Alle Artikel mit dem Schlagwort: CO2

Das Kunstwerk "Feldzeichen" im Findlingspark Nochten interpretiert das Thema "Findlinge und Eiszeit". Foto: Peter Weckbrodt

CO2-Verwerter können Ökobilanz in Zementwerken verbessern

IDTechEx: Kohlendioxid-Fänger müssen aber 100 Mal größer werden Cambridge, 14. September 2021. Der Druck auf die Betonhersteller wächst, ihre ökologische Bilanz zu verbessern. Denn einerseits ist die Herstellung von Zement energieintensiv, anderseits setzen die dabei nötigen chemischen Reaktionen Kohlendixoxid (CO2) frei. Schon jetzt ist die Zementproduktion für sieben Prozent der von Menschen verursachten CO2-Emissionen von Kohlendixoxid (CO2) verantwortlich, heißt es in einer Analyse von Robbie M. Andrew vom norwegischen „Cicero Center for International Climate Research“. Und die Belastung der Atmosphäre durch die Bauindustrie wird voraussichtlich noch stark wachsen: Laut Schätzungen des „Weltrates für grünes Bauen“ wird sich der globale Gebäudebestand bis 2050 verdoppeln. Lösungen sind in Sicht, allerdings noch viel zu kleinformatig im Einsatz, betonen die Analysten des britischen Marktforschungs-Unternehmens „IDTechEx“ aus Cambridge. Sie sehen einen vielversprechenden Weg in Technologien, die gleich bei der Zementproduktion das CO2 abbinden und das Gas möglichst gleich vor Ort weiternutzen.

So etwa sollen die elektrischen Alice-Frachtflugzeuge von DHL aussehen. Visualisierung: DHL

DHL kauft 12 Elektroflugzeuge

Israelische „Eviation Alice“ soll ab 2024 bis zu 1,2 Tonnen Fracht in die Luft bringen Bonn, 3. August 2021. Um seine Umweltbilanz zu verbessern, kauft DHL zwölf Elektroflugzeuge vom Typ „Alice“ vom israelischen Unternehmen „Eviation“. Das hat das Logistikunternehmen heute in Bonn angekündigt. Dadurch soll das „erste elektrische und somit emissionsfreie Luftfracht-Netzwerk“ entstehen, hieß es von DHL.

Das ILK betreibt in seinem Technikum sowohl wärme- wie auch kältetechnische Versuchsanlagen. Foto: Heiko Weckbrodt

Viel Öko-Potenzial schlummert in Bürokomplexen

Drei Millionen Tonnen CO2 pro Jahr lassen sich durch eine Umrüstung auf bessere Luft-. und Kältetechnik sparen, haben Dresdner ILK-Ingenieure ausgerechnet. Dresden, 24. Januar 2020. Die Eigentümer von Büro- und Verwaltungsgebäuden in Deutschland könnten einen höheren Beitrag zum Umweltschutz leisten, wenn sie alle Lüftungs- und Kältetechnik auf den neuesten technischen Stand umrüsten würden. Das geht aus einer Studie des „Instituts für Luft- und Kältetechnik“ (ILK) Dresden hervor.

Die Pilotanlage von Sunfire in Dresden-Reick hat mit der Dieselproduktion aus Luft, Wasser und Ökostrom begonnen. Foto: Sunfire/ Cleantech Media

Fraunhofer erforscht in Freiberg Kohlenstoff-Kreisläufe

Sachsen sagt Anschubfinanzierung für neue Außenstelle zu Freiberg, 4. Juni 2019. An der Bergakademie Freiberg siedelt sich eine neue Fraunhofer-Institutsaußenstelle für „Kohlenstoff-Kreislauf-Technologien“ an. Das teilte die Uni heute mit. Die sächsische Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD) habe eine Anschubfinanzierung zugesagt. Die Zusage wolle die Ministerin am 11. Juni in Freiberg übergeben.

Abb.: ICOS

ICOS misst Europas Umweltbilanz aus

Auch TU Dresden ist an Ökoforschungs-Netz beteiligt Helsinki/Dresden, 20. November 2015. Institute aus acht europäischen Ländern wollen gemeinsam ein kontinentales Überwachungssystem für Europas Umweltbilanz aufbauen. Im Fokus des „Integrated Carbon Observation System“ (ICOS ERIC) werden vor allem die Kreisläufe von Kohlenstoff und Treibhausgasen stehen, teilte das wissenschaftliche Konsortium mit. Beteiligt ist auch die TU Dresden.

Savannen wie hier in Tansania nehmen insgesamt nur recht wenig von dem Kohlendioxid auf, das der Mensch vor allem durch die Verfeuerung fossiler Brennstoffe freisetzt. Sie verursachen aber - je nach Niederschlags-Menge - die Schwankungen in der globalen Kohlenstoffbilanz. Foto: Fritz/Heinrich

Kriegt die Savanne genug Regen, verbessert sich globale CO2-Bilanz

Wälder wirken als Riesenpuffer gegen Klimawandel Jena, 24. Mai 2015. Riesige natürliche Puffer sorgen dafür, dass der Klima-Wandel nicht so schnell voranschreitet, wie es Forscher früher mit Blick auf die Luftverpestung durch den Menschen berechnet hatten: Seit über 50 Jahren nehmen die Wälder und anderes Grünzeug rund um den Erdball mehr Kohlendioxid (CO2) auf, als sie wieder an die Luft abgibt. Den Großteil davon wird in tropischen Regenwälder und in Wäldern unserer Breiten per Photosynthese in Kohlenhydrate (Zuckerbasis) umgewandelt. Wieviel vom atmosphärischen CO2 pro Jahr aber tatsächlich „verzuckert“ werden kann, hängt entscheidend davon ab, ob es im jeweiligen Jahr in den Savannen und in den Buschländern auf der Erde geregnet hat. Das haben Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Biogeochemie aus Jena nun herausgefunden.