Alle Artikel mit dem Schlagwort: Leben

Falschfarbendarstellung der Landestelle für das europäische Schiaparelli-Modul auf dem Mars: die Ebene "Meridiani Planum". Abb.: ESA, DLR, FU Berlin, G. Neukum

Exomars sucht nach Lebens auf dem Mars

Gemeinsame Mission von ESA und Russen startet 2016 Darmstadt/Baikonur, 20. Dezember 2015. Im März 2016 wollen die europäische Raumfahrtagentur ESA und die Russen die gemeinsame Mission „Exomars“ starten, um auf dem Mars nach Spuren von Leben zu suchen. Die erste Proton-Rakete dieser Missionsreihe wird im März 2016 vom russisch verwalteten Weltraum-Bahnhof Baikonur starten, hat die ESA heute angekündigt.

Die künstlerische Visualisierung zeigt, wie der geladene Sonnenwind immer mehr Gas aus der Mars-Atmosphäre ins All schleudert. Visualisierung: NASA/GSFC

Solarwind machte Mars lebensfeindlich

NASA-These: Sonnenpartikel dünnen die Luft unseres Nachbarplaneten immer mehr aus Sonnensystem, 8. November 2015. Der hochenergetische Sonnenwind ist wahrscheinlich schuld daran, dass sich unser Nachbarplanet Mars von einer einst wahrscheinlich feuchtwarmen Welt in einen lebensfeindlichen, trockenen und kalten Felsen verwandelt hat. Diese Hypothese haben US-Forscher aufgestellt und stützten sich dabei auf neuere Messungen der NASA-Raumsonde „Mars Atmosphere and Volatile Evolution“ (MAVEN).

Nahaufnahme vom Kometen 67P/Churyumov–Gerasimenko. Foto: ESA/Rosetta/Philae/CIVA

Kometen – die Lebensspender?

Daten von „Philae“ deuten auf organische Moleküle auf dem kosmischen Wanderer 67P hin Sonnensystem, 3. August 2015. Der Komet „67P/Churyumov-Gerasimenko“ enthält komplexe und möglicherweise organische Moleküle. Das haben die vorläufigen Analysen der Daten ergeben, die das Landesmodul „Philae“ auf dem kosmischen Wanderer gesammelt hat. Dies würde die These stützen, dass auf der Erde in Jahrmillionen aufgeschlagene Kometen die Grundbausteine des Lebens auf unseren Heimatplaneten gebracht haben. Die europäische Raumfahrt-Behörde ESA hat nun eine Reihe von Fotos und daraus generierten Animationen veröffentlicht, die den Kometen von nahem und die mutmaßliche Position von „Philae“ auf dem unförmigen Brocken zeigen.

Und da war's ein Krater mehr: Die NASA hat die Sonde MESSENGER auf dem Merkur abstürzen lassen. Abb.: NASA

Terranische Sonde demoliert Merkur

Erdraumschiff schlägt 15-Meter-Krater Merkur, 1. Mai 2015: Eine Raumsonde der Menschen (Terraner) ist auf dem sonnennächsten Planeten Merkur aufgeschlagen, hat dort einen 15 Meter großen Krater erzeugt – und dies auch noch mit Absicht. Dieses Randale hat die US-Raumfahrtbehörde NASA zugegeben, die das unbemannte Raumschiff „MESSENGER“ gezielt zum Absturz gebracht hatte.

Leider staubtrocken: Der Riesenplanet "HD 209458b" im Sternbild Pegasus. Visualisierung: NASA, ESA, G. Bacon (STScI) und N. Madhusudhan (UC)

Astronomen enttäuscht: Exo-Planeten total trocken

Dämpfer für Suche nach „zweiter Erde“ Sternbild Pegasus, 26. Juli 2014: Nachdem die Raumteleskope „Hubble“ und „Kepler“ in jüngster Zeit eine Vielzahl von Planeten entdeckt hatten, die ferne Sterne umkreisen, hatten sich die Forscher zuletzt große Hoffnung gemacht, eine „zweite Erde“ zu finden. Sprich: einen Exoplaneten zu entdecken, der felsig, wasserreich und ähnlich schwer wie unsere Erde ist – und damit für Leben geeignet wäre. Doch die Wassersuche englischer Astronomen draußen im Weltall hat diesen Hoffnungen nun einen Dämpfer verpasst: Ein Team um Nikku Madhusudhan vom Institut für die Astronomie an der Universität Cambridge in England hat mit „Hubble“-Daten besonders vielversprechende Planeten im Sternbild Pegasus untersucht – und nur staubtrockene Giganten vorgefunden.

Unermüdlicher Zähler: Die Teilchenfalle AMS an der Raumstation ISS hat einen Antimaterie-Überschuss nachgewiesen. Foto: NASA/ CERN

Überleben im tödlichen All

Algen werden draußen auf Raumstation ISS geschmiert Potsdam/Erdorbit, 24. Juli 2014: Das All gilt eigentlich als absolut tödlich: Keine Luft, Temperaturen nahe am absoluten Nullpunkt, wie ihn nicht einmal die Arktis erreicht, die Strahlung ist erbarmungslos und auch zu futtern schwebt da in der Schwerelosigkeit nichts herum. Dennoch wollen Potsdamer Frauenhofer-Forscher nun das Experiment wagen: Mit russischer Hilfe haben sie nun ein paar besonders frostliebende Algenstämme ins All geschossen. Die werden bei einem Weltraumspaziergang am 18. August an die Außenhülle der Internationalen Raumstation ISS gekleistert, wo sie mindestens ein Jahr unter kosmischen Bedingungen überleben sollen.

Roboter „Curiosity“ findet Grundzutaten für Leben auf dem Mars

Mars, 12. März 2013: Die Indizien verdichten sich, dass der Mars früher Leben beherbergt haben könnte wenn auch auf relativ niedrigem Entwicklungsniveau. Wie die NASA heute mitteilte, hat ihr Roboter-Rover „Curiosity“ („Neugier“) im Boden unseres Nachbarplaneten unter anderem Kohlenstoff, Wasserstoff, Sauerstoff, Stickstoff, Schwefel und Phosphor entdeckt – und damit wichtige stoffliche und energetische Voraussetzungen für Leben.

Kohlenstoff-Krater auf Proto-Planetoiden Vesta entdeckt

Brachten kosmische Wanderer die Grundbausteine des Lebens zu uns? Sonnensystem, 6. Januar 2013: Kosmische Wanderfelsen haben möglicherweise erst Kohlenstoff – und damit einen Grundbaustein des Lebens – ins innere Sonnensystem getragen. Das geht aus einer Auswertung von Raumsonden-Aufnahmen durch deutsche und US-amerikanische Forscher hervor, über die nun die Max-Planck-Gesellschaft (MPG) berichtet hat.

ESA-Astronauten finden neues insektoides Leben

Sardinien, 24. November 2012: ESA-Astronauten haben neues Leben entdeckt und auf die Erdoberfläche gebracht. Es handelt sich (Tätäh!) – um eine Wasserassel, wie die ESA nun mitteilte. Die fanden die Kosmonauten aber nicht im All, sondern tief unter der Erde: Bei einem einwöchigen Höhlentraining (“CAVE 2012”) unter der italienischen Insel Sardinien, wo die europäische Raumfahrtagentur ESA ihre Astronauten auf den beengten Multikulti-Einsatz auf der Internationalen Raumstation ISS vorbereitet.

„Curiosity“ meldet: Einst flossen hüfttiefe Flüsse auf dem Mars

Mars, 27. September 2012: Durch die Erkundungsfahrten des Roboters „Curiosity“ auf unserem Nachbarplaneten mehren sich die Indizien, dass der Mars einst eine belebte Welt gewesen sein könnte. Der Rover hat auf seinem jüngsten Ausflug ein ausgetrocknetes Flussbett gefunden, von dem die Wissenschaftler auf der Erde recht sicher sind, dass darin einst ein knöchel- bis hüfttiefer Strom geflossen ist.