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Die meisten Eltern wollen Informatik als Pflichtfach

Die Gamer-Tastatur Shark Zone K20 richtet sich speziell an Spieler und kann in drei verschiedenen Leuchtfarben programmiert werden. Foto: Sharkoon
Foto: Sharkoon

Bitkom: Schüler sollten sich beizeiten auf digitale Welt vorbereiten

Berlin, 22. März 2023. Eine breite Mehrheit der Eltern in Deutschland wünscht sich Informatik als Pflichtfach an den Schulen. Das hat eine Umfrage des deutschen Digitalwirtschaftsverbandes „Bitkom“ aus Berlin ergeben. Demnach wollen 83 Prozent, dass Programmieren und verwandte Fähigkeiten ab der 5. Klasse gelehrt werden.

„Schülerinnen und Schüler sollten früh an die Informatik herangeführt werden“, fordert Bitkom-Präsident Achim Berg. „Die Schulen müssen sie auf ihrem Weg in die digitale Welt bestmöglich mit dem nötigen Wissen und Fähigkeiten ausstatten. Das wird auch dabei helfen, mehr jungen Menschen eine Karriere in der IT zu ermöglichen.“

Auch der sächsische Hightech-Branchen-Verband „Silicon Saxony“ und weitere Organisationen hatten sich schon mehrfach für Informatik als Schul-Pflichtfach ausgesprochen. Einerseits könnte solch ein Unterrichtsfach die Schüler Grundzüge des Programmierens nahebringen – eine Fähigkeit, die auch jenseits der Informationstechnologie-Branchen in immer mehr Berufen gefragt ist. Anderseits könnte Informatik den Kindern auch Kompetenzen im Umgang mit digitalen Medien, mit Informationen aus dem Netz und Herausforderungen des digitalen Alltags lehren.

Zwei Drittel der Deutschen (65 Prozent) sind überzeugt, dass Digitalkompetenzen wie Programmieren Schülerinnen und Schüler fit für die Arbeitswelt machen. Neben Informatik als Pflichtfach wünscht sich eine große Mehrheit (93 Prozent), dass der Einsatz digitaler Technologien und Medien in allen Schulen Standard wird. Dass diese Technologien in den Schulen nichts zu suchen haben, findet hingegen kaum jemand (3 Prozent).

Bitkom-Präsident: Bildungssystem hinkt digitalen Ansprüchen hinterher

„Die Forderungen aus der Bevölkerung zeigen, wie sehr unser Bildungssystem digitalen Ansprüchen hinterherhinkt“, meint Präsident Berg. „Digitale Endgeräte, digitale Unterrichtsinhalte, Digitalkompetenz der Lehrkräfte: Hierfür braucht es mehr als Geld und Geräte. Letztlich geht es um eine große Bildungsreform, die auch sehr grundsätzlich die Lehr- und Lernkultur an den Schulen verändern wird.“

Autor: hw

Quellen: Bitkom, Oiger-Archiv

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger