiert sind die Leipziger darauf, anderen Unternehmen beim Wachstum zu helfen. Vom Freistaat bekommt SpinLab Zuschüsse für einen Transfer-Assistenten bezahlt. Foto: SpinLab

Sachsen fördert Transfer-Assi für Wirtschaft

Dresden/Leipzig, 1. Januar 2016. Damit die sächsische Wirtschaft die Forschungs-Ergebnisse aus wissenschaftlichen Instituten schneller (und wahrscheinlicher) in praktische Erfolge ummünzen kann, fördert der Freistaat Transfer-Assis: Diese Assistenten sollen kleinen und mittleren Unternehmen helfen, interessante Ergebnisse der hiesigen Forschungslandschaft herauszupicken und in innovative Produkte, Verfahren oder Dienstleistungen umzuwandeln. Das sächsische Wirtschaftsministerium bezahlt den Firmen die Hälfte des Lohns, wenn sie solche Technologie-Lotsen engagieren.

Foto: TRM Leipzig

Sachsen sagt Translationszentrum Leipzig eine Million Euro pro Jahr zu

Der Freistaat will damit ein Aus für den medizinischen Forschungstransfer verhindern und das Ende der Bundesförderung ausgleichen Leipzig/Dresden, 30. Dezember 2015. Die sächsische Regierung will ein Aus für das „Translationszentrum für Regenerative Medizin“ (TRM) der Universität Leipzig verhindern. Daher hat der Freistaat nun bis 2018 je eine Million Euro pro Jahr als Sockelfinanzierung für diesen „sächsischen Inkubator“ zugesagt. Damit gleicht das Land die auslaufende Bundesförderung aus. „Ich bin sehr froh, dass wir eine Lösung für den Fortbestand des TRM gefunden haben“, betonte heute Sachsens Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD).

Gefangen! Biologe Dr. Stefan Schöneich von der Uni Leipzig hat die betrügerische Grille im Glas. Foto: Swen Reichhold/ Universität Leipzig

Will die Grille Sex, löst sie Panik aus

Insekten-Weibchen fallen darauf inzwischen aber nur noch zum Schein herein Leipzig, 15. Dezember 2015. Auf ein evolutionär recht ungewöhnliche Flirt-Strategie von männlichen Grillen ist der Insektenforscher Dr. Stefan Schöneich von der Uni Leipzig gemeinsam mit Kollegen aus den USA, aus Frankreich und Großbritannien gestoßen: Die insektoiden Machos erschrecken nämlich zielgerichtet die Weibchen mit vermeintlichen Fledermaus-Angriffen, um sie rasch zu orten und so ihre Sex-Chancen zu verbessern. Die Grillen-Damen haben den Betrug allerdings inzwischen durchschaut…

Andere zeiten, andere Umgangs-Sitten: Perseus zeigt den Kopf der Medusa, den er der Dame abgschlagen hatte, weil sie so hässlich war. Foto: Swen Reichhold

Vermeintliche Kopie entpuppt sich als antiker Perseus

Über 2300 Jahre alt: Leipziger freuen sich über etruskischen Kopf-Abhacker aus Bronze Leipzig, 9. Dezember 2015. Eine kleine Statue, die jahrelang als vermeintliche Kopie aus dem 19. Jahrhundert ein wenig beachtetes Dasein im Leipziger Museum der bildenden Künste fristete, hat sich bei näherer Untersuchung durch Leipziger Uni-Experten als über 2300 Jahre altes etruskisches Originalwerk entpuppt. Die 23,5 Zentimeter hohe Bronze-Statuette zeigt den griechischen Sagenhelden Perseus. Der nackte Heroe reißt den frisch abgehackten Kopf der Medusa triumphierend in die Höhe.

Schon im antiken Ägypten entwickelten die Bürokraten eine ganz eigene Verwaltungssprache. Das Papyrus im Vordergrund zum Beispiel schreibt ein gewisser Zenobios an Pythonikos, dass ein Mann aus Syene vorgeführt werden soll, der vorgibt, nachtblind zu sein, und deswegen seinen Dienst nicht ausüben kann. Dieser Vorgang spielte sich 231 v. u. Z. im altägyptischen Gau Apollonopolis ab. Foto (Pyramiden): Ricardo Liberato, Wikipedia, CC2-Lizenz, Foto Papyrus: Repro aus dem Papyrusportal der DFG

Bürokratensprache des antiken Ägyptens im Internet

Leipziger Papyrologen arbeiten an Online-Wörterbuch Leipzig, 29. November 2015. Schon vor 2300 Jahren gingen Bürokraten den alten Ägyptern mit ihrem Verwaltungs-Sprech auf die Nerven. Papyrologen und Informatiker der Uni Leipzig wollen in den kommenden zwei Jahren ein Internet-Wörterbuch zusammenstellen, das die Bürokratensprache des antiken Ägyptens in moderne Sprachen übersetzt. Im Fokus stehen dabei die Verwaltungssprache, wie sie unter hellenistischer, später dann unter römischer und Herrschaft üblich war. Das hat die Universität Leipzig angekündigt.

Im Vogtland versuchen Experten bereits, die gefährdeten Flussperlmuscheln nachzuzüchten. Foto: Thomas Schiller

Flussperlmuschel und Malermuschel in Gefahr

Mit dem Projekt „ArKoNaVera“ wollen TUD- und Helmholtz-Forscher die deutschen Großmuscheln retten Dresden, 25. November 2015. Noch zu Beginn des 19. Jahrhunderts bevölkerten die Malermuschel (Unio pictorum) und die Flussperlmuschel (Margaritifera margaritifera) viele Flüsse in Deutschland. Heute gelten sie als gefährdet oder sind gar vom Aussterben bedroht. Im Projekt „ArKoNaVera“ suchen Forscher der Technischen Universität Dresden (TUD) und des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) Leipzig nun nach Strategien, um diese Großmuscheln in deutschen Gewässern zu retten. Am 27. November 2015 stellt Prof. Beate Jessel, die Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz, das Vorhaben in Passau öffentlich vor.

Abb.: hw

Blogger für Medienakademie gesucht

Im Fokus der Workshops: Was Mitteldeutschland und die USA verbindet Leipzig, 19. Oktober 2015. Die Verbindungen zwischen Mitteldeutschland und den USA stehen im Themenfokus der „Mitteldeutschen Medienakademie“, die der Verein „Jugendpresse Sachsen“ Ende November in Leipzig ausrichtet. Die Organisatoren suchen nun nach Bloggern beziehungsweise angehenden Online-Journalisten, die Lust haben, dafür zu recherchieren, zu schreiben, Podcasts oder Videos zu produzieren. Die Beiträge, die in den Workshops unter der Anleitung professioneller Dozenten entstehen, werden dann auf dem Blog usa.jugendpresse-sachsen.de veröffentlicht, verspricht die Jugendpresse.

Studenten im Hörsaalzentrum der TU Dresden. Foto: TUD

Mehr Ausländer wollen an TU Dresden studieren

Dresden/Leipzig, 14. Oktober 2015. Insgesamt 7981 Erstsemester-Studenten beginnen morgen ihr Studium an der TU Dresden und damit reichlich 1000 weniger als vor einem Jahr. Gestiegen ist allerdings der Ausländeranteil: von 16,2 auf 18,1 Prozent. Um die Uni internationaler auszurichten, will der Rektor Prof. Hans Müller-Steinhagen den Anteil ausländischer Studenten bis zum Jahr 2020 auf ein Fünftel erhöhen. Auch hat er die Professoren und anderen Dozenten aufgefordert, mehr Vorlesungen in Englisch zu halten.

Blick aus dem Forschungs-Flugzeug HALO bei einem Einsatz über dem Amazonas-Gebiet. Foto: DLR (CC-BY 3.0)

Höhenflieger HALO bleibt in der Luft

DFG bewilligt Millionen für atmosphärische Forschungsprogramme der Unis Leipzig, Dresden und Frankfurt Bonn/Dresden, 9. Oktober 2015. Das Höhen-Forschungsflugzeug HALO („High Altitude and Long Range Research Aircraft“) steht weitere sechs Jahre für die wissenschaftliche Erkundung der Erdatmosphäre und -oberfläche zur Verfügung: Die „Deutsche Forschungsgemeinschaft“ (DFG) hat dafür nun ein millionenschweres Forschungsprogramm bewilligt, das von den Unis Leipzig, Dresden und Frankfurt am Main koordiniert wird. Das teilten die Partner-Universitäten heute mit – sie können jetzt Gelder für konkrete Forschungsprojekte beantragen.