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Junge Firmen zahlen weniger – bieten aber mehr Chancen

Sachsens Hightech-Gründer leiden unter Risikokapital-Lücken. Foto: Heiko Weckbrodt

Sachsens Hightech-Gründer leiden unter Risikokapital-Lücken. Foto: Heiko Weckbrodt

Berufseinsteiger starten in Startups mit 31.400 Euro im Jahr

Berlin, 16. Oktober 2016. Wer in einem jungen Unternehmen („Start-up“) seine berufliche Karriere beginnt, bekommt weniger Gehalt als in etablierten Firmen. Allerdings sind in den Neugründungen die Chancen größer, rasch aufzusteigen und Berufserfahrungen zu sammeln. Das geht aus einer Untersuchung von „Bitkom Research“ hervor.

Chemie-Industrie bezahlt Anfänger besonders hoch

Demnach starten Berufseinsteiger im Durchschnitt mit einem Jahresbrutto-Gehalt von etwa 31.400 Euro in einem Start-Up. Zum Vergleich: Über die gesamte Wirtschaft betrachtet, können Berufsneulinge je nach Branche mit Bruttojahresgehältern zwischen 31.265 Euro (Sektor Sektor Freizeit, Touristik, Kultur & Sport) und reichlich 52.000 Euro (Chemieindustrie) rechnen. Dies hat wiederum die deutsche Online-Jobbörse „Stepstone“ ermittelt.

Gründer stecken viel in Innovationen, wenig in Personalkosten

„Start-ups erwirtschaften oft noch keine oder nur geringe Umsätze und müssen viel Geld in ihr Produkt investieren, für Personalkosten gibt es deshalb weniger Spielraum als bei etablierten Unternehmen“, kommentierte Geschäftsleiter Niklas Veltkamp vom deutschen Hightech-Verband Bitkom in Berlin. „Dafür hat man in Start-ups die Chance, technologische Innovationen von einem sehr frühen Zeitpunkt an maßgeblich mit zu gestalten und sammelt damit in kurzer Zeit Berufserfahrungen, die anderswo auf dem Einstiegslevel nicht möglich sind. Hinzu kommt die Möglichkeit einer Beteiligung am Unternehmenserfolg, der sich nicht monatlich auf dem Gehaltszettel zeigt.“

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