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Schnelles Internet: Deutschland holt endlich auf

Berlin, 31.1.2012: Nachdem Deutschland lange Zeit mit seiner mageren Breitbandversorgung international hinterherhinkte, hat die Bundesrepublik inzwischen deutlich aufgeholt: Inzwischen nutzen 78 Prozent aller Haushalte einen schnellen Internet-Anschluss, wie aus einer Erhebung von „Eurostat“ hervorgeht – wobei die europäische Statistikbehörde unter „schnell“ ab 1 Megabit je Sekunde (Mbs) aufwärts versteht.

Damit hat sich Deutschland nun im europäischen vorderen Feld platziert: Im EU-Durchschnitt nutzen nur 68 Prozent aller Haushalte breitbandige Netzanschlüsse. Spitzenreiter ist übrigens Schweden mit 86 Prozent Haushaltsabdeckung.

„Die Breitband-Strategie des Bundes und die Milliarden-Investitionen der Netzbetreiber haben es ermöglicht, dass Deutschland bei der Breitband-Nutzung inzwischen vorne dabei ist“, kommentierte Bernhard Rohleder, der Hauptgeschäftsführer des Hightech-Verbandes „Bitkom“, die Zahlen. Schnelle Internet-Zugänge mit mindestens 1Mbit/s seien mittlerweile in Deutschland für über 99 Prozent der Haushalte verfügbar.

„Für Zuwachs bei der Nutzung sorgten außerdem sinkende Preise bei gleichzeitig höheren Bandbreiten“, so Rohleder. „Immer höhere Geschwindigkeiten und die Kombination von Fernsehanschluss, Internetzugang sowie Telefonie machen die Paketangebote für immer mehr Kunden attraktiv.“

Für HD-Fernsehen via Internet sind 1-Mbit-Anschlüsse freilich ungeeignet. Auch ein Großteil der Unternehmen benötigt heutzutage weit größere Bandbreiten ab 16 Mbs aufwärts.

Laut Bundesnetzagentur haben die TK-Unternehmen zwischen 1998 und 2010 über 93 Milliarden Euro in den Ausbau der Netze investiert. „Für den Wirtschaftsstandort Deutschland ist die flächendeckende Verfügbarkeit von schnellen Internetverbindungen unverzichtbar“, sagte Rohleder. Wichtige Zukunftsprojekte, wie intelligente Strom- und Verkehrsnetze, seien auf ein leistungsfähiges Breitbandnetz angewiesen. hw

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