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Schweizer entdecken Lebens-Bausteine auf Kometen

Rosettas Komet im August 2015, als er der Sonne am nächsten war und am meisten Glyzin gemessen wurde. Foto: ESA

Rosettas Komet im August 2015, als er der Sonne am nächsten war und am meisten Glyzin gemessen wurde. Foto: ESA/ Uni Bern

Fund erhärtet These von Kometen als Lebensbringern

Sonnensystem, 29. Mai 2016. Schweizer Wissenschaftler haben mit Instrumenten der Raumsonde „Rosetta“ wichtige Bausteine für die Entstehung von Leben auf dem Kometen „Churyumov-Gerasimenko“ entdeckt. Das hat die Uni Bern mitgeteilt.

Lichtanalyse wies Glyzin und Phosphor nach

Mit bereits empfangenen Daten des Spektrometers ROSINA wiesen die Schweizer in der Staub- und Gaswolke um den Kometen unter anderem die Aminosäure Glyzin sowie Phosphor nach – beides wichtige Komponenten für organische Verbindungen. Diese Entdeckung stützt die bereits seit Jahren diskutierte Theorie, dass es Kometen waren, die vor Milliarden Leben das Leben auf die Erde brachten.

„Erster direkter Nachweis“

„Dies ist der erste direkte Nachweis von Aminosäuren in der dünnen Atmosphäre eines Kometen“, betonte Prof. Kathrin Altwegg vom „Center for Space and Habitability“ (CSH) der Universität Bern.

140 Moleküle im Raum zwischen den Sternen gefunden

In der Vergangenheit konnten Astrophysiker im interstellaren Raum zwar bereits 140 verschiedene Moleküle nachweisen, aber bislang keine Aminosäuren. Solche besonderen Verbindungen benötigen Menschen und andere Lebewesen auf der Erde für die Erbgut-Kodierung und für ihren Stoffwechsel.

Frühere Amino-Funde waren umstritten

„Einzig in Staubproben des Kometen Wild-2, welche die Stardust-Mission der NASA zurückbrachte, fanden sich Spuren von Glyzin, der einfachsten aller Aminosäuren“, informierte die Uni Bern. „Wegen verunreinigter Proben konnte allerdings nicht ausgeschlossen werden, dass es sich um irdische Aminosäure handelte.“

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