Alle Artikel mit dem Schlagwort: F/E

Deutsche Großunternehmen investieren besonders viel in Innovationen im Europa-Vergleich. Grafik: Zuse

Deutsche Konzerne investieren am meisten in Innovationen

Frankreich auf Platz 2 Berlin, 8. September 2020. Die deutsche Wirtschaft und speziell die Großunternehmen investieren im Europa-Vergleich besonders viel in Forschung und Entwicklung (FuE). Darauf hat die Zuse-Gemeinschaft wirtschaftsnaher Forschungsinstitute hingewiesen. Sie stützt sich dabei auf Daten der europäischen Statistikagentur „Eurostat“ und die EU-Studie EU R&D Scoreboard. “Deutschland nimmt bei Forschung und Entwicklung in der Europäischen Union eine Spitzenposition ein, nicht nur weil es der einwohnerreichste Mitgliedstaat ist, sondern auch, weil seine Großunternehmen hierzulande stark in Sachen Innovationen unterwegs sind”, betonen die Zuse-Autoren. “Augenfälligstes Beispiel ist Volkswagen mit jährlichen FuE-Ausgaben von rd. 13,6 Milliarden Euro.”

Auch das gehört nun zum Firmenprofil: "Coool Case-Chef Christian Michel mit einem für für die Firma Brita entwickelten Wasserspender. Foto: Heiko Weckbrodt

Medizintechnik aus Dresden für den Kampf gegen Corona

„Coool Case“ baut in der neuen Fabrik in Reick derzeit an der Auslastungsgrenze wichtige Spezialgehäuse für Intensivstationen Dresden, 18. März 2020. Kurz nach dem Umzug nach Dresden-Mickten nach Reick brummt die neue Fabrik des ehemaligen PC-Herstellers „Coool Case“ bereits in Überauslastung. „Andere fahren runter, wir fahren hoch“, sagt Geschäftsführer Christian Michel. Das habe aber keinen freudigen Anlass, sondern mit der Corona-Pandemie zu tun: Die Dresdner liefern die Spezialgehäuse für jene Medizintechnik, die jetzt dringend an den Beatmungsbetten auf den Intensivstationen der Krankenhäuser gebraucht wird. „Wir können uns vor Aufträgen kaum retten.“

Zeiss arbeitet auch an Mikroelektronik-Zukunftstechnologien - hier eine EUV-Lithographie-Optik. Foto: Zeiss

Halbleiter-Branche kurbelt Forschung wieder an

Prognose: Weltweite FuE-Ausgaben in der Mikroelektronik steigen künftig um 4,4 Prozent pro Jahr. Scottsdale, 3. März 2020. Wegen wachsender technologischer Herausforderungen wird die Halbleiter-Branche in den nächsten Jahren deutlich mehr in Forschung und Entwicklung (FuE) investieren als zuletzt üblich. Das hat das Marktforschungs-Unternehmen „IC Insight“ aus Scottsdale in den USA prognostiziert. Demnach werden die FuE-Ausgaben der Mikroelektronik-Unternehmen weltweit um durchschnittlich 4,4 Prozent pro Jahr zulegen. Zum Vergleich: In den Jahren 2014 bis 2019 stiegen die Forschungsausgaben im Schnitt nur um 3,9 Prozent pro Jahr.

Sonneneruption im März 2004 - solche Fotos werden im FITS-Format gespeichert. Abb.: ESA/NASA

Solarfirma CTF plant Pilotanlage in Dresden

Forschungszentrum zieht in Technopark Nord Dresden, 7. Januar 2020. Der Solarmodulfabrik-Ausrüster „CTF Solar“ verlegt sein Dresdner Forschungszentrum von der Wetterwarte in den Technopark Nord. Das hat das Immobilien-Unternehmen „BNP Paribas Real Estate“ mitgeteilt, das bei der Objektsuche nach eigenen Angaben behilflich war.

Regnerationswürmer unterm Mikroskop. Foto: Heiko Weckbrodt

Steuerbonus Forschung ab 2020

Bund will vor allem Auftragsforschung kleiner Unternehmen fördern Berlin, 9. November 2019. In Zukunft wird es auch in Deutschland einen Steuerbonus geben, wenn ein Unternehmen forscht und insbesondere auch Forschung in Auftrag gibt. Das hat der Bundestag nun beschlossen. Wenn auch der Bundesrat zustimmt, könnte das Forschungszulagengesetz am 1. Januar 2020 in Kraft treten, teilte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) mit.

In modernen Autos verbauen die Hersteller immer mehr Elektronik - und davon profitieren auch wichtige Chipproduzenten wie die Infineon-Fabriken in Dresden. Foto: Infineon

Infineon startet Entwicklungszentrum in Dresden

Fokus liegt zunächst auf Autosensoren und Hochspannungs-Chips, KI-Projekte folgen Dresden, 11. Dezember 2018. Infineon richtet momentan sein avisiertes Entwicklungszentrum für Automobilelektronik und „Künstliche Intelligenz“ (KI) in Dresden ein. Das teilte der deutsche Halbleiterkonzern heute mit. Das Zentrum ist an die Chipfabriken in Dresden-Klotzsche angedockt.

Die US-Mikroelektronik - hier ein Intel-Wafer - dominiert mit 55 % Anteil ganz klar den Halbleiter-Weltmarkt. Europas Antel wrd auf nur 6 % geschätzt. Foto: Intel

Intel steckt jeden fünften Umsatz-Dollar in Forschung

Top 10 von „IC Insights“ zeigt: Wer Marktführer bleiben will, buttert viel in F/E hinein Scottsdale, 20. Februar 2017. Gut beraten ist, wer in einer Hochtechnologie-Branche mitmischt und jährlich viel in Forschung und Entwicklung investiert, statt hohe Dividenden aus dem Unternehmen abzuzwacken. Dieser Zusammenhang spiegelt sich auch in einer aktuellen Auflistung aus der Halbleiter-Industrie, die das US-Marktforschungsunternehmen „IC Insights“ aus Scottsdale nun erstellt hat: So gab Weltmarktführer Intel im Jahr 2016 insgesamt 12,7 Milliarden Dollar (12 Mrd. €) für Forschung und Entwicklung (F/E) aus – soviel wie die nächstfolgenden drei Konzerne zusammen. Was man so interpretieren mag, dass sich Marktführerschaft nur durch hohe F/E-Ausgaben behaupten lässt.

Praktica-Konstrukteur Siegfried Böhm (Mitte) mit Laborleiter Werner Kühnel (links) und der wissenschaftliche Mitarbeiter Gerhard Jehmlich erproben eine Praktina, etwa im Jahr 1953. Foto: Privatarchiv, aus: Gerhard Jehmlich: Der VEB Pentacon Dresden

Trauer um Praktica-Konstrukteur Böhm

Ingenieur starb kurz nach seinem 95. Geburtstag in Dresden Dresden, 25. August 2016. Siegfried Böhm (1921-2016), der Konstrukteur der legendären Spiegelreflexkamera „Praktica“ ist tot: Er starb am 23. Juli 2016, kurz nach seinem 95. Geburtstag, in Dresden. Das haben die Technischen Sammlungen Dresden (TSD) mitgeteilt. Für den Freitag ist eine Trauerfeier geplant.

Susann Hirschberg und Marcel Kowallik bei der Entkontrolle am 5.000.000sten Volkswagen aus Sachsen im Werk Zwickau. Foto: Volkswagen

Ifo Dresden fordert aktivere Wirtschaftspolitik in Ostdeutschland

Forscher: Sonst schafft Osten niemals den Anschluss Dresden, 24. August 2016. Für eine aktivere Wirtschafts- und Technologietransfer-Förderung in Ostdeutschland hat der Wirtschaftsforscher Prof. Joachim Ragnitz vom „ifo“-Institut in Dresden plädiert. Andernfalls werde in überschaubarer Zukunft wohl nur Sachsen und Brandenburg der Anschluss an das gesamtdeutsche Wirtschaftsniveau gelingen.

Neue Regierung will Internet-Institut gründen

Hightech-Wirtschaft reagiert verhalten auf Koalitionsvertrag Berlin, 27. November 2013: Die neue Bundesregierung von CDU und SPD bekennt sich – wenn auch etwas halbherzig – zur Computerspiel-Kultur der jüngeren Generationen, plant offensichtlich eine Jugendschutz-Novelle und will ein öffentlich finanziertes Internet-Institut einrichten. Auch die Digitalisierung des deutschen Kulturerbes soll vorangetrieben werden. Das geht aus dem heute geschlossenen Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD hervor. Die Wirtschaft reagierte verhalten.

High-Tech-Firmen setzen in Forschung zunehmend auf Leih-Ingenieure

DIS-Analyse: Industrie im Raum Dresden generiert hohe Nachfrage für Zeitarbeit Dresden, 7. Mai 2013. Hochtechnologie-Unternehmen setzen in wachsendem Maße hochqualifizierte Leiharbeiter ein, um Entwicklungsprojekte voranzutreiben. Das geht aus einer Analyse der Zeitarbeitsfirma DIS AG für die Region Dresden hervor. Generell ist laut dieser Auswertung die Industrie-Nachfrage für Zeitarbeiter derzeit groß. Auch daher fällt das Job-Wachstum im Leiharbeiter-Segment stärker aus als im klassischen Arbeitsmarkt.

Cluster können Technologie-Konzerne nicht ersetzen

“Silicon Saxony”: Verbünde können dennoch “selbstverstärkende Wachstumseffekte” auslösen Dresden, 27.6.2012. Forschungs- und Firmenverbünde wie die Cluster „Cool Silicon“, „Silicon Saxony“ oder „Solar Valley“ in Mitteldeutschland werden die Schlagkraft großer Technologiekonzerne in den USA und Asien nicht erreichen. Dennoch können sie helfen, die Innovationsschwäche der kleinteiligen ostdeutschen Industrie zu überwinden und für „selbstverstärkende Wachstumseffekte“ sorgen. Das haben Forscher, Unternehmer und Politiker heute auf dem „Silicon Saxony“-Tag in Dresden eingeschätzt.