Alle Artikel mit dem Schlagwort: Fusion

Auch 5G-Mobilfunk-Elektronik gehört zum Portefeuille von Xilinx. Foto: Xilinx

AMD kehrt nach Dresden zurück

Durch Xilinx-Kauf wird der US-Konzern auch Eigner der ehemaligen TU-Ausgründung Airrays Dresden, 15. Februar 2022. Eine reichliche Dekade nach dem Abschied aus Sachsen ist AMD zurück in Dresden. Hintergrund ist die Übernahme des kalifornischen Elektronikunternehmen „Xilinx“. Dadurch kommt AMD auch in den Besitz einer Funkantennen-Firma, die Ingenieure und Unternehmer im Oktober 2013 unter dem Namen „Airrays“ aus der TU Dresden ausgegründet hatten und die im Juli 2019 durch Xilinx übernommen worden war. Die Zeichen stehen in dieser Dresdner Technologieschmiede bereits seit geraumer Zeit auf Wachstum und neue Jobs.

Aufgeschnittener Pendix-Motor. Foto: Pendix

Pendix kauft Lastenrad-Hersteller VSC Bike

Zwickauer E-Nachrüster wollen mehr Kunden im Post- und Flottensektor gewinnen Zwickau, 12. Januar 2022. In die sächsische Fahrradindustrie kommt neue Bewegung: Der Elektrofahrrad-Nachrüster „Pendix“ aus Zwickau kauft den Lastenfahrrad-Hersteller „VSC Bike“ aus dem sachsen-anhaltinischen Allstedt. Das hat Pendix heute mitgeteilt, ohne Angaben über den Kaufpreis zu machen. Durch die Übernahme wollen die Zwickauer mehr internationale Postdienste und Unternehmen mit Werksflotten als Kunden gewinnen.

Diese künstlerische Darstellung veranschaulicht, wie ein elektrisches Wechselfeld - ähnlich einem Blitz - einem Proton (links) dabei hilft, durch den "Abstoßungsberg" eines Bor-Isotops zu tunneln. Die folgende Kernfusion setzt drei positiv geladene Atomkerne frei, auch Alpha-Strahlung genannt. Visualisierung: Bild: Sahneweiß für das HZDR

Blitzfelder starten Kernfusion

Helmholtz-Forscher halten Bor-gespeiste Fusionsreaktoren für möglich, die Strom direkt erzeugen Dresden-Rossendorf, 6. November 2022. Auf der Suche nach einer sauberen und fast unerschöpflichen Energiequelle nach Art der Sonne versuchen viele Forscher weltweit eine Ketten-Fusion schwerer Wasserstoffteilchen in Gang zu setzen, um dann mit der entstehenden Hitze Strom zu erzeugen. Aber durch Abfolgen schnell wechselnder Blitze aus elektrischen Feldern lassen sich auch weit schwerere Atomkerne wie etwa Bor mit Protonen fusionieren. Und dabei entstehen statt gefährlicher Neutronen elektrisch geladene Atomrümpfe, die sich direkt für die Stromerzeugung einspannen lassen. Das hat ein Team um den Physiker Prof. Ralf Schützhold vom „Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf“ (HZDR) nachgewiesen. Allerdings ist noch nicht klar, ob und wann dieser Prozess für eine selbsttragende kommerzielle Energieerzeugung nutzbar ist.

Reinstsilizium für die Mikroelektronik ist gefragt - hier ein Blick in die Kristall-Zuchtanlagen bei siltronic. Foto: Siltronic

Globalwafers übernimmt deutsche Siltronic

Taiwanesisches Unternehmen hat nun mehr als die Hälfte der Aktien erworben München/Freiberg/Hsinchu, 10. Februar 2021. „Globalwafers“ hat die Mehrheit der Siltronics-Aktien erworben. Damit ist dem taiwanesischen Unternehmen die bereits angekündigte Übernahme des größten deutschen Wafer-Herstellers gelungen. Gleichzeitig entsteht damit einer der größten Hersteller von Siliziumscheiben („Wafer“) für Chipfabriken.

An den Prüfständen im Keller unterziehen die Dresdner Preh-Ingenieure die neuentwickelten Auto-Radios und -Navis Langzeit-Betriebstests. Foto: Heiko Weckbrodt

Aus Preh wird Joynext: Chinesen sind offener für Neues

Dresdner Entwicklungsschmiede für Autoelektronik verliert ihren Hauptsitz-Status Dresden, 8. Mai 2020. Eine traditionsreiche Autoelektronik-Entwicklungsschmiede in Dresden-Merbitz bekommt erneut einen neuen Namen: Aus „Preh Car Connect“ (PPC) wird nun „Joynext“. Das teilte der Besitzer, die chinesische Autozuliefer-Gruppe „Joyson Electronics“, mit.

Foto: NXP

Fusionswelle in Mikroelektronik am Zenit

„IC Insights“ hält weitere Großübernahmen unwahrscheinlich Scottsdale, 19. August 2018. Die Fusions- und Fresswelle in der internationalen Mikroelektronik-Branche ist womöglich erst mal vorbei. Sie wird zumindest nicht mehr solche Ausmaße annehmen wie in den vergangenen Jahren. Dies hat das US-amerikanische Marktanalyse-Unternehmen „IC Insights“ aus Scottsdale prognostiziert.

Ein Brexit, also ein EU-Austritt der Briten, würde auch Deutschland schaden und die EU strategisch ändern. meint ifo-Präsident Clemens Fuest. Montage: hw, Flaggenabb.: EU-Kommission, Wikipedia, UK, Public Domain

IWH: Börsen-Fusion nach Brexit „folgerichtig“

Frankfurt und London wollen zusammengehen Halle, 27. Juli 2016. Als „folgerichtig“ hat Professor Reint E. Gropp, der Präsident des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH), die sich nun abzeichnende Fusion der Deutschen und der Londoner Börse bezeichnet. „Europa braucht einen wettbewerbsfähigen Finanzstandort und gerade jetzt nach dem Brexit waren die Argumente für eine Fusion überzeugender denn je“, betonte er.

Dresdner Fraunhofer-Prüfinstitut IZFP erwartet Schub durch neue Mutter IKTS

Dresden, 12. Dezember 2013: Das Fraunhofer-Teilinstitut für zerstörungsfreie Prüfverfahren (IZFP) in Dresden-Klotzsche hofft durch die Eingliederung in das Keramikinstitut IKTS auf einen Schub für die eigenen Entwicklungsprojekte und Perspektiven. Das erklärte Prof. Dr. Norbert Meyendorf, der bisherige Leiter des Dresdner IZFP. Das Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme (IKTS) in Dresden-Gruna selbst habe interessante Projekte und Kunden. Durch die künftige Zusammenarbeit könnten sich daher neue Ideen auch für das eigene Profil ergeben.

Fraunhofer fusioniert in Dresden Institute

Ab Sommer 2014 nur noch 9 statt 12 Einrichtungen Dresden, 10. Dezember 2013: Die Fraunhofer-Gesellschaft (FHG) legt weitere Institute in Dresden zusammen. Ab dem Sommer 2014 wird es demnach in der sächsischen Landeshauptstadt nur noch neun statt einst zwölf – mehr oder minder eigenständige – Fraunhofer-Einrichtungen geben. Nachdem bereits das Nanoelektronikzentrum CNT seine Selbstständigkeit verloren hatte und als bloße Abteilung ins Photonikinstitut IPMS integriert wurde, sind nun das Organikelektronikzentrum Comedd und das „Fraunhofer-Institut für Zerstörungsfreie Prüfverfahren“ IZFP fällig.

Chipausrüster Applied Materials und Tokyo Electron wollen fusionieren

Unternehmen hoffen auf mehr Schlagkraft und Sparpotenzial Santa Clara/Tokio, 24. September 2013. Die Chipwerk-Ausrüster Applied Materials (Santa Clara, USA) und Tokyo Electron (Tokio, Japan) wollen fusionieren. Das kündigten beide Unternehmen gestern an. Damit würde einer der weltweit größten Ausrüster für die Halbleiter- und Bildschirmindustrie entstehen. Dem gemeinsamen Abkommen müssen nun allerdings noch die Aktionäre beider Unternehmen sowie die Kartellbehörden zustimmen.

Videospiel-Verbände BIU und GAME wollen fusionieren

Mehr Gehör für deutsche Spielewirtschaft erhofft Berlin/Köln, 21. August 2013: Um der deutschen Computerspiel-Wirtschaft mehr Gehör bei politischen Entscheidungen zu verleihen, wollen die Branchenverbände „G.A.M.E“ und BIU fusionieren. Das kündigten beide Vereine gestern zum Auftakt von Europas größter Videospielmesse „Gamecom“ in Köln an. Durch die Vereinigung entstehe ein mehr als 100 Mitglieder starker Branchenverband, der die Interessen der Spiele-Industrie in Deutschland künftig mit einer Stimme vertreten solle, heißt es in der gemeinsamen Mitteilung.

Kommentar: Europa-Foundry könnte mit 450-mm-Fab mehr anfangen als ein „Chip-Airbus“

Die Spitzenvertreter von Europas Halbleiterbranche haben beim Gipfeltreffen ISS in Italien den Vorschlag eines „Airbus für Chips“ mit Ja und Amen begrüßt. Sicher hat die Idee Charme, die europäische Mikroelektronik zu einem Mega-Verbund zusammenzuschließen, um gemeinsam Herausforderungen wie 450-mm-Fabriken und EUV-Belichtung zu stemmen. Immerhin haben die deutschen, französischen und britischen Flugzeugbauer dem Konkurrenten Boeing erhebliche Marktanteile abnehmen können, nachdem sie sich ab 1970 zum Airbus-Konsortium zusammen taten. Ob dasselbe heute und in der Mikroelektronik wiederholbar ist, bleibt offen. Wenn Europa diese Technologieschritte wirklich gehen will, dann aber wohl eher nicht mit einem „Airbus“-Projekt, das für die Industriepartner extrem riskant wäre. Richtig Sinn hätten 450-mm-Chipfabriken wäre nur für eine „Europa-Foundry“. Warum, versuchen wir nachfolgend zu beantworten.

Europas Hableiterbranche will „Airbus für Chipindustrie“

Mikroelektronik-Manager sehen nur kooperativ Chance auf eigene 450-mm-Fabrik in Europa Stresa, 28. Februar 2013: EU-Kommissarin Neelie Kroes hat der europäischen Halbleiterbranche einen Zusammenschluss vorgeschlagen, wie es die einst separaten Flugzeugbauer für den Airbus getan haben – und ist für diesen „Airbus für Chips“-Vorstoß nun auf dem Mikroelektronik-Treffen „ISS Europe 2013“ im italienischen Stresa gefeiert worden. Der „Airbus“ wären in diesem Fall vor allem zwei extrem kostenintensive Technologien, ohne die die europäische Mikroelektronik hinter Taiwan und die USA stark zurückfallen würden: Der Bau mindestens eines Chipwerkes in Europa, das 450 statt 300 Millimeter große Siliziumscheiben (Wafer) verarbeiten kann und der Umstieg auf Röntgen-Lithografie (EUV).