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Nutzer vermenschlichen ihre Smartphones

Abb.: Kaspersky

Abb.: Kaspersky

Ingolstadt/Moskau, 9. September 2014: In dem Maße, wie Computertelefone (Smartphones), PCs und Notebooks immer allgegenwärtiger und interaktiver werden, neigen die Nutzer auch dazu, diese technischen Geräte zu vermenschlichen. Darauf hat die deutsche „Kaspersky“-Niederlassung in Ingolstadt hingewiesen. Die russische Sicherheits-Softwareschmiede beruft sich dabei auf Studien zur „Cyberpsychologie.“

Wider besseres Wissens setzen evolutionäre Impulse ein

„Sobald etwas – wie ein Computer – mit einem Menschen scheinbar interagiert, laufen in unserem Hirn uralte Programme ab“, erklärte Frank Schwab, Professor für Medienpsychologie an der Universität Würzburg. „Nahezu instinktiv behandeln wir das Gegenüber wie ein absichtlich handelndes Wesen, obwohl das – objektiv betrachtet – keinen Sinn macht. Diese Gleichsetzung zwischen einem medialen Objekt und dem wirklichen Leben nennen wir deshalb Media Equation“. Deshalb könne man Computer beispielsweise hassen, obwohl jeder sich ebenso darüber im Klaren sei, dass es sich nur um eine Maschine handele.

US-Amerikaner sehen Smartphone als ihren „besten Freund“

Erste Beispiele dafür wurden bereits in den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts beobachtet, als erboste PC-Anwender ihre Computer anschrieen oder geschlagen haben. Sprachassistenten wie „Siri“ auf dem iPhone wiederum haben dafür gesorgt, dass viele Menschen dazu neigen, sich mit ihrem Smartphone wie mit einem Menschen zu unterhalten und ihm Namen zu geben. So hatte eine „IDC“-Studie in den USA im Jahr 2013 ermittelt, dass Amerikaner das Smartphone als ihren „besten Freund“ betrachten. Autor: Heiko Weckbrodt

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