Monate: Juni 2014

Foto: Bitkom

85 % der Jugendlichen ziehen sich Nachrichten aus dem Netz

Berlin, 26. Juni 2014: Unter den deutschen Jugendlichen hat das Internet ganz klar die älteren Medien als Hauptnachrichtenquelle abgelöst: 85 Prozent der 16- bis 18-Jährigen informieren sich im Internet über das Tagesgeschehen, gefolgt vom Fernsehen (81 %), Radio (60 %) und Tageszeitungen (55 %). Das hat eine Umfrage von „Bitkom Research“ und „Forsa“ unter 688 deutschen Kindern und Jugendlichen ergeben. hw

Foto: Sony

Vodadone-Kunden können LTE-Flatrates nun auch im Ausland nutzen

Oiger-Test: Tempo und Verfügbarkeit gut, aber letztlich wird gedrosselt Dresden/Madrid, 26. Juni 2014: Seien es nun die online-gestützte Fußgängernavigation von Google, von unterwegs auf Facebook hochgeladene Schnappschüsse oder die schnelle Lexikon-Auskunft vor einer Sehenswürdigkeit: Wer sich in seiner Heimatstadt einmal an die vielen Vorteile eines Computertelefons (Smartphones) mit Daten-Flatrate gewöhnt hat, wird sie auch im Urlaub nicht missen wollen. Scheuten aber bisher viele Urlauber wegen der hohen Zusatz-Gebühren im Ausland („Roaming“) die übermäßige Smartphone-Nutzung in den Spanien- oder Italien-Ferien, so zeichnet sich inzwischen eine digitale Entspannung ab: Die EU hat bereits eine schrittweise Angleichung der In- und Auslandstarife für den Telefonverkehr vorgegeben und die Datentarife sollen folgen. Und neuerdings bietet Vodafone für seine LTE-Kunden bereits an, deutsche Datenflatrate auch in ausgewählten EU-Ländern ohne Zusatzkosten weiternutzen zu können. Unser Fazit nach einem zweiwöchigen Praxistest in Spanien: Ein sehr nützliches Angebot insbesondere für digitale Gewohnheitstiere, freilich mit gewissen Einschränkungen.

4K-Digitalprojektor von Sony. Foto. Sony

Zwei Elektronik-Profs, zwei Helfer und ein widerspenstiger Beamer

Am Rande beobachtet Dresden, 25. Juni 2014: „Alles grün … RGB-Signal …neuer Beamer…“ Eigentlich hatte die TU Dresden mit ihrer Exzellenzinitiative und ihrem neuen Elektronikzentrum glänzen wollen, extra zur Bilanz-Pressekonferenz hatte das Rektorat heute nicht nur Lokalreporter, sondern auch Journalisten aus dem Ausland eingeladen, um sich der Welt von der besten Seite zu zeigen. Unfreiwillig geriet die PowerPoint-Präsentation indes zur Demonstration, wie weit die Lücke zwischen akademischer Forschung und technischer Praxis aufklaffen kann.

NSA liest mit: In weit größerem Umfang als bisher gedacht klinken sich anscheinend ausländische Geheimdienste in unsere E-Mails ein und verfolgen unsere Surfspuren im Internet, Foto: Heiko Weckbrodt (bearbeitet)

Sachsen-Piraten: EU-Rili zur Vorratsdatenspeicherung muss weg

Dresden/Binz, 25. Juni 2014: Die Bundesregierung soll endgültig auf die Vorratsdatenspeicherung aus dem Telefonnetz und Internet verzichten, auch die entsprechende EU-Richtlinie muss weg. Das haben die sächsischen „Piraten“ anlässlich der heutigen Frühjahrskonferenz der Länder-Justizminister in Binz gefordert. „Es ist die Aufgabe der Politik, die Balance zwischen Freiheit und Sicherheit für die Menschen zu wahren“, betonte Sachsens Chef-Pirat Marcel Ritschel.

Dresdner Forscher lernen von der Natur: DNA-Befehle dienen ihnen als Baupläne für selbstkonstruierende Elektronik. Visualisierung: cfaed/ TUD

Dresdner Elektronikzentrum cfaed erst 2015/16 voll arbeitsfähig

TU-Rektor zieht indes positive Zwischenbilanz für Exzellenzinitiative Dresden, 25. Juni 2014: Das Ende 2012 gegründete Dresdner Exzellenzzentrum für fortgeschrittene Elektronik („cfaed“) hat noch nicht seine volle Arbeitsfähigkeit erreicht. Die Wissenschaftler haben zwar erste Forschungsprojekte begonnen, weitere Projekte wie die Entwicklung des “taktilen Internet” können aber erst 2015 starten. Auch stehen noch eigene Gebäude aus und es ist erst ein Professor berufen. Das geht aus einer Zwischenbilanz der TU Dresden hervor, die indes bereits spürbare Fortschritte für ihre Exzellenzinitiative sieht.

Roboter mit Kunststoff- statt Stahlgreifern könnten Obst sortieren, ohne Druckstellen zu hinterlassen. Foto: Heiko Weckbrodt

Dresdner Ingenieure suchen nach „perfekter Verpackung“

Fraunhofer-Institut in Gittersee bekommt neues Technikum Dresden, 25. Juni 2014: Greifen wir heute ins Supermarktregal, erwarten wir, dass weder der Tetrapack in der Hand platzt noch der Joghurt überquillt. Das erscheint uns selbstverständlich, ist es aber nicht, wie jeder bezeugen kann, der in der DDR aufgewachsen ist und sich an den notorischen Gestank aufgeplatzter Milchbeutel in den Kaufhallen erinnert. Die Zeiten sind gottlob vorbei und Anteil daran haben Dresdner Fraunhofer-Ingenieure: Deren Aninstitut für Verfahrenstechnik und Verpackung (IVV) tüftelt nun schon seit fast 20 Jahren an immer haltbareren, konsumentfreundlichen und ressourcenschonenden Technologien für den Verpackungsmaschinenbau in ganz Deutschland und im EU-Raum. Weil die Nachfrage nach ihren Erfindungen wächst, haben die Fraunhofer-Forscher gestern im Gewerbegebiet Coschütz-Gittersee ein neues Technikum eingeweiht.

Industrienacht-Besucher halten sich in der Highvolt-Halle die Ohren zu, als die künstlichen Blitze knallen. Foto. Highvolt

Dresdner stehen auf ihre Industrie

Große Resonanz auf Industrienacht: Ein Viertel mehr Besucher Dresden, 24. Juni 2014: „Wie genau ist diese Maschine?“ „Wieviel Druck hält der Stahl aus?“ „Ist das eine Sonderanfertigung?“ Die Besucher der “Dresdner Industrienacht” fragten SBS-Projektmanager Thomas Moritz gestern Abend die sprichwörtlichen Löcher in den Bauch und das ging nicht nur ihm so: 22 Betriebe in und um Dresden hatten ihre Werktore für angemeldete Besucher geöffnet und rund 1000 kamen – immerhin ein Viertel mehr als zur Industrienacht 2013. Veranstalter waren die IHK und die Stadt Dresden, die „Dresdner Neuesten Nachrichten“ präsentierten die Leistungsschau der hiesigen Industrie.

Junge Talente lernen in Dresden bei "AMD Changing the Game", Spiele zu programmieren. Foto:Medienkulturzentrum Dresden

Bibliotheken planen kostenlose Internet-Lernkurse

Dresden, 26. Juni 2014: Die Dresdner können demnächst nahezu kostenlos Sprach-, Computer- und andere Kurse per Internet absolvieren. Die Städtischen Bibliotheken wollen dafür eine elektronische Plattform auf der Basis einer quelloffenen Software („Open Source“) einrichten, kündigte Bibliotheken-Direktor Arend Flemming an. Abgesehen von der Jahresgebühr für ihren Leseausweis (zehn Euro bzw. fünf Euro ermäßigt) fallen für registrierte Bibliotheksnutzer dann keine weiteren Entgelte an.

Kohlenstoff-Chips sollen die Stromwandler in Solaranlagen kleiner und sparsamer machen. Foto: NeuLand/Infineon

Infineon arbeitet an Stromspar-Chips aus Kohlenstoff

„NeuLand“-Forscher setzen auf Siliziumkarbid und Galliumnitrid Neubiberg, 23. Juni 2014: Künftige Kohlenstoff-Leistungshalbleiter werden nur noch halb so viel Energie verbrauchen wie herkömmliche Elektronik-Chips, die ganz aus Silizium hergestellt sind. Das hat das bundesgeförderte Industrieforschungs-Projekt „NeuLand“ ergeben. Dieses Projekt hat nichts mit dem Aufbruch der Kanzlerin ins Internet zu tun, sondern widmet sich unter Federführung des deutschen Mikroelektronik-Konzerns „Infineon“ neuartigen Leistungs-Halbleitern, die aus Silizium-Karbid (SiC) beziehungsweise Galliumnitrid auf Siliziumscheiben (GaN on Si) bestehen.

Abb.: galerie module

Kultur-Tweetup widmet sich Graffitis in Dresden

Dresden, 23. Juni 2014: Für Hausbesitzer sind sie meist ein Kummer, für Szene-Adepten entschlüsselbare Botschaften, auf jeden Fall findet man sie in nahezu jeder Großstadt: Graffitis, jene mal bunten, mal schwarzen, mal hässlichen, mal aufwendig gestalteten Signaturen, Ikonen, Bilder und Schriftzüge auf Häuserwänden und Zügen. Dieser speziellen Facette der Populärkultur ist derzeit eine Doppelausstellung im Dresdner Kraftwerk Mitte gewidmet, über die Besucher morgen bei einem „Kultur Tweetup“ (virtuelles Treffen auf der Internetplattform “Twitter“) live und auf Einladung der „galerie module“ und die „konzeptfreun.de“ berichten können und sollen.

So soll das neue Physik- und Elektronikinstitut aussehen. Visualisierung: Architekturbüro Heinle, Wischer und Partner,

Bald Baustart für Physikinstitut in Dresden

Dresden, 14. Juni 2014: Der Freistaat Sachsen will die Forschungsbedingungen für die Photophysiker und Elektronik-Zukunftsforscher der TU Dresden verbessern und errichtet ihnen deshalb nun einen Neubau an der Nöthnitzer Straße. Der Komplex kostet voraussichtlich 29,5 Millionen Euro und soll Anfang 2016 bezugsbereit sein. Den Grundstein will der sächsische Finanzminister Georg Unland (parteilos) am Montag legen, wie aus einer Mitteilung seines Ministeriums hervorgeht.

Das Xperia Z1 im Tauchtest. Foto: Heiko Weckbrodt

„Xperia Z1“: Wasserdichtes Sony-Smartphone im Test

Handy steckt auch Kaffee, Saft und Strand weg Neben Lemming-Sprüngen aus der Jacket-Brusttasche (vorzugsweise auf betonierte Flächen) gehört das Ersaufen zu den häufigsten Todesursachen von Computertelefonen: Die iPhones und anderen sauteuren Smartphones, die bisher das nasse Grab im Spül- oder Klobecken gesucht haben, füllen Legionen. Gegen diesen Super-GAU verspricht Sony mit seinem „Xperia Z1“ Vorsorge: Das 5-Zoll-Smartphone hält bis zu 30 Minuten unter Wasser aus, versprechen die Japaner – und in unseren Praxistests wurde dies auch eingelöst.

Briten wollen deutsche Informationstechnologie

UK löst Frankreich als Hauptabnehmer ab Berlin, 22. Juni 2014: Großbritannien hat Frankreich als Hauptimporteur für deutsche Informations- und Kommunikationstechnologie (ITK) abgelöst: Das Vereinigte Königreich kaufte im ersten Quartal 2014 aus der Bundesrepublik ITK-Produkte und –Dienstleistungen im Wert von 640 Millionen Euro ein, Frankreich und Tschechien folgen auf den Plätzen 2 und 3, wie der deutsche Hightech-Verband „Bitkom“ heute in Berlin mitteilte.