Internet & Web 2.0, News

Telekom beerdigt ihre E-Mail-Software

Kleiin und rechts oben auf der "t-online.de"-Seite findet man das Log-In für das Kundencenter. Abb.: BSF

Abb.: BSF

Bonn, 29. März 2015: Die Deutsche Telekom stampft eine Altlast aus jenen Zeiten ein, als man noch mit Modem und Spezial-Software ins Internet ging: Die „E-Mail Software“ werde nicht mehr weiterentwickelt, kündigte der rosa Riese an und empfahl den Nutzern, zum Browser-basierten „E-Mail-Center“ der Telekom zu wechseln. Das T-Online-Mail-Programm wird zwar nicht gleich abgeschaltet, aber der E-Mail-Empfang und -Versand mit der E-Mail Software werde nur noch eingeschränkt möglich sein, kündigte das Unternehmen an.

Rosa Riese stellt Exportprogramm für Mails bereit

Die E-Mail-Software ist eine Komponente der T-Online-Zugangssoftware und wurde bis zur Version 6.0 weiterentwickelt. Vor allem von jenen Kunden, die bis zum heutigen Tage mit einem Modem (zur Erinnerung: Das waren diese röchelnden Analog-Digitalwandler an der Telefonbuchse) ins Netz gehen, nutzen einige bis heute diese Spezialsoftware der Telekom. Schon die zwingende Umstellung auf verschlüsselten E-Mail-Verkehr im vergangenen Jahr war mit dieser ganz eigenen Software nicht einfach gewesen.

Der Konzern hat nun auch eine Schritt-für-Schritt-Anleitung und ein kostenlos ladbares Export-Programm ins Netz gestellt, mit der diese Nutzer ihre alten E-Mails und Adressbücher in das „E-Mail-Center“ überführen können. Letzteres kann dann über Standard-Browser wie Firefox oder Internet Explorer aufgerufen werden. Auch eine Anleitung, wie man die Nachrichten in andere E-Mail-Programme wie Outlook oder Thunderbird exportiert, ist hier zu finden. hw