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Kanzleramt: Denkmal-Fördergeld für Fernsehturm Dresden denkbar

Seit Jahrzehnten ohne Publikumsverkehr: der Dresdner Fernsehtum. Foto: Förderverein Fernsehturm

Seit Jahrzehnten ohne Publikumsverkehr: der Dresdner Fernsehtum. Foto: Förderverein Fernsehturm

Berlin/Dresden, 3. Dezember 2014: Der „Förderverein Fernsehturm Dresden“ hat mit seiner Eingabe an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zwar nicht die gewünschte Unterstützung zugesagt bekommen, den Dresdner Fernsehturm wieder öffentlich zugänglich zu machen, aber immerhin einen Hoffnungsstrahl erhalten: Sollte ein denkmalgerechtes und tragfähiges Sanierungskonzept für den Turm zustande kommen, sei eine Denkmalschutz-Förderung durch den Bund vorstellbar, gab Ministerialdirektor Günter Winands vom Berliner Bundeskanzleramt dem Verein in einem Antwortschreiben zu verstehen.

Reanimations-Debatte schon seit Jahren

Der 1969 eingeweihte Dresdner Fernsehturm beherbergte zu DDR-Zeiten ein Turmcafé und war bis zur Wende ein beliebtes Ausflugsziel. Seit der politischen Wende ist der Turm geschlossen, gehört der Telekom-Tochter Deutsche Funkturm GmbH und wird von dieser nur noch technisch genutzt. Der „Förderverein Fernsehturm Dresden“ bemüht sich schon seit Jahren um eine Wiedereröffnung. Diese scheiterte bisher jedoch an der dafür nötigen Sanierung, die laut vagen Schätzungen rund zehn Millionen Euro kosten würde. Zuletzt war ein Versuch von Dresdens Wirtschaftsbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) gescheitert, diese Kosten im städtischen Haushalt unterzubringen.

Kanzleramt sieht Verantwortung beim Eigentümer

Der Förderverein hatte erst jüngst auch den Bundespräsidenten um Unterstützung angeschrieben, jedoch eine Absage erhalten. Auch das Bundeskanzleramt will sich nicht unmittelbar einmischen, sieht die Verantwortung für eine Sanierung vor allem beim Eigentümer. Bei einer entsprechenden Kofinanzierung durch den Freistaat Sachsen oder die Stadt Dresden würde man jedoch prüfen, ob die Bundesbeauftragte für Kultur und Medien Fördergelder beisteuern könne, heißt es im Kanzleramts-Schreiben. Einen Antrag müsse jedoch die Funkturm-Gesellschaft stellen. Deren Mutterkonzern Telekom hatte bisher jedoch wenig Neigung gezeigt, etwas zu unternehmen.

Bisher 2400 Unterstützer für Online-Petition von Förderverein

Derweil hatte der Verein eine neue Petition für eine Wiedereröffnung gestartet, die sich diesmal an Sachsens Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich (CDU) wendet. Bisher haben sich dafür reichlich 2400 von 16.000 anvisierten Unterstützern eingetragen. Autor: Heiko Weckbrodt

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