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Verein nominiert Wirtschafts-Hilbert als Oberbürgermeister-Kandidat für Dresden

Dresdens amtierender OB Dirk Hilbert. Abb.: LHD Dresden

Dirk Hilbert. Abb.: LHD

„Unabhängig für Dresden“ unterstützt Bewerbung

Dresden, 23. Januar 2014: Seine Kandidatur hatte er bereits verkündet, nun hat er auch einen Verein gefunden, der ihn als unabhängigen Bewerber um das höchste Amt der Stadt Dresden nominiert: Der Verein „Unabhängige Bürger für Dresden“ hat heute offiziell die Kandidatur von Wirtschaftsbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) zum Oberbürgermeister verkündet.

Ex-TU-Rektor und früherer Kulturbürgermeister engagieren sich für Hilbert

Der 43-jährige Hilbert will sich ähnlich wie Wissenschaftsministerin Eva-Maria-Stange (SPD), die für das linke Lager antritt, als überparteilicher Kandidat profilieren. Zu seinem Unterstützerverein gehören zum Beispiel Ex-TU-Rektor Achim Mehlhorn und der frühere Kulturbürgermeister Lutz Vogel. Hilbert betonte, er stehe für „Weltoffenheit, Kontinuität und Innovation“. Im Oiger-Gespräch hatte er dieser Tage angekündigt, insbesondere die Pegida-Spaltung der Dresdner Bürgerschaft reparieren zu wollen. Zudem setzt er offensichtlich auch auf seine Bekanntheit im bisherigen Amt: Hilbert hatte die erkrankte OB Helma Orosz (CDU) bereits längere Zeit vertreten und wird dies ab März, wenn sich Orosz aus gesundheitlichen Gründen vorfristig zurückzieht, erneut tun. Gleichzeitig konkurriert er mit dem CDU-Kandidaten Markus Ulbig, der momentan sächsischer Innenminister ist. Die OB-Wahl steht im Juni in Dresden an.

Ex-Robotroner war einst Manager bei Zeppelinfirma Cargo-Lifter

Hilbert wurde am 23. Oktober 1971 in Dresden geboren, lernte im DDR-Computerkombinat Robotron den Elektronik-Facharbeiter, sein späteres TU-Studium (1992-98) schloss er als Wirtschaftsingenieur ab. Danach war er Manager beim erfolglosen Zeppelin-Unternehmen „Cargo-Lifter“, in dessen Produktionshalle sich heute das Spaßbad „Tropical Island“ befindet.

Einst auch von CDU ins Amt manövriert

2001 machte ihn das bürgerliche Lager im Dresdner Stadtrat zum Wirtschafts- und Umweltbürgermeister. In diesem Amt machte Hilbert zunächst eine etwas unglückliche Figur, insbesondere in seinen von Denglisch durchsetzen und unsicheren Reden in der Anfangszeit. Sein Renommee stieg jedoch mit der Zeit. Insbesondere fand er auch Lob von vielen Seiten für seine sachliche und auf Konsens bedachte Amtsführung als Orosz-Vertreter. Große Ansiedlungs-Erfolge waren ihm als Wirtschaftsbürgermeister nicht beschieden, für manche Entscheidungen erntete er auch Kritik. Im Kern verfolgte er eher eine Politik der stetigen kleinen wirtschaftlichen Schritte. Autor: Heiko Weckbrodt

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