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Die meisten akademischen Zuwanderer sind in Deutschland geblieben

Ein Großteil der hochqualifizierten "Blue Card"-Zuwanderer ist in Deutschland geblieben. Grafik: Destatis
Ein Großteil der hochqualifizierten „Blue Card“-Zuwanderer ist in Deutschland geblieben. Grafik: Destatis

Seit 2012 sind 200.000 Hochqualifizierte per „Blue Card“ nach Deutschland gekommen

Wiesbaden, 21. Juli 2023. Die „Blue Card“ für ausländische Akademiker hat zwar nicht gerade zu einem riesigen Fachkräfte-Zuzug nach Deutschland gesorgt, sich aber durchaus bewährt: Von 2012 bis 2022 haben knapp 200.000 ausländische Fachkräfte mit akademischer Ausbildung solch eine blaue Zuwanderungskarte bekommen – und ein Großteil davon ist auch in Deutschland geblieben. Das geht aus einer Erhebung des statistischen Bundesamtes (Destatis) aus Wiesbaden hervor.

83 % sind geblieben

Demnach „lebten 83 % derjenigen, die diesen Aufenthaltstitel zwischen 2012 und 2017 erhielten, nach fünf Jahren weiterhin in Deutschland“, heißt es in einer Destatis-Mitteilung. Die Bundesrepublik hatte diese besondere Aufenthaltserlaubnis für hochqualifizierte Fachkräfte aus dem Ausland 2012 eingeführt. Sie galt als Anschlussregelung für die „Green Card“, die die Schröder-Regierung bereits im Jahr 2000 eingeführt hatte, um vor allem Informatiker aus Indien („Computer-Inder“) anzuziehen. Diese Rechnung ist auch insofern aufgegangen, da 22 Prozent der „Blue Card“-Empfänger eine indische Staatsbürgerschaft hatten beziehungsweise haben. Anteilig auf dem zweiten Platz folgten chinesische und russische Akademiker.

Immerhin elf Prozent der seither auf diesem Weg zugewanderten Menschen haben inzwischen einen Deutschen Pass, wurden also eingebürgert. Die Allermeisten (knapp 60 Prozent) haben inzwischen die Blue Card gegen eine klassische Niederlassungserlaubnis eingetauscht.

Autor: hw

Quelle: Destatis

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger