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Deutsche fürchten Cyberkriege

Etwas ahistorisch, aber steampunkisch anzusehen: Miniraketenwerfer auf dem Spielzeug-Schlachfeld des I. Weltkriegs. Bildschirmfoto (hw) aus: "Toy Soldiers"

Bildschirmfoto (hw) aus: „Toy Soldiers“

Mehrheit hält Bundeswehr für digital bedingt abwehrbereit

Berlin, 13. Januar 2022. Angesichts zahlreicher Berichte über internetgestützte Attacken von staatlich koordinierten Hackern und Cyberspionen über Ländergrenzen hinweg fürchten sich inzwischen drei Viertel aller Deutschen vor kommenden Cyberkriegen. Elf Prozent rechnen sogar damit, dass derartige digitale Auseinandersetzungen zwischen Staaten in bewaffnete Konflikte münden können. Das hat der deutsche Digitalwirtschafts-Verband „Bitkom“ aus Berlin bei einer Umfrage unter 1100 Menschen in der Bundesrepublik erfragt.

Bitkom-Präsident: Sicherheit von Staaten entscheidet sich im Cyberraum

„Es ist längst kein Zukunftsszenario mehr, dass sich Staaten im Internet bekriegen. Staatlich gelenkte Hackerangriffe sind seit Jahren Realität“, betont Bitkom-Präsident Achim Berg. Gleichzeitig warnte er vor den Folgen: „Wenn staatliche Institutionen, Unternehmen und die kritische Infrastruktur unzureichend geschützt sind, drohen im Kriegsfall Engpässe in der Versorgung, Stromausfälle oder ein Ansturm auf Banken, um sich mit Bargeld einzudecken. Künftig entscheidet die Sicherheit im Cyberraum über die Sicherheit von Staaten.“

Eine Mehrheit sieht Deutschland im Fall von Cyberangriffen allerdings schutzlos: 78 Prozent glauben, dass die Bundeswehr nicht ausreichend ausgestattet ist, um Deutschland im Cyberraum zu verteidigen – Tendenz steigend. Im Jahr 2020 zweifelten 68 Prozent an entsprechenden Fähigkeiten. Lediglich 16 Prozent sind aktuell der Meinung, die Bundeswehr könne Deutschland im Cyberraum ausreichend verteidigen.

Quelle: Bitkom