Alle Artikel mit dem Schlagwort: Konjunktur

Deutlich zu sehen ist der starke Geschäftsklima-Einbruch in Ostdeutschland mit Corona, die folgende Erholungsphase und die jüngste Talfahrt seit dem russischen Einmarsch in die Ukraine. Grafik: Ifo Dresden

Geschäftsklima kühlt sich in Ostdeutschland spürbar ab

Ifo-Institut in Dresden registriert schlechte Stimmung vor allem in der Industrie und in der Baubranche Dresden, 28. Juli 2022. Angesichts von Energiepreiskrise, Corona-Nachwirkungen, Ukraine-Krieg, Baukostensteigerungen und weiteren Faktoren hat das Geschäftsklima in der ostdeutschen Wirtschaft deutlich abgekühlt. Das hat das Ifo-Institut in Dresden mitgeteilt.

Die Ökonomen haben ihre Wachstumsprognose für die deutsche Wirtschaft weiter herunterkorrigiert. Grafik: Heiko Weckbrodt

Ifo Dresden: Sachsen Wirtschaft wächst nur um 1,8 %

Post-Corona-Aufschwung erneut wegen Krieg verschoben Dresden, 28. Juni 2022. Die sächsische Wirtschaft wächst in diesem Jahr voraussichtlich nur um 1,8 Prozent. Das hat das Ifo-Institut in Dresden heute vorausgesagt. Damit fällt der Zuwachs im Freistaat laut Prognose deutlich schwächer aus als in ganz Deutschland, für das die Ifo-Forscher von 2,5 Prozent Wachstum ausgehen – nach mehreren Abwärtskorrekturen ihrer ursprünglich viel optimistischeren Voraussagen.

Der Geschäftsklima-Index ist in Ostsachsen seit dem russischen Krieg gegen die Ukraine deutlich abgesackt. Grafik: IHK Dresden

Konjunkturstimmung flaut in Ostsachsen ab

Ukraine-Krieg, hohe Energiekosten und Zulieferprobleme sorgen die Unternehmer Dresden, 18. Mai 2022. Die Geschäftslage in der ostsächsischen Industrie und im Handel ist zwar momentan noch gut, doch die wirtschaftliche Stimmungslage hat sich spürbar eingetrübt, vor allem nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine. Das geht aus der Frühjahrs-Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) Dresden hervor. Vor allem die generelle konjunkturelle Lage, die hohen Energie- und Kraftstoffkosten sowie gestiegene Rohstoffpreise und erneut wachsende Lieferkettenprobleme machen den Unternehmern Sorgen.

Prof. Timo Wollmershäuser. Foto: Ifo

Ifo senkt Wachstumsprognose für deutsche Wirtschaft

Höchstens 3,1 % Zuwachs erwartet München, 23. März 2022. Angesichts des russisches Krieges gegen die Ukraine und stark gestiegener Energiepreise hat das Ifo-Institut in München seine Konjunkturprognose für Deutschland erneut herunterkorrigiert. Demnach wird die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 wohl nur noch um 2,2 bis 3,1 Prozent wachsen. Noch Ende 2021 war das Ifo von 3,7 Prozent ausgegangen.

2013 wird laut Prognose insgesamt eher ein schwaches Jahr für den deutschen Maschinenbau, aber in der 2. Jahreshälfte ist mit Wachstum zu rechnen. Foto: VDMA

Sachsens Industrie kräftig gewachsen

Umsätze sind im Coronajahr Nr. 2 um 14,7 Prozent gestiegen Dresden, 17. Februar 2022. Die Industrie in Sachsen hat das Corona-Jahr 2021 besser verkraftet als in anderen Bundesländern. Das geht aus einer Mitteilung des Wirtschaftsministeriums in Dresden hervor, das sich dabei auf vorläufige Auswertungen in den Statistikämtern von Bund und Land stützen.

Im ostdeutschen Maschinenbau brummen die Geschäfte derzeit. Hier im Foto sind gerade zwei Mitarbeiter von Niles-Simmons Chemnitz mit der Qualitätskontrolle einer großen Kurbelwelle beschäftigt. Foto: Wolfgang Schmidt, VDMA Ost

Lage im ostdeutschen Maschinenbau hellt sich auf

Auftragsbücher füllen sich, doch Lieferengpässe und Fachkräftemangel bereiten weiter Probleme Leipzig, 29. Januar 2022. Die ostdeutsche Maschinenbau-Industrie erholt sich weiter von den Corona-Schocks. Fachkräftemangel und Zulieferengpässe sorgen allerdings weiter für Probleme. Das geht aus der jüngsten Konjunkturumfrage des „Verbandes der Maschinen- und Anlagenbauer Ost“ (VDMA Ost) aus Leipzig hervor. „Die Richtung zeigt schon seit einigen Quartalen nach oben“, informierte VDMA-Ost-Geschäftsführer Oliver Köhn. „Immer mehr Maschinenbau-Betriebe blicken auf gut gefüllte Auftragsbücher und wollen in den kommenden Monaten neue Mitarbeitende einstellen.“

Die gestörten internationalen Lieferketten haben auch den Nuss-Nachschub für die Handwerker in Sachsen verknappt. Foto: Heiko Weckbrodt

Nicht nur Chips fehlen, sondern auch Nüsse

Neben der Industrie bekommen auch viele Handwerker die Fernwellen weltweit gestörter Lieferketten zu spüren Dresden, 2. November 2021. Die Corona-Krise und ihre Begleiterscheinungen haben den Handwerkern in Sachsen vor Augen geführt, wie sehr viele von ihnen von internationalen Entwicklungen abhängen – und eben nicht nur von ihrer Region: Während sich die öffentliche Aufmerksamkeit vor allem auf die Computerchip-Engpässe in der deutschen Autoindustrie konzentriert, warten eben auch Heizungsmonteure auf Bauteile aus Asien, die Baubetriebe kämpfen mit höheren Stahl- und Holzpreisen, die Bäcker bekommen nicht genug Nüsse und Mandeln aus Übersee, das Mehl ist teurer geworden und so gut wie alle Gewerke leiden unter den hohen Energiepreisen, die ebenfalls vor allem globale Ursachen haben.

Mitteldeutsche Industriebetriebe beschäftigen 1 Million Menschen im ländlichen Raum. Doch die Infrastruktur dort ist immer noch unterentwickelt, kritisiert der VDMA Ost. Foto: VDMA Ost

Lieferprobleme belasten ostdeutschen Maschinenbau

VDMA Ost: Auftragslage ist gut, doch Materialengpässe und Energiepreise gefährden Erholung Leipzig, 23. Oktober 2021. Der ostdeutsche Maschinenbau erholt sich weiter von der Corona-Krise: In einer Umfrage beurteilten 80 Prozent der Unternehmen ihre Geschäftslage als „sehr gut“ oder „gut“. Ähnliche Werte gab es zuletzt Mitte 2019. Allerdings stören aber weiter Lieferengpässe die Produktion. Das hat der „Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau“ (VDMA) Ost aus Leipzig mitgeteilt, der die Umfrage initiiert hatte.

Zellmontage im Batteriewerk von Accumotive-Daimler in Kamenz. Was aber tun mit den Akkus, wenn sie aus dem Elektroauto wegen Reichweiteverlusten wieder ausgemustert werden? Ist ein Einsatz als stationärer Energiespeicher sinnvoller oder ein direktes Recycling? Foto: Heiko Weckbrodt

IHK: Lieferkrise nimmt dramatische Züge an

Gestörte Zulieferketten, hohe Energiepreise und Personalmangel bremsen auch in Sachsen zusehens die Corona-Erholung der Wirtschaft aus Dresden, 15. Oktober 2021. Die Stimmung in der sächsischen Wirtschaft hellt sich auf. Das hat Hauptgeschäftsführer Detlef Hamann von der Industrie- und Handelskammer (IHK) Dresden unter Verweis auf eine Konjunkturumfrage unter rund 600 Mitgliedsunternehmen eingeschätzt. „Die positiven Stimmungstreiber sind derzeit vor allem viele Dienstleister, der Verkehrssektor und der Tourismus“, sagte er. Diese Branchen seien besonders von den Corona-Verboten betroffen gewesen und sie wittern nach den jüngeren Lockerungen im Corona-Regime besonders viel Morgenluft.

Ein Sachenwerk-Mitarbeiter justiert einen Läufer in einem tonnenschweren Walzwerk-Motorgehäuse. Foto: Arno Burgi, VEM

Sachsens Wirtschaft erholt sich von Corona: 4,3 % Zuwachs

Freistaat wächst deutlich über deutschem Durchschnitt Kamenz, 24. September 2021. Die sächsische Wirtschaft hat sich im ersten Halbjahr 2021 deutlich besser von der Corona-Krise erholt als die gesamtdeutsche Wirtschaft. Das geht aus einer Meldung des statistischen Landesamtes in Kamenz hervor. Demnach wuchs die Wirtschaft im Freistaat in diesem Zeitraum um 4,3 Prozent, während das Bruttoinlandprodukt in der gesamten Bundesrepublik nur um 2,9 Prozent.

Prof. Joachim Ragnitz ist Stellvertretender Leiter der ifo-Niederlassung Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Ifo: Sachsens Wirtschaft erreicht Ende 2021 wieder Vor-Corona-Niveau

„Long Covid“: Wohlstandsverluste bleiben auf lange Sicht Dresden, 23. Juni 2021. Angesichts der jüngsten Corona-Lockerungen und Impffortschritte wachsen die sächsische und die ostdeutsche Wirtschaft nun wieder und werden voraussichtlich bis Ende 2021 ihr Vorkrisen-Niveau wieder erreichen. Das hat Prof. Joachim Ragnitz vom Wirtschaftsforschungsinstitut Ifo in Dresden heute prognostiziert. „Wir kommen damit aber noch nicht zurück auf den Wachstumspfad“, betonte er. „Unsere Wohlstandsverluste werden wir lange nicht zurückgewinnen.“

Der neue Hydraulikkran im ausgebauten Hafen Torgau. Foto: SBO

IHK-Konjunkturbarometer: Geschäftslage in Ostsachsen klar auf

Umfrage war allerdings vor 2. Coronawelle Dresden, 28. Oktober 2020. Kurz vor der jüngsten Diskussion um eine neue Corona-Ausgangssperre hat sich die Geschäftsstimmung in der ostsächsischen Wirtschaft überraschend deutlich verbessert: Das Konjunktur-Barometer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Dresden ist im Herbst aus dem tiefroten Bereich in den grünen Bereich geklettert und zeigt nun +23 Punkte statt – 21 Punkte wie noch vor einem Quartal an. Das geht aus dem jüngsten Konjunktur-Bericht der IHK Dresden hervor. Die Analyse stützt sich auf eine Umfrage unter 640 Unternehmen mit rund 27.000 Beschäftigten in Ostsachsen. Die Daten wurden allerdings bereits im September abgefragt, als die zweite Corona-Welle noch nicht deutlich absehbar war.

Oliver Köhn ist Geschäftsführer des VDMA Ost. Foto: VDMA

Ostdeutscher Maschinenbau verliert weiter an Dynamik

Industrieverband VDMA Ost sieht Ursachen nicht nur bei Corona Leipzig, 18. Oktober 2020. Die Geschäftslage im ostdeutschen Maschinenbau hat sich weiter eingetrübt – und das nicht nur wegen Corona. Die Auftragslage habe sich bereits 2019 eingetrübt, also vor der Seuche, teilte der Landesverband Ost des „Verbandes der deutschen Maschinen- und Anlagenbauer“ (VDMA) in Leipzig mit. Schuld daran seien die globalen Handelskriege, die weltweite Konjunkturflaute und der Strukturwandel in Automobilbau und Energiesektor gewesen.

Bund und Länder haben wegen der Corona-Epidemie de facto für große Teile der Wirtschaft ein Not-Aus angeordnet. Die ökonomischen Folgen sind noch nicht bezifferbar, aber sie werden drastisch sein, meinen viele Ökonomen. Foto: Heiko Weckbrodt

Deutsche Wirtschaft schrumpft im 5,4 Prozent

820.000 Jobs vernichtet – führende Ökonomen senken Prognose München, 14 Oktober 2020. Die führenden deutschen Ökonomen schauen pessimistischer in die Zukunft als noch vor ein paar Wochen und haben ihre Prognosen gesenkt. Demnach wird die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr um 5,4 Prozent schrumpfen und nicht nur um 4,2 Prozent, wie zuletzt angenommen. Für 2021 rechnen die Wirtschaftsweisen zwar wieder mit einem Aufschwung – aber eben nur um 4,7 statt 5,8 Prozent. Erst Ende 2022 werde die deutsche Wirtschaft wieder normal ausgelastet sein. Das haben das Ifo-Institut in München, das DIW Berlin, das IfW Kiel, das IWH Halle und das RWI Wien gemeinsam eingeschätzt.

Sachsens Hightech-Gründer leiden unter Risikokapital-Lücken. Foto: Heiko Weckbrodt

Privatinstitute fordern mehr Projektförderung

Zuse und AiF wünschen sich Korrekturen am Konjunkturpaket Berlin, 5. Juni 2020. Kritik am Post-Corona-Konjunkturprogramm des Bundes haben die Zuse-Gemeinschaft und die „Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen“ (AiF) geäußert: Die privaten Forschungsinstitute fordern mehr Unterstützung für die projektorientierte Forschung. „Die Stärkung der themenoffenen Projektförderung zugunsten des Mittelstands hat ihre unmittelbare und nachhaltige Wirkung auf das ‚Wieder-Hochlaufen‘ der Wirtschaft schon bei früheren Konjunkturpaketen unter Beweis gestellt“, betonte AiF-Präsident Professor Sebastian Bauer.