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Heißer Sessel: Erneut Chefwechsel bei Globalfoundries Dresden

Elke Eckstein. Abb.: GF DD

Dresden, 27.7.11: Und schon wieder bekommen die Chipwerke in Dresden-Wilschorf einen neuen Chef: Geschäftsführerin Elke Eckstein (46), die erst seit Januar im Amt war, verlässt Globalfoundries Dresden, wie der Chip-Auftragsfertiger  heute bekannt gab. Interimsweise wird ihr Kay Chai Ang folgen, der bereits von Dresden aus als Senior-Vizepräsident die „300 mm“- Aktivitäten von GF weltweit leitet. Ein neuer Geschäftsführer sei bereits „identifiziert“, erklärte ein Sprecher von GF Dresden auf Oiger-Anfrage. Über die Gründe für Ecksteins Ausscheiden wollte er sich nicht äußern.

Der Chefsessel im Chipwerk scheint heiß zu sein, denn binnen zweieinhalb Jahren hat das Unternehmen in Dresden-Wilschdorf bereits vier Chefs „verbraucht“, wenn man die Zeit unter AMD mitrechnet: Erst ging der langjährige AMD-Dresden-Chef Hans Deppe völlig überraschend und unter bis heute etwas mysteriös gebliebenen Umständen im Februar 2009. Ihm folgte der Amerikaner Jim Doran, dann für ein Jahr Udo Nothelfer und im Januar 2011 Elke Eckstein.

Aktualisierung: Der Branchendienst „Golem“ spekuliert, der Abgang Ecksteins habe mit der Unzugriedenheit der GF-Mutter AMD mit den bisher erreichten Ausbeuten bei 32-Nanometer-Proessoren zu tun. Tatsächlich hat AMD den Marktstart seiner nächsten Prozessorgeneration (Codename „Bulldozer“) bereits auf den Herbst verschoben.

2. Akualisierung (13.8.2011): Eine weitere Quelle hat ebenfalls das Ausbeute-Problem als Hintergrund genannt. Die Quelle ist unternehmensnah, will aber nicht genannt werden. Ein neuer Geschäftsführer ist laut mehreren Quellen schon unter Vertrag und soll bald vorgestellt werden.

Siehe auch:

NXP-Manager wird neuer Dresdner Globalfoundries-Chef

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