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Flughafen „Leipzig/Halle EDDP“ gewinnt im Flugsimulator an Glanz

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Hochaufgelöste Texturen und viele kleine Details: So geht Authentizität. Abb.: Screenshot aus „Leipzig-Halle EDDP“

Softwarestudio in der Oberklasse angekommen: Digital Design modelliert gekonnt mitteldeutsches Cargo-Drehkreuz

Spätestens mit der Veröffentlichung des Flughafens Salzburg für Prepar3D (P3D) und Flightsimulator X (FSX) Ende 2016 hatte Entwickler „Digital Design“ ein gehöriges Achtungszeichen gesetzt. Die Add-On Szenerie überraschte damals durch einen sehr hohen Detailgrad und die Verwendung neuer Grafiktechnologien, vor allem in P3D, die dem Flughafen eine äußerst realistische Anmutung verliehen. Die Messlatte liegt also sehr hoch für Digital Designs neuestes Werk, mit dem sich nun Chefentwickler Jewgeni Baturin den Flughafen Leipzig/Halle vorknöpft.

Werbevideo (Jewgeni Baturin):

Der Flughafen Schkeuditz, wie er auch heißt, liegt im Nordwesten Leipzigs und bindet so gleich zwei Städte an, die dann eben auch zur Namensgebung beitrugen: Halle und Leipzig. Als Passagierflughafen hat Leipzig eher regionale Bedeutung und zieht Fluggäste vor allem aus Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt an und kommt so auf den 13. Platz unter den deutschen Passagier-Airports. Im Frachtbereich jedoch ist Leipzig/Halle nach Frankfurt am Main die Nummer zwei und hat somit international eine enorme Bedeutung, zumal DHL, AeroLogic und Volga Dnepr hier ihre europäischen Drehkreuze eingerichtet haben. Mehr Details zu Leipzig/Halle und seiner Rolle im europäischen Luftfrachtverkehr findet ihr auf dem Blog „Traffic Insight“.

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Frachtmaschinen von Volga-Dnepr auf dem nördlichen Cargo Apron.

Authentische Anmutung

Stellt man sich das erste Mal auf den nietennagelneuen Airport im Flugsimulator, stellt sich ähnlich wie bei Salzburg ein gewisser „Wow-Effekt“ ein. Der erste Anblick ist ja oft der entscheidende, und hier kann Leipzig kräftig punkten. Ähnlich wie in Salzburg gelingt es „Digital Design“ mit geschickt gesetzten Lichteffekten, scharfen Texturen, und vielen kleinen Details ein Gefühl der Authentizität zu erzeugen, wie es nur ganz wenige Add-On-Entwickler vermögen.

Ab und zu fährt ein ICE-Zug ein

Zum Glück bleibt es nicht nur beim positiven Ersteindruck, die Szenerie hat vielmehr das Potenzial für eine erfüllte Langzeitbeziehung. Dazu tragen die transparenten Glasflächen am Passagierterminal genauso bei wie die korrekt modellierte Regionalbahn, deren rote Doppelstockzugwagen mit einer BR143 bespannt abfahrtbereit im Bahnhof stehen. Sogar ein ICE fährt in regelmäßigen Abständen in den Flughafenbahnhof ein. Die Fluggastbrücken, ein Quell steten Leids auf vielen Add-On Flughäfen, sind in der „Digital Design“-Welt von Leipzig-Schkeuditz übrigens vollkommen problemlos mit  der Animations-Schnittstelle SODE (SimObjectDisplay Engine) zu bedienen.

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Auch wenn ich persönlich diese steile Rampe lieber nicht hinunterlaufen würde – die Jetways fahren per SODE heran, so dass niemand aus dem Flieger springen muss.

Auf dem Weg zur Startbahn fällt dann das fast schon obligatorische 3D-Gras ins Auge, das allerdings nicht – wie in einigen anderen Szenerien – auf die Performance schlägt. Die ist nämlich konstant hoch. Auch einen übermäßigen Speicherverbrauch konnte ich nicht feststellen, was für die Größe des Flughafens und den Detailreichtum erstaunlich und löblich zugleich ist.

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Schnelles 3D Gras: Auch ohne den digitalen Rasenmäher ist Digital Designs neuer Airport hoch performant.

Russisches „Osterei“ versteckt

Doch nicht nur der Flughafen selbst ist mit viel Liebe zum Detail modelliert, sondern auch die nähere Umgebung. So fehlen im Ostteil außerhalb des eigentlichen Flughafengeländes weder die DHL-Verwaltungsgebäude noch das Porsche-Werk mit eigens für Leipzig/Halle modellierten Gebäuden. Dass das Entwicklerstudio seinen Sitz in Russland hat, zeigt zudem ein seltener Gast und kleiner Tribut an die Heimat: Die einzig jemals (fertig) gebaute Antonov AN-225 „Mriya“ steht zur Abfertigung auf dem westlichen Cargo-Vorfeld.

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In der Realität sicher ein seltener Gast. Im Flugsimulator allerdings mit Dauerparkausweis: Die Antonov AN-225.

Nützliches Handbuch

Der neue Flughafen bettet sich übrigens hervorragend in den OrbX Landschaftsgestalter „FTX Germany North“ ein. Übergänge zur Umgebung sind nicht zu erkennen. Außerdem zeigt sich das Handbuch informativ, und gibt Anweisungen, welche Dateien von „FTX Germany North“ zu deaktivieren sind, um einen reibungslosen Betrieb zu garantieren.

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Gut eingebettet: Keine störenden Übergänge zur Umgebung (FTX Germany North).

Fazit: Ein großer Wurf

Nach dem ebenfalls hervorragenden Flughafen Salzburg ist Digital Design mit „Leipzig-Halle EDDP“ wiederum ein großer Wurf gelungen. Da passt einfach alles. Performance, Speicherverbrauch, Optik und eine Authentizität, wie sie nur wenige Add-On-Airports zu erzeugen vermögen. Spätestens mit Leipzig-Halle ist somit Digital Design in der Oberliga der Add-On Entwickler angekommen.

Digital Design Leipzig/Halle ist bei simmarket für 24,99 Euro erhältlich.

Und hier noch ein paar Bild-Eindrücke vom neuen Flughafen:

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Glasnost: Das Passagierterminal zeigt sich transparent.

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Bereit zum Einsteigen: Eine Regionalbahn mit BR143.

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In der Realität halten sie ja nicht immer. Im Flugsimulator schon: ICE bei der Einfahrt in den Flughafenbahnhof.

 

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Auch die Rückseite (oder Vorderseite?) mit der Flughafenvorfahrt weiß zu überzeugen.

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Kennt wohl jeder: das markante Parkhaus direkt an der A14.

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Etwas für A300 und 757 Liebhaber: Cargo Apron in Leipzig. Die statischen Flugzeuge lassen sich auch abschalten.

 

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Cargo Gerümpel verhilft jeder Flughafenszenerie zu mehr Authentizität. So auch hier.

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