Dresden-Lokales

Kein Internet-Chaos mehr auf Dresden.de: „Diesmal sind wir besser vorbereitet“

Das Rathaus Dresden vor der Stichwahl um den Oberbürgermeister-Posten. Foto (bearbeitet): Hans-Gerd Bosse, LH Dresden, Montage: hw

Das Rathaus Dresden vor der Stichwahl um den Oberbürgermeister-Posten. Foto (bearbeitet): Hans-Gerd Bosse, LH Dresden, Montage: hw

Computerpannen wie beim ersten Durchgang der Oberbürgermeister-Wahl in Dresden sollen sich nicht wiederholen

Dresden, 16. Juni 2015. Eine neue Computerschlappe wie beim ersten Durchgang der Oberbürgermeister-Wahl in Dresden am 7. Juni 2015 wird sich bei der Stichwahl am 5. Juli nicht geben. Das hat Michael Breidung, der Leiter des städtischen Eigenbetriebs für Informationstechnologien (IT) versprochen. „Diesmal sind wir besser vorbereitet“, sagte er auf Oiger-Anfrage.

Am Wahlabend 26 Mal soviel Zugriffe auf dresden.de wie sonst

Michael Breidung. Foto: TUD, privat

Michael Breidung. Foto: TUD, privat

Am 7. Juni war die Wahl-Informationsseite auf dem städtischen Portal dresden.de abends zeitweise nicht mehr zu erreichen gewesen. Die Rechner hatten kapituliert, weil allzu viele Besucher darauf zugriffen, um die aktuellen Wahlergebnisse zu erfahren. Verschwörungstheoretiker auf Facebook hatten daraufhin gar vermutet, die Seite sei vom System absichtlich vom Netz genommen worden, um die Wahlergebnisse fix zu fälschen. Doch der Grund war laut IT-Eigenbetriebs schlicht Überlastung: „An normalen Tagen hat dresden.de bis zu 1000 Zugriffe gleichzeitig“, erklärte Breidung. „Wenn es ein Hochwasser gibt, dann sind gleichzeitig auch schon mal 10.000 Besucher unterwegs. Aber am Wahlabend waren es bis zu 26.000 Zugriffe gleichzeitig – da ist die Seite ab etwa 20 Uhr in die Knie gegangen.“

Interesse an OB-Wahl diesmal besonders stark

Im Nachhinein gesehen, vermag das kaum noch wundern, war das Interesse der Dresdner an dieser Oberbürgermeister-Wahl diesmal doch besonders stark – einerseits wegen des Kopf-an-Kopf-Rennens von Dirk Hilbert (FDP) und Eva-Maria Stange (SPD), aber auch, weil eine Kandidatin der islam- und asylkritischen Pegida am Start war. Letztlich errang keiner der Kandidaten im ersten Durchlauf die absolute Mehrheit. Daher wurde für den 5. Juli eine zweite Wahl angesetzt, in der dann die relative Mehrheit ausreicht, um den OB-Sessel zu erringen.

Fast zeitgleich startet dresden.de in neuem Design

Und für diesen zweiten Wahlgang hat der IT-Eigenbetrieb laut eigenen Angaben technische Vorkehrungen getroffen, damit die Internetseite mit den Wahlergebnissen diesmal nicht zusammenbricht. Dann wird im Übrigen auch dresden.de im Ganzen eine Bewährungsprobe zu bestehen haben: Der städtische Internetauftritt wurde nämlich in den vergangenen Monaten überarbeitet und soll mit neuem Design und neuen Funktionen am 1. Juli freigeschaltet werden. Autor: Heiko Weckbrodt