Alle Artikel mit dem Schlagwort: Konjunktur

Der neue Hydraulikkran im ausgebauten Hafen Torgau. Foto: SBO

IHK-Konjunkturbarometer: Geschäftslage in Ostsachsen klar auf

Umfrage war allerdings vor 2. Coronawelle Dresden, 28. Oktober 2020. Kurz vor der jüngsten Diskussion um eine neue Corona-Ausgangssperre hat sich die Geschäftsstimmung in der ostsächsischen Wirtschaft überraschend deutlich verbessert: Das Konjunktur-Barometer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Dresden ist im Herbst aus dem tiefroten Bereich in den grünen Bereich geklettert und zeigt nun +23 Punkte statt – 21 Punkte wie noch vor einem Quartal an. Das geht aus dem jüngsten Konjunktur-Bericht der IHK Dresden hervor. Die Analyse stützt sich auf eine Umfrage unter 640 Unternehmen mit rund 27.000 Beschäftigten in Ostsachsen. Die Daten wurden allerdings bereits im September abgefragt, als die zweite Corona-Welle noch nicht deutlich absehbar war.

Oliver Köhn ist Geschäftsführer des VDMA Ost. Foto: VDMA

Ostdeutscher Maschinenbau verliert weiter an Dynamik

Industrieverband VDMA Ost sieht Ursachen nicht nur bei Corona Leipzig, 18. Oktober 2020. Die Geschäftslage im ostdeutschen Maschinenbau hat sich weiter eingetrübt – und das nicht nur wegen Corona. Die Auftragslage habe sich bereits 2019 eingetrübt, also vor der Seuche, teilte der Landesverband Ost des „Verbandes der deutschen Maschinen- und Anlagenbauer“ (VDMA) in Leipzig mit. Schuld daran seien die globalen Handelskriege, die weltweite Konjunkturflaute und der Strukturwandel in Automobilbau und Energiesektor gewesen.

Bund und Länder haben wegen der Corona-Epidemie de facto für große Teile der Wirtschaft ein Not-Aus angeordnet. Die ökonomischen Folgen sind noch nicht bezifferbar, aber sie werden drastisch sein, meinen viele Ökonomen. Foto: Heiko Weckbrodt

Deutsche Wirtschaft schrumpft im 5,4 Prozent

820.000 Jobs vernichtet – führende Ökonomen senken Prognose München, 14 Oktober 2020. Die führenden deutschen Ökonomen schauen pessimistischer in die Zukunft als noch vor ein paar Wochen und haben ihre Prognosen gesenkt. Demnach wird die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr um 5,4 Prozent schrumpfen und nicht nur um 4,2 Prozent, wie zuletzt angenommen. Für 2021 rechnen die Wirtschaftsweisen zwar wieder mit einem Aufschwung – aber eben nur um 4,7 statt 5,8 Prozent. Erst Ende 2022 werde die deutsche Wirtschaft wieder normal ausgelastet sein. Das haben das Ifo-Institut in München, das DIW Berlin, das IfW Kiel, das IWH Halle und das RWI Wien gemeinsam eingeschätzt.

Sachsens Hightech-Gründer leiden unter Risikokapital-Lücken. Foto: Heiko Weckbrodt

Privatinstitute fordern mehr Projektförderung

Zuse und AiF wünschen sich Korrekturen am Konjunkturpaket Berlin, 5. Juni 2020. Kritik am Post-Corona-Konjunkturprogramm des Bundes haben die Zuse-Gemeinschaft und die „Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen“ (AiF) geäußert: Die privaten Forschungsinstitute fordern mehr Unterstützung für die projektorientierte Forschung. „Die Stärkung der themenoffenen Projektförderung zugunsten des Mittelstands hat ihre unmittelbare und nachhaltige Wirkung auf das ‚Wieder-Hochlaufen‘ der Wirtschaft schon bei früheren Konjunkturpaketen unter Beweis gestellt“, betonte AiF-Präsident Professor Sebastian Bauer.

Ladepunkt für Elektroautos an der Volkswagen-Manufaktur Dresden. Foto: Rolf Jaegers für VW Sachsen

Wirtschaft will nach Corona Milliarden-Konjunkturprogramm in Sachsen

Handwerk, Handel und Industrie fordern zusätzliche Staatsausgaben für Infrastruktur und einen neuen Beteiligungsfonds Dresden, 20. Mai 2020. Handwerker, Händler und Industrievertreter fordern ein milliardenteures Extra-Konjunkturprogramm in Sachsen, um die Folgen der Corona-Krise zu überwinden. Das geht aus einer gemeinsamen Mitteilung der Handwerkskammern (HWK) und der Industrie- und Handelskammern (IHK) im Freistaat hervor. In Summe umfasst das geforderte Programm Zusatzausgaben von rund einer Milliarde Euro pro Jahr.

ifo-Präsident Clemens Fuest. Foto: Heiko weckbrodt

Ifo-Chef: Corona-Konjunkturhilfe in EU-Innovationsagentur und Bahnnetze stecken

Schulden sind in einer Ausnahme-Krise wie jetzt kaum vermeidbar, meint Clemens Fuest – und plädiert auch für eine Bodenabgabe in Italien München, 9. Mai 2020. Um von den Corona-Pandemie besonders betroffenen EU-Mitgliedern wie Italien und Spanien – jenseits der Sofrthilfe – nach der Krise auch wirtschaftlich wieder auf die Beine zu helfen, sind mehrere Finanzierungsquellen nötig und klare Vorstellungen darüber, wofür die Hilfsgelder und -kredite ausgegeben werden sollten. Das hat Prof. Clemens Fuest, der Präsident des Ifo-Wirtschaftsforschungsinstituts in einem Videovortrag „Die Corona-Krise und der Euro“ betont. Er plädierte unter anderem für eine Bodenabgabe in Italien und gegen eine Verteilung nach dem Gießkannenprinzip.

Prof. Joachim Ragnitz ist Stellvertretender Leiter der ifo-Niederlassung Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Corona: 77 % der ostdeutschen Betriebe mit Umsatzeinbußen

Regionaler Fokus macht es in der Krise etwas einfacher Dresden, 1. Mai 2020. Die ostdeutschen Unternehmen haben die Corona-Krise bisher etwas besser weggesteckt als die Betriebe in den alten Bundesländern. Denn die meisten von ihnen sind weniger exportorientiert als die Kollegen im Westen. Auch sind sie mehr auf regionale Zulieferer ausgerichtet und müssen beispielsweise weniger um Zulieferungen aus Italien oder China fürchten. Das geht aus einer Analyse des Ifo-Instituts in Dresden hervor.

Neue Kuka-Roboter und andere Ausrüstungen für Zwickau: Volkswagen investiert ingesamt 1,2 Milliarden Euro, um sein Werk in Zwickau auf Elektroauto-Produktion umzurüsten. Foto: Volkswagen

Autokrise bremst Deutschland aus

Probleme kosteten die Bundesrepublik 0,75 % Wirtschaftswachstum, schätzt Ifo. München, 13. Januar 2020. Die Probleme der deutschen Autoindustrie haben das deutsche Wirtschaftswachstum im Jahr 2019 um 0,75 Prozent gedämpft. Das hat das Ifo-Institut aus München heute eingeschätzt. Insgesamt war die deutsche Wirtschaft im vergangenen Jahr nur um etwa 0,5 Prozent gewachsen, stand zeitweise sogar vor einer Rezession.

Wo ist der Platz des Menschen in der hochautomatisierten Elektroauto-Produktion? Hier ein Blick in die Montage des neuen ID-Stromers im Werk Zwickau von Volkswagen Sachsen. Foto: Oliver Killig für VW Sachsen

Sachsens Wirtschaft tritt auf der Stelle

Ifo-Forscher haben Abschwung zwar abgesagt – aber vor allem in der sächsischen Autoindustrie wittern sie elektrische Risiken. Dresden, 18. Dezember 2019. Ifo Dresden hat die Rezession für Sachsen abgesagt: Ganz so schlimm wie erwartet werde die wirtschaftliche Abschwächung im Freistaat wohl doch nicht ausfallen, informierte der Konjunkturexperte Joachim Ragnitz von der Dresdner Niederlassung des Wirtschaftsforschungs-Instituts Ifo. „Die Risiken aber bleiben“, warnte er heute in Dresden. Speziell die Industrie als Rückgrat der sächsischen Wirtschaft schwächele spürbar.

Viele Handwerksbetriebe haben angesichts voller Auftragsbücher Probleme, neue Kapazitäten aufzubauen: Es fehlen Meister, Gesellen und andere Fachkräfte, während Ungelernte kaum noch gefragt sind. Foto: Heiko Weckbrodt

Handwerk in Ostsachsen floriert noch – doch Stimmung trübt sich ein

Kammer fordert nach Umfrage: Neue Koalition darf nicht die Leistungsträger vergessen Dresden, 7. November 2019. Den ostsächsischen Handwerkern geht es gut: Die Auftragsbücher sind voll, die meisten Betriebe über Monate hinweg voll ausgelastet. Das hat die Herbst-Konjunkturumfrage der Handwerkskammer unter ihren Mitgliedern ergeben. Allerdings schauen immer mehr Handwerker besorgt in die Zukunft, vor allem jene, die mit der Autobranche und der allgemeinen Industrie verflochten sind.

Im ostdeutschen Maschinenbau brummen die Geschäfte derzeit. Hier im Foto sind gerade zwei Mitarbeiter von Niles-Simmons Chemnitz mit der Qualitätskontrolle einer großen Kurbelwelle beschäftigt. Foto: Wolfgang Schmidt, VDMA Ost

Deutsche Industrie auf Schrumpfkurs

München, 7. August 2019. Die Anzeichen für eine bevorstehende Rezession in Deutschland häufen sich: Teile der deutschen Industrie werden ihre Produktion in den kommenden drei Monaten wahrscheinlich drosseln. Das geht aus der jüngsten Konjunktur-Umfrage des Wirtschaftsforschungs-Instituts „Ifo“ aus München hervor.

Andreas Aumüller (l.) von Creditreform Dresden und Creditreform-Chefökonom Michael Bretz am 4. Oktober in den Räumen von Creditrefoirm Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Sachsens Mittelstand wächst gegen den Bundestrend

Creditreform-Umfrage: Bundesweit schwächt sich Konjunktur ab, Mittelstand in Freistaat rechnet dagegen mit Wachstum Dresden, 4. Oktober 2018. Der kleinen und mittleren Betriebe in Sachsen machen derzeit bessere Geschäfte als der Mittelstand in anderen Gegenden Deutschlands. Das geht aus der aktuellen Konjunktur-Herbstumfrage hervor, die der Wirtschafts-Dienstleisters „Creditreform“ heute in Dresden vorgestellt hat. Demnach hat sich das Konjunkturklima nach eigener Einschätzung der deutschen Mittelständler bundesweit eingetrübt, die Sachsen dagegen berichten über steigende Umsätze, mehr Aufträge und die Aussicht auf noch bessere Geschäfte.