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Halbleiter-Produktion steigt 2017 auf eine Billion Chips und Sensoren pro Jahr

IBMs Chipforschungen gelten als weltweit führend. Foto: IBM

Die Halbleiter-Produktion gilt als Schlüsselbranche für fast alle anderen Industriezweige. Foto: IBM

IC Insight: Markt hat sich binnen 30 Jahren verzehnfacht

Scottsdale, 18. Februar 2015: Die Halbleiterindustrie wird 2017 erstmals weltweit eine Billion Chips und Sensoren ausliefern – und damit ihr Produktionsvolumen binnen 30 Jahren verzehnfacht haben. Das hat das US-Marktforschungsunternehmen „IC Insights“ aus Scottsdale in Arizona prognostiziert.

Hochdynamische Chipbranche – trotz aller Talfahrten

Trotz heftiger Berg- und Talfahrten über die Jahre hinweg gehört die Halbleiterbranche damit langfristig gesehen zu den dynamischsten Industrien überhaupt: Pro Jahr wuchsen die Produktionsvolumina hier um durchschnittlich 9,2 Prozent. Den stärksten Schub erlebte die Mikroelektronik im Jahr 1984 mit einem Zuwachs von über einem Drittel, vor allem durch den PC-Boom. Die schärfste Talfahrt ereignete sich 2001, als die sogenannte „Dot-Com-Blase“ an den Märkten platzte und die Chip- und Optosensor-Auslieferungen weltweit um 19 Prozent schrumpften. Auch während der schweren Chip-Krise 2008/09, der in Deutschland zum Beispiel „Qimonda“ zum Opfer viel, brach die Nachfrage nochmals deutlich ein.

Der Halbleitermarkt - gemessen in ausgelieferten Chips und Sensoren - ist seit den 1970ern enorm gewachsen. Zu sehen sind aber auch die Talfahrten 2001 und 2008/09. Abb.: IC Insights

Der Halbleitermarkt – gemessen in ausgelieferten Chips und Sensoren – ist seit den 1970ern enorm gewachsen. Zu sehen sind aber auch die Talfahrten 2001 und 2008/09. Abb.: IC Insights

Weiteres Wachstum erwartet

Seit 2010 geht es in der Halbleiterbranche aber wieder deutlich bergauf. Auch für dieses und die beiden kommenden Jahre erwartet „IC Insights“ deutliche Wachstumsschübe in der Mikroelektronik. Derzeit beflügeln vor allem der – allerdings nun leicht abflauende – Smartphone- und Tablet-Boom sowie die Erholung im PC- und Notebook-Markt die Halbleiterindustrie und bescheren Branchengrößen wie Intel, TSMC und Apple starke Umsatzschübe. Außerdem rechnen viele Analysen mit einer wachsenden Elektronik-Nachfrage durch das sogenannte „Internet der Dinge“ (Internet of Things). Unter diesem Begriff fasst man gemeinhin die Ausstattung von immer mehr Maschinen, Robotern, Kleingeräten, ja selbst Uhren, Lampen und Textilien mit Chips und Funksendern sowie deren Vernetzung untereinander. Autor: Heiko Weckbrodt

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