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Sachsen gründet KI-Kompetenzstelle

Künstliche Intelligenz, wie sie die KI "Dall-E" visualisiert hat
Künstliche Intelligenz, wie sie die KI „Dall-E“ visualisiert hat

Sie soll Ökosystem für Künstliche Intelligenz im Freistaat knüpfen helfen

Dresden, 26. Mai 2023. Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) hat beim KI-Kongress in Dresden eine Landes-Kompetenzstelle für Künstliche Intelligenz (KI) gegründet. Sie gehört zur Digitalagentur Sachsen (Dias) und soll helfen, ein landesweites KI-Ökosystem aufzubauen sowie die Werbetrommel für Sachsens KI-Szene rühren. Das geht aus einer Mitteilung des Wirtschaftsministeriums in Dresden hervor.

„Das Thema KI ist ein echtes Zukunftsthema“, meint Dulig. „Anwendungen wie ChatGPT zeigen uns bereits jetzt, was mit KI alles möglich ist.“ Mit der Kompetenzstelle schaffe der Freistaat eine Anlaufstelle, „um Unternehmen in Sachsen zu unterstützen und bei der Vernetzung untereinander zu helfen“.

Sachsen will bei Schlüsseltechnologie international aufschließen – Chancen in Teilmärkten

Hintergrund: Sachsen will in der Schlüsseltechnologie „Künstliche Intelligenz“, die bisher von US-amerikanischen und chinesischen Akteuren dominiert wird, auch international mitmischen. Deshalb hat die Landesregierung eine eigene KI-Strategie beschlossen, zu der auch die nun gegründete Kompetenzstelle gehört. In den ganz großen KI-Themen nahe am Endkonsumenten wird der Freistaat mangels ausreichender Ressourcen auch in Zukunft kaum etwas bestellen können. Die sächsischen Akteure besetzen aber durchaus interessante Nischen: Sie arbeiten federführend mit an eigenen europäischen und deutschen KI-Sprachmodellen, forschen an transparenten und quelloffenen KIs, zudem beschäftigen sich viele Akteure in der Wirtschaft mit KI-Anwendungen in der Industrie, Qualitätskontrolle, Buchhaltung, Fabriksteuerung und vorausschauender Wartung. Zudem haben sie mit der starken Dresdner Mikroelektronik-Industrie auch eine starke Hardware-Basis für eigene KI-Lösungen im Rücken. Insofern hat der Freistaat durchaus Chancen, in KI-Teilmärkten zu reüssieren.

Autor: Heiko Weckbrodt

Quellen: SMWA, Oiger-Archiv

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger